"Reise"stativ

  • Hi,


    und wenn Dir genau dann das Bild Deines Lebens durch die Lappen geht, Dein Pulitzer-Preis-Foto? Märchenhafter Reichtum, nie endender Ruhm, Einzug nach Walhall ... alles weg ... nur weil Dein Stativ ein halbes Pfund zu leicht war :shock: NoDurians ... wo bleibt Dein Ehrgeiz!


    :roll:
    HaPe

  • Ich stelle fest, dass ich hier absolut nicht in die Diskussion passe. Ich habe ganz andere Vorstellungen. Ist ja nicht schlimm und die Welt geht sicher nicht unter, wenn man ein Foto nicht macht, auch für mich nicht. :D


    Ich kenne viele, die ohne Stativ fotografieren, warum auch nicht, ich stelle es mir halt nur in manchen Situationen schwieriger vor. Wir fahren gleich an den Strand. Ich nehme meinen Fotoapparat mit, aber kein Stativ. Für diese "Bildchen" brauche ich keins, vor allem nicht bei dem Mittagslicht. :-P


    Viele Grüße
    Petra

  • Hallo,


    Quote from Mikado

    Ich kenne viele, die ohne Stativ fotografieren, warum auch nicht, [...]


    es gibt Situationen, da ist ein Stativ überflüssig, manchmal ist es sogar hinderlich, manchmal ist es unbedingt erforderlich und manchmal einfach nur hilfreich ... irgend was dazwischen also. Wenn wir uns darüber nicht einig sein sollten (z. B. wenn der grundsätzliche Nutzen eines Stativs in Frage gestellt wird), dann bin ich in der Diskussion ebenfalls fehl am Platz.


    Über die Situationen, in denen das Stativ überflüssig ist (z. B. Reisefotografie bei gutem Licht), müssen wir uns nicht unterhalten: Da wird kein Stativ benutzt. Es gibt Fotografen, die benutzen ihr ganzes Leben lang kein Stativ und sind glücklich. In den Situationen in denen es unabdingbar ist (z. B. Belichtungszeiten größer als 1/10 Sekunde) ist es IMO legitim sich darüber auszutauschen. Man kann auch Kameras auf Steine auflegen oder Gartenzäune oder Fototaschen oder Beanbags. Aber nicht immer ist ein Gartenzaun griffbereit und ein Beanbag ist ziemlich niedrig, unbequem und nicht leichter als ein einfaches Stativ. Entweder man lässt das Bild dann bleiben (so wie NoDurians) oder man muss dafür sorgen, dass es trotzdem aufgenommen werden kann (=> Stativ). So ein Stativ verschafft dem Fotografen in bestimmten Situationen einen gewissen Vorteil. Manche sonst unmöglichen Bilder werden möglich und manche schlechten Bilder werden besser. Manchmal ist es lediglich ein Vorteil, wenn ein einsatzbereites Gerät vor einem aufgebaut ist und man die Kamera nicht ins nasse Gras legen muss, wenn mal etwas Wartezeit angesagt ist. Mehr nicht.


    Manchmal ist so ein Stativ ein psychologisches Hilfsmittel, dass den Fotografen "überreden" kann mal Ruhe einkehren zu lassen. Wenn es aufgebaut wurde, dann nicht um nach einem Bild gleich wieder zur nächsten Attraktion zu ziehen. Für wenigstens 10 oder 15 Minuten bleibt man an Ort und Stelle und die Fotografie rückt vielleicht sogar in den Hintergrund. Trotzdem steckt das Stativ kurzfristig den eigenen Claim ab: "Da wo mein Stativ steht, da bin ich zuhause". Kennst Du den Effekt nicht ... vom Helgoland-Workshop beispielsweise?


    Ciao
    HaPe

  • Quote from HaPeRieger


    Manchmal ist so ein Stativ ein psychologisches Hilfsmittel, dass den Fotografen "überreden" kann mal Ruhe einkehren zu lassen. Wenn es aufgebaut wurde, dann nicht um nach einem Bild gleich wieder zur nächsten Attraktion zu ziehen. Für wenigstens 10 oder 15 Minuten bleibt man an Ort und Stelle und die Fotografie rückt vielleicht sogar in den Hintergrund. Trotzdem steckt das Stativ kurzfristig den eigenen Claim ab: "Da wo mein Stativ steht, da bin ich zuhause". Kennst Du den Effekt nicht ... vom Helgoland-Workshop beispielsweise?


