Wer macht HDR Bilder

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    • Wer macht HDR Bilder

      Eine Frage in die Runde über ein Thema dass wir schon vor ein paar Jahren hatten.
      (Diskussion HDR Bilder)


      Wer macht HDR Bilder, wie sind die Erfahrungen damit, oder sind die nicht mehr in.
      Man hört momentan nichts darüber.

      :thumbdown:
      Viele liebe Gruesse

      Erhard
      www.vivien-und-erhard.de
      Reiseerinnerungen Palermo 2018
      Kalimera aus Paros und Naxos 2018

      Das Leben beginnt da, wo die Zeit egal ist
    • HDR war wohl mal richtig "in" :D
      Ich selber habe mich noch nie damit beschäftigt, weil ich diesen Bildstil nicht mag.
      99% aller HDR Aufnahmen fand ich richtig blöd, weil sie auf mich sehr unnatürlich und geisterhaft wirkten.
      Die besten Aufnahmen waren die, wo man diesen Effekt nicht bemerkt hat und das waren nun mal Ausnahmen.
      Es liegt natürlich an jedem selbst, wie man diese Technik einsetzt und wie weit man dann den Effekt treibt.
      Heutzutage ist das Thema wohl oftmals abgefrühstückt, weil die Sensoren einen höheren Dynamikumfang bewältigen können und da ist es einfach weniger relevant, zumindest in der Nikon/Sony Fraktion :D
      Als Canon User muß man sich noch ein wenig gedulden, aber das wird schon ;)
      Ich habe schon ein paar Aufnahmen in die Tonne hauen müssen, weil eben die Schatten abgesoffen waren oder die Lichter ausgefressen. War mir egal. HDR ist ja auch nur bei statischen Motiven richtig einsetzbar, sobald Bewegung im Spiel ist, kann man das eh vergessen.
    • Mir geht es genauso, ich habe bisher noch keine HDR-Bilder gemacht, sie sind auch nicht mein Fall. Meine kleine Kamera, die Fujifilm X100S hat eine sehr hohe Dynamik-Range, man spricht von 9 Blendenstufen. Ich kann einstellen, welchen Dynamikumfamg die Kamera bewältigen muss, ob 100%, 200% oder 400%, das kann in der Mittagszeit ganz hilfreich sein.Je niedriger der Dynamikumfang je höher der Kontrast. Außerdem muss bei 400% mindestens ISO 800 eingestellt werden, sonst greift nichts. Es gibt auch die Möglichkeit eine DR-Automatik einzustellen, dann sollte auch die ISO-Automatik eingestellt sein.

      Wenn man allerdings in RAW fotografiert, dann lässt sich vieles auch mit Softwareprogrammen ausgleichen.

      Mit meiner Canon mache ich solche Sachen nicht, die kann das auch nicht so gut.

      Viele Grüße
      Petra
    • kiki schrieb:

      99% aller HDR Aufnahmen fand ich richtig blöd, weil sie auf mich sehr unnatürlich und geisterhaft wirkten.

      Die besten Aufnahmen waren die, wo man diesen Effekt nicht bemerkt hat und das waren nun mal Ausnahmen.
      :thumbup:
      12/2016 Köln ... 01/2017 Südafrika ... 05/2017 Manchester ... 02/2018 Vietnam (Teil 4)
      reiseweg.at ... flickr.com/photos/nodurians/sets/
    • Hallo,
      ich denke das Thema HDR ist ein wenig eingeschlafen, da sich die Art des "Fotografierens" und die Industrie so stark durch die zunehmende Verwendung von Smartphones geändert hat.
      Die Topsmartphones machen sogar oft schon HDR-bilder um kontrastreichere Bilder, mit ihren in Vergleich zu einer richtigeren Kamera doch begrenzten Chips und Objektive, hinzubekommen.
      Ich knipse fast auch nur noch mit dem Smartphone und bin immer wieder über die Qualität überrascht.

      Ein schönes Wochenende.
      Bigtrade
    • Müßte ich mich beim fotografieren nur auf ein Smartphone verlassen, würde ich dieses Hobby sofort aufgeben. Ich kenne diese Pseudo HDR Funktion von meinem Ding, weil es oft ohne mein Zutun diese Funktion anwählt. Die Kontraste und Farben sind genauso grottig, als wenn man es später am Computer selber vermurkst.
      Es gibt natürlich ganz witzige Apps, die sehr gerne verwende, auch bin ich der Meinung, daß das Smartphone irgendwann in der reinen Dokumentarfotografie sicherlich seinen Platz findet. Das betrifft aber weniger den Hobbyfotografen.
      Was Details in Lichtern und Schatten angeht, so versuche ich mich seit kurzer Zeit in der Anwendung von Luminanzmasken. Ein großes Thema und es wird sicherlich noch sehr lange dauern, bis ich da richtig durchgestiegen bin. Allerdings sind sie für mich persönlich nützlicher als das ganze HDR Zeugs, weil der Effekt dezent und wesentlich natürlicher rüberkommt.
    • Ich habe mal ein paar Fotos als HDR gemacht. Aber da ich den extremen HDR-Look nicht mag, sahen sie kaum anders aus als die Fotos, die ich sonst auch mache. Ich fotografiere im RAW-Format und entwickel die Bilder mit Lightroom.

      Durch das RAW-Format sind ja schon so viel Daten im Bild, dass auch noch aus dunklen Bereichen so einiges an Details herausgeholt werden kann. Vielleicht gibt es noch ein paar spezielle Motive (dunkle Haüser etc.) in den HDR sinnvoll eingesetzt werden kann. Ansonsten bin ich mit RAW und Lightroom voll zufrieden.

      Schöne Grüße
      Volker
    • bigtrade schrieb:

      Die Topsmartphones machen sogar oft schon HDR-bilder ....

      Ich knipse fast auch nur noch mit dem Smartphone und bin immer wieder über die Qualität überrascht.
      Die "Top-Smartphones" machen mittlerweile Fotos auf dem technischen Niveau von Einsteiger-Kompaktknipsen. Zumindest wenn das Licht passt.
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    • da ich bisher "HDR" nicht kannte, hab ich bei goo... mal auf Bilder geklickt.
      Da siehen alle Bilder aus, als wäre man mitten in einen quietschbunten Comic reingepurzelt.

      Ist das Kunst oder kann das weg?

      Meins wär's nicht.
      Dann lieber weiter das manuelle aufhellen....

      VG

      redfloyd............................................. Gusti

      Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
      Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.
    • Ich glaube, ein nichtssagendes Foto durch eine Software zu jagen und an ein paar Reglern zu schieben, bis es aussieht wie ein Screenshot aus einem 90er-Jahre-Computerspiel, ist keine Kunst.
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    • Es ist schon interessant, wenn man dazu die Beiträge vor 6 Jahren liest.
      - HDR Bilder

      Ich habe es damals (2010) auch versucht und finde es nicht mal so schlecht.
      Man darf nicht vergessen, die Qualitätsansprüche zu früher sind gestiegen.

      Viele liebe Gruesse

      Erhard
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      Das Leben beginnt da, wo die Zeit egal ist
    • Hi,

      ich habe den Eindruck, dass parallel zu dem explosionsartigen Anstieg der Bilderzahl im Alltag, das Wissen über die Fotografie bei den Fotografen allmählich gegen Null geht. Und es gibt wohl kein vergleichbares Thema in der Fotografie wie die HDR-Technik, die dafür als Beleg dafür stehen könnte. Die HDR-Technik gibt es seit über 100 Jahren ... hieß allerdings nicht immer so. Um sie anzuwenden bedurfte es eines Repro-Labor, viel Zeit und noch mehr Wissen. Als die Bilder digital wurde, war plötzlich kein Repro-Labor mehr notwendig und mit dem erscheinen der ersten HDR-Tools vordergründig auch nicht mehr wirklich viel Zeit und Fachwissen.

      Das wirklich einzigartige an dem Thema ist, dass sich in der Folge, eine wohl recht große Gruppe fotografischer Nerds sich erst des Tools dann des Technologie-Namens bemächtigte ... gar vollständig kaperte und glaubte, man können mit drei Schieberegler Kunstwerke schaffen, die den Namen auch verdienen. Statt dessen produzierten sie einen kurzfristigen Hype, an den man sich binnen Minutenfrist satt gesehen hat. Dass der Hype zwei oder drei Jahre andauerte, war nur dem Umstand geschuldet, dass nicht jeder gleich die Machwerke entdeckt hat.

      Jetzt in der Post-HDR-Hype Zeit haben wir den skurrilen Zustand, dass der angerichtete Flurschaden nach wie vor vorhanden ist, der alte Zustand (= Wissen um Sinn, Zweck und Methode der HDR-Technik) aber komplett verloren scheint. Wenn man den Verlauf dieses Thread analysiert, muss man zu dem Ergebnis kommen, dass die HDR-Freaks ganze Arbeit geleistet haben, bevor sie wieder in der Versenkung verschwunden sind. Wer das nicht glaubt, möge folgendes Experiment wagen: (1) nach den Stichworten "HDR Bilder" googeln und die Ergebnisse betrachten und anschließend (2) in einem gut sortierten Buchladen nach "HDR Bücher" suchen. Ihr werdet feststellen, dass die gegoogelten HDR Bilder rein gar nichts mit den Zielsetzungen der Bilder in den der HDR Bücher zu tun haben. Als ob es da zwei komplett getrennte Themen gäbe, die zufällig oder versehentlich den gleichen Namen tragen. Wer also wirklich wissen will, wozu die HDR-Technik gut ist, für den ist das Internet eine ausgesprochen schlechte Informationsquelle. Das gibt es auch nicht oft.

      Mit dem Thema beschäftige ich mich seit etwa 2007 intensiv, habe so ziemlich alle Bücher auf dem Markt gelesen, an einem mitgewirkt, stehe mit dem renommiertesten HDR-Tool Hersteller in Kontakt, habe viel experimentiert, analysiert und Kurse an Volkshochschulen und in Fotoclubs gehalten. Und stehe nach alle den Jahren immer wieder verwundert da, wenn das Thema HDR im Kreise von Amateurfotografen aufkommt.

      Im professionellen Bereich ist das komplett anders. Da ist zuerst die Aufgabenstellung da (z. B. der Wunsch ein Produkt, eine Immobilie oder eine Landschaft in Szene zu setzen). Dann kommen die Umgebungsverhältnise (räumliche Gegebenheiten, Lichtverhältnisse, zeitliche Randbedingungen etc.) hinzu und mit diesem Vorgaben greift der Fotograf in seinen Wissensfundus und zauber die passende Methode für die Umsetzung hervor. Und die HDR-Technik ist eine von Dutzenden aus seiner Trickkiste und sie ist quasi oft die Ultima Ratio, wenn alle Gegebenheiten nicht anders unter einen Hut zu bringen sind. Keiner würde da losziehen und sagen. "So, heute machen wir spaßeshalber mal ein HDR-Bild".

      Ciao
      HaPe
    • HaPeRieger schrieb:

      Im professionellen Bereich ist das komplett anders. Da ist zuerst die Aufgabenstellung da ... Dann kommen die Umgebungsverhältnise ... hinzu und mit diesem Vorgaben greift der Fotograf in seinen Wissensfundus und zauber die passende Methode für die Umsetzung hervor.
      Ich glaube, das nennt man dann fotografieren (im Gegensatz zu knipsen). ;) Und prinzipiell wäre das auch für Hobbyfotografen die richtige Herangehensweise.
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    • Erhard schrieb:

      Man darf nicht vergessen, die Qualitätsansprüche zu früher sind gestiegen.
      Was leider nur für die technische Qualität der Fotos gilt, mit der gestalterischen Qualität (Bildaufbau, Linienführung, Bildaussage, ...) beschäftigen sich weit weniger Menschen als mit Pixelpeeping.
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    • Meine Olympus hat ja auch eine HDR-Funktion mit verschiedenen Stufen. Ich habe das mal ausprobiert, bin aber dann zu dem Schluss gekommen, dass für mich die Schattenaufhellung eines RAW-Konverters völlig ausreichend ist.
      Es gibt sicher Extrem-Situationen, wo diese Funktion Sinn machen kann, man sollte es nur nicht übertreiben.
    • Hi,

      auch die derzeit in den Kameras verbauten sog. HDR-Betriebsarten sind eigentlich Etikettenschwindel. Zwar verwenden sie mehr als eine Belichtung für die Erstellung eines HDR-Bildes, aber die Möglichkeiten eines "richtigen" HDR-Tools hat man bei weitem nicht.

      Hier mal beispielhaft die Bearbeitungsmöglichkeiten eines guten Tools nach Auswahl von einer aus mehrer Algorithmen-Sätze. Die Regler sind dabei nicht isoliert zu betrachten, sondern sie beeinflussen sich teilweise wechselseitig, was die Bearbeitung etwas komplizierter, aber auch mächtiger macht.



      Und was setzt die Kamera-interne HDR-Funktion dem entgegen: "schwach, mittel, stark" :/ .

      Darüber hinaus hat man bei den Kamera-internen HDR-Betriebsarten derzeit kein RAW-Format mehr zur Verfügung, sondern man arbeitet mit JPEGs am Eingang, was den HDR-Ansatz an sich schon ad absurdum führt.

      Ciao
      HaPe
    • Bernhard schrieb:

      dass für mich die Schattenaufhellung eines RAW-Konverters völlig ausreichend ist.
      In der Regel reicht mir das auch. ich kann mich aber gut an eine Extremsituation in Jordanien erinnern. Als ich durch diesen hohen schmalen Siq in Richtung Schatzhaus gelaufen bin, gab es schon ein paar schöne Motive dieser Felsspalte zu betrachten. Das Problem war, daß im oberen Drittel die Sonne erbarmungslos draufknallte, so daß man fast blind wurde. Andererseits herrschte unten, dort wo ich stand, ein sehr dämmriges Licht. Hätte ich jetzt ein Foto geschossen, wären da fast nur ausgefressene Lichter und abgesoffene Schatten zu sehen gewesen. Das war dann für mich ein kurzer Moment, wo ich mich gefragt habe, ob das Motiv vielleicht mittels HDR Kenntnisse zu bewältigen gewesen wäre. An der Gradationskurve rumbiegen oder rumpinseln hätte bei weitem nicht das gewünschte Ergebnis geliefert.


      HaPeRieger schrieb:

      Hier mal beispielhaft die Bearbeitungsmöglichkeiten eines guten Tools nach Auswahl von einer aus mehrer Algorithmen-Sätze. Die Regler sind dabei nicht isoliert zu betrachten, sondern sie beeinflussen sich teilweise wechselseitig, was die Bearbeitung etwas komplizierter, aber auch mächtiger macht.

      Und das ist auch ein Grund, warum ich mich davor drücke. Die Regler sagen mir nichts. Es wäre ein sehr sehr langer Lernprozess, den ich, wenn überhaupt, nur mit viel Literatur und noch viel mehr Geduld bewältigen könnte.
      Im Moment bin ich da einfach nicht bereit zu. Das ist mir einfach ein paar Nummern zu groß.
      Klingt jetzt feige, ist aber auch so.
    • In der Felsspalte hättest Du dann auch noch ein Stativ gebraucht, um eine Belichtungsreihe als Grundlage für die HDR-Bearbeitung anfertigen zu können. Schon alleine das (neben dem angesprochenen Aufwand des Erlernens) ist für mich ein Grund, der gegen HDR spricht.
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