Posts by HaPeRieger

    Hallo,


    ja, es geht um Märkte in SOA und dass sich manche davor etwas gruseln vor dem, was man da so sehen (und riechen und schmecken) kann. Und dass sich die gleichen Personen eher nicht vor dem gruseln, was sie zuhause im Supermarkt finden.


    Und die Botschaft sollte sein, dass es keinen substanziellen Unterschied gibt zwischen dem, was in SOA und was zuhause passiert. In beiden Fällen werden gesunde, fühlende Lebewesen gegen ihren Willen vom Leben in den Tod befördert. In beiden Fällen ist das mit Angst und Stress für die Hauptakteure verbunden und in beiden Fällen hängt man sie irgendwo auf, lässt sie ausbluten, entfernt wahlweise Haut, Feder, oder Fell und zerlegt den Rest in Verkaufseinheiten. Der einzige Unterschied und wohl der Grund, warum man sich in SOA gruselt und zuhause nicht, ist IMO der, dass man zuhause den zuletzt geschilderten unappetitlichen Teil der Prozedur in Schlachthäuser verbannt, gemeinhin nicht sieht und deshalb ausblendet, wenn der Entenbraten auf den Tisch gestellt wird. Dann ist der Markt in Thailand vermeintlich weit, weit weg.


    Ich gebe Dir allerdings insofern Recht, als dass es kein wirklich erbauliches Thema für ein Internet-Forum ist. Meiner Erfahrung nach ist es für die allermeisten von uns ein emotionales Erdbeben epischen Ausmaßes, wenn so eine so elementare Angelegenheit wie der eigenen Nahrungsaufnahme hinterfragt wird. Manche ansonsten wirklich friedlichen Zeitgenossen sind dann nicht mehr wieder zu erkennen. Einen Konsens gibt es bei diesen Diskussionen eigentlich nie. Interessant aber, dass in den letzten - sagen wir mal 20 bis 30 Jahren nach meinen Beobachtungen die Reaktion der Veggies tendenziell von "aggressiv" nach "beschämt" gewechselt hat, während die Reaktion der Fleischesser genau den umgekehrten Weg einschlugen. Wie aus dem Nichts tauchen dann Begriffe wie "absurd" oder "Nonsens" auf, lassen die Stimmung kippen und ersticken jede offene Auseinandersetzung mit dem Thema im Keim.


    Insofern: Eigentlich alles normal und wie erwartet ^^ . Sicherheitshalber bin ich jetzt aber trotzdem erstmal raus aus dem Thema. Da kann keiner gewinnen.


    Viele Grüße
    HaPe

    Hi,


    Du meinst, die genannten Märkte in Thailand und "der Markt" hier zuhause würde auch existieren, wenn es keine entsprechenden Konsumenten gibt?


    Ciao
    HaPe

    Hi,

    "Ändern kann ich's eh nicht!"

    das ist wieder unser alter Dissens. Nur weil Du akut und im konkreten Fall nicht einen bestimmten Markt ad hoc in Luft auflösen lassen kannst bedeutet das nicht, dass Du nichts ändern kannst. Aber es ist ja noch viel schlimmer. Wir alle zusammen sind mit unserem Verhalten der Grund, warum es solche Märkte gibt ... sind also nicht nur passive Beobachter, sondern der treibende Motor. Das Problem ist nicht, dass es wir nicht ändern können, sondern dass wir weit davon entfernt sind es ändern zu wollen.


    Zuhause im zivilisierten Europa gibt es solche Märkte nicht. Wir verlagern das Grauen in abgeschlossene und abgeschirmte Räume tarnen sie mit einem Tierschutzgesetz und sehen das Ergebnis dann frühestens an der Kühltheke im Supermarkt mit dezenter Musik im Hintergrund. Der Übergang vom Tier zum Fleisch ist in unserer Erfahrungswelt nicht mehr präsent.


    Wenn ich Ente wäre und mir ein Schicksal aussuchen könnte, dann würde ich den Knüppel auf dem asiatischen Markt wählen. Das scheint mir humaner und ehrlicher zu sein als das was hierzulande geschieht.


    Ciao
    HaPe

    Hi,


    schon klar. Aber die Menschen lernen unterschiedlich dazu. Die einen haben ihre Lektion gelernt, wenn sie sich entscheiden Heuschrecken zu essen, die anderen wenn sie sich entscheiden gar keine Tiere mehr essen. Und Heuschrecken sind auch Tiere ... irgendwie.