    Ciao
    HaPe


    Die Situation kenne ich gut, denn so sind meine Fotos in der Shwedagon Pagode entstanden.
    Stativ aufgebaut, Kabelauslöser dran und geschaut, abgewartet, wieder geschaut, ...
    Und genau deshalb stört es mich auch nicht, wenn ich mich etwas bücken muss, um durch die Kamera zu schauen.
    Die Kamera wird einmal auf den Blickwinkel ausgerichtet und dann erst mal in Ruhe abgewartet, bis sich eine interessante Situation ergibt.
    Vielleicht ab und an mal einen anderen Ausschnitt gewählt, so hätte ich dort stundenlang stehen können =)

  • Oder liegen :-O


    Auch das habe ich schon gemacht.
    Nachtflug, Ankunft morgens in Yangon, am späten Nachmittag dann in die Shwedagon und dann überkam mich die große Müdigkeit :D


    Ja, die Shwedagon ist wirklich ein schöner Ort.
    In den letzten 3 Jahren waren wir in jedem Urlaub 2 Mal dort, es ist immer wieder einfach nur schön.

  • Mir fällt gerade noch etwas ein, warum ich auch meist mit Stativ reise. Ich mache ja mit meiner Kamera gerne auch Videos, die ich dann auch bei YouTube veröffentliche. Wenn ich die Szenen zusammenschneide, dann muss ich ganz oft erkennen, dass Szenen die aus der Hand gedreht wurden, sehr viel schlechter sind, als die mit der Kamera auf dem Stativ. Scheinbar kann ich die Kamera nicht so ruhig halten, wie ich es gerne möchte, obwohl ich nicht unter einer Zitterkrankheit leide.


    Wenn ich mit Stativ unterwegs bin, dann habe ich auch viel Zeit. Nur um in 2 Minuten ein Bild zu schießen, dafür lohnt es sich für mich nicht. Das kann ich dann auch aus der Hand fotografieren. Bei mir dauert es einfach länger.


    Meine Familie kennt das und ich bekomme dann immer meine Stunde, wo ich dann in Ruhe meine Bilder schießen kann.


    Und ja HaPe, natürlich kenne ich das. Halte mal X-Kilo über einen längeren Zeitraum hoch, meine Arme werden irgendwann lahm und ich begrüße es, wenn dann die Kamera suf dem Stativ sitzt. Da ich auch nicht mehr zu der jüngeren Generation gehöre, ist ein Stativ in Augenhöhe für mich eine reglerechte Entlastung und mein Orthopäde begrüßt die Rücken-freundliche Stellung. :D


    Es gibt aber auch oft Zeiten, wo ich ohne Stativ losziehe und ebenso oft vermisse ich es, wie jetzt kürzlich in Bristol. Aber die Welt geht nicht davon unter, ich hätte es aber gerne dabei gehabt, denn es gab genügend Gelegenheiten, wo ich es gebraucht hätte.


    Viele Grüße
    Petra

  • Ich hab das Stativ insgesamt 3 x verwendet, bin anscheinend nicht so der "Stativ-Typ". :D


    Das Sirui werd ich übrigens wieder zurückgeben. Beim Ausfahren ist eines der Beine rausgefallen und das Dichtungsplättchen hat sich gelöst. Tut zwar der Funktion keinen Abbruch, aber so einen Schmarren unterstütze ich nicht. Ein Fotohändler, bei dem ich wegen einer 2. Stativplatte für das Stativ war, hat gemeint: "Haha, das Stativ kenn ich jetzt schon unter mind. 5 verschiedenen Markenbezeichnungen." Ist anscheinend Fernost-Ware, die von verschiedensten Firmen zugekauft und "gebrandet" wird.



    Aber ich glaub, ein paar gute Bilder sind mir schon gelungen. Hier eines davon:



    Drumtower Xi'an von NoDurians auf Flickr

  • Hallo NoDurians,
    ich glaube, das hat weniger mit Stativ-Typ zu tun, aber mehr mit den sich bietenden Gelegenheiten. :D In manchen Urlauben blieb es bei mir fast eingepackt im Koffer, weil sich eben keine Gelegenheit ergeben hat.


    Das Bild gefällt mir gut!


    Viele Grüße
    Petra

  • Ich denke, es hätte schon Gelegenheiten gegeben. Alleine in Beijing gibt's jede Menge beleuchteter Gebäude und man hätte bloß einen erhöhten Standpunkt suchen müssen und hätte schöne Lichtspuren fotografieren können.


    Aber wir waren ja ständig unterwegs und haben ein Programm abgespult.
    Sightseeing ist eben was anderes als Foto-Locations suchen.

  • Das meinte ich allerdings auch mit den sich "bietenden" Gelegenheiten. Was nutzt es, wenn man was sieht und man ist weder gewillt, die Zeit zu investieren, oder den Partner warten zu lassen, oder zu schleppen oder auch aufzubauen etc...
    Wenn ich nicht alleine unterwegs bin, geht das meist zu Lasten der Mitreisenden und daher reduziere ich es auf besondere Gelegenheiten. Zum Beispiel, wenn der Partner ein Bierchen trinken will oder Enkeltochter just in dem Moment im Buch weiterlesen will. ;-)


    Viele Grüße
    Petra