    Ciao
    HaPe

    Hallo,


    gehts auch ohne Bilder? Ehrlich gesagt wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen sollte und welche Bilder ich anderen vorziehen sollte. "Religiöse Stätten" waren von je her ein ganz wichtiges Element unserer Reisen und noch nie ... niemals haben wir es bereut Umwege und Strapazen auf uns zu nehmen, um solche Stätten zu besuchen.


    christlich:

    • natürlich der Petersdom im Vatikan. Nicht nur weil er unfassbare Kunstschätze beherbergt, sondern auch weil auf jedem Quadratmeter all das präsent zu sein scheint, was wir mit dem Christentum im Laufe vieler Jahrhunderte verbinden. Ein wirklich beeindruckender Ort.
    • Die Basilika San Francesco in Assisi / Italien. In der der Geist des Heiligen Franziskus allgegenwärtig schien. "Schien" deshalb, weil die Besuchermassen, die sich in den letzten zwei Jahrzehnten durch diese Kirche schieben, jedwede Spiritualität schon im Ansatz verpuffen lassen.
    • Basilique Nationale du Sacré-Cœur in Brüssel / Belgien. Es ist schon ewig her, dass wir dort waren. Aber hier war es erstmalig, dass ich erlebte, wie eine wirklich tolle Atmosphäre in einem Bauwerk dieser Art quasi "zum greifen" ist. Das hat mich sehr beeindruckt.
    • "Mein" Dom in meiner Heimatstadt Bamberg, zu dem es mich immer wieder hin zieht.

    buddhistisch:

    • Der Kek-Lok-Si Tempel auf Penang / Malaysia. Weitläufig, abwechlungsreich ... wie man hört aber heute völlig überlaufen, ständig im Aus-, Um- und Weiterbau und für europäische Augen und Ohren fast etwas kitschig geworden. Legendär das vegetarische Restaurant, das trotz großem Ansturm unfassbar gute Speisen auf den Tisch brachte.
    • Die Kyauk Taw Pagode in Mandalay / Myanmar. Eigentlich eine Alltags-Gebrauchs-Pagode mit viel Publikumsverkehr einer gewagten Farbgestaltung im Inneren. Aber - ganz so wie Jahrzehnte vorher in der Basilika in Brüssel - ein Ort, an dem man sich hinsetzt, durchatmet und sich denkt: "Hier möchte ich bleiben, am besten bis zum Ende meines Lebens".
    • Die Shwedagon Pagode in Yangon / Myanmar. Ich denke, dafür braucht es es keine Erklärung
    • Eine kleine, unbekannte Pagode in Yangon / Myanmar. Wo die ist und warum ich so beeindruckt von ihr war ... verrate ich Euch aber nicht :-)
    • Der Borobodur auf Java / Indonesien. Mystik pur. Wer da war, weiß, was ich meine, wer noch nicht dort war, sollte das nachholen.

    hinduistisch:

    • der Tempelkomplex in Khajuraho / Indien. Nicht der - sehr speziellen - Skulpturen wegen (von denen es gar nicht so viel gibt), sondern weil das Areal eine sehr gepflegte Oase der Ruhe und Spiritualität ist. Der Eintritt kostete damals 5 Paise. Nach damaliger Umrechnung war das etwa ein halber Pfennig. Mit dem heutigen Wechselkurs wäre das nicht mal 1/10 Cent gewesen.

    islamisch:

    • Die Jama Masjid Moschee in Delhi / Indien. Wir hatten keine Ahnung was passieren würde als ein Guide anbot, uns auf ein Minarett zu führen. Man stelle sich vor in 25 Meter Höhe (gefühlt 250 Meter) auf einem etwa 50 cm breiten Balkon einmal um das Minarett gehen, wobei das "Geländer" nicht einmal bis zum Knie reichte und nichts da war, woran man sich hätte festhalten könnte. Nach einer halben Runde (und dem Wissen, dass der Eingang nun auf der anderen Seite des Minaretts ist) war das selbst für mich grenzwertig.
    • Muhammed-Ali-Moschee in Kairo / Ägypten. Er war (zugegebenermaßen) die erste große Moschee, die wir von innen gesehen habe. Es fehlte also der Vergleich. Aber wir waren völlig hin und weg von der wundervoll friedlichen, würdevollen Stimmung, die in diesem Gotteshaus herrscht.
    • Die Blaue Moschee in Istanbul / Türkei. Wieder eines dieser Bauwerke, das in keine Kategorie passen will und das von innen wie außen vollkommen und ausgewogen scheint.

    Und dabei habe ich sicher die Hälfte der "Religiösen Stätten" vergessen, die wir als besonders beeindruckend empfunden haben. Die Liste könnte noch viel, viel länger sein.


    Ciao
    HaPe

    Hallo Erhard


    zwar sieht man hier keinen Horizont ... aber man kann ihn erahnen :) . Und bei Horizont in der Mitte fragt sich der Betrachter (zumindest unbewusst) immer: "Ist das ein Himmel-Bild mit zu viel Landschaft, oder ein Landschaftsbild mit zu viel Himmel ?" ... heißt: Bevor er sich auf das Bild emotional einlassen kann, muss er erstmal einen Entscheidung treffen, was eigentlich das Hauptmotiv ist. Vor dem Bauch wird erstmal das Hirn geschaltet und das ist erfahrungsgemäß für die Bildbetrachtung eher negativ.


    Das ist klar kein Himmel-Bild, sondern der "Star" ist der Weg und den gilt es in Szene zu setzen. Man könnte den Himmel noch etwas betonen (Sättigung des himmelblauen Farbtons etwas erhöhen), aber Vorsicht. Zwei "Stars" verträgt das Bild nicht.
    Ich hätte mich an die linke Kante des Weges gestellt (oder sogar einen halben Meter daneben), hätte mit etwas weniger Brennweite und die Kamera minimal weiter nach unten geschwenkt den Weg möglichst breit am unteren Bildrand (rechts) anfangen lassen, so dass er noch einen Tick deutlicher diagonal durch das Bild läuft.
    Deine erste Bearbeitung gefällt Dir vermutlich genau deswegen besser: Der Weg ist deutlicher diagonal, aber leider büßt Du durch den Beschnitt die wichtigsten Meter des Weges (nämlich genau die ersten vor Dir) ein. Deshalb dir kürzere Brennweite. Als Zuckerl obendrauf hättest Du damit links den Baum als (quasi-) punktförmiges Gegenstück zum langgezogenen Weg geschenkt bekommen. So rahmen die beiden Bäume (links und rechts) das Bild fast ein ... aber eben nur fast.


    Ciao
    HaPe

    Hi,


    bei solchen "... aus der Luft" Aufnahmen, die es in letzter Zeit ja zuhauf gibt, grummelt es bei mir aus irgend einem Grund im Magen. Ich kann es aber nicht wirklich plausibel erklären warum. Wenn solche Bilder im Fernsehen gezeigt werden, treibt mich immer irgend etwas aus dem Zimmer.


    Ich mag die Fliegerei und die Perspektive von da oben. Ich mag die Fotografie und schöne Bilder. Die Landschaften und Bauwerke, die da üblicherweise gezeigt werden, sind traumhaft schön ... und trotzdem sagt mir irgend etwas, dass das nicht richtig ist. Ich weiß aber nicht was.


    Vielleicht, weil wir natürlicherweise einfach nicht gemacht sind, um Landschaften und Bauwerke aus dieser Perspektive zu sehen. Und das insbesondere bei bewegten Bildern in niedrigen Höhen. Vielleicht weil Bauwerke nicht gemacht sind, um so (!) von uns gesehen zu werden. So eine gotische Kathedrale strebt nicht mehr wirklich nach oben, wenn sie weit unter uns ist. Vielleicht weil ich es irgendwie anmaßend finde, sich über die für viele Menschen allerheiligsten Stätten der Welt zu erheben und so zu tun als ob man über den Dingen schwebt. Bei Copter-Aufnahmen von den Ghats in Benares und der Shwedagon-Pagode in Yangon ging mir das so. Die Luft ist nicht der Ort, über den man sich solchen Orten nähern sollte.


    Vielleicht hat es auch andere Gründe. Ich bin ja seit meiner frühesten Jugend Hobbypilot und habe tausende von Stunden im Segelflieger verbracht. Der Blick aus dem Cockpit war immer etwas ganz besonderes und ist es bis heute geblieben. Und so einen Flug konsumiert man nicht einfach. Man muss ihn vor- und nachbereiten, während des Fluges ist viel zu tun und es sind ständig irgend welche Entscheidungen zu treffen. Die Natur so zu erleben ist atemberaubend und dies noch mit einem Passagier teilen zu können ist gleich nochmal so schön. Und genau das fehlt diesen "... von oben" Filmen irgendwie komplett. Sie zeigen wunderschöne Bilder, sind aber um den Zauber der Fliegerei beraubt. Man zappt hinein und hat keine Chance die ganze Magie zu erleben, die stattfindet, wenn man diese Bilder selbst gestaltet und mit allen Sinnen erlebt.


    Könnt Ihr das ein stückweit nachvollziehen .. oder war das komplett unverständliches Geschwurbel?


    Ciao
    HaPe

    Hi,


    ich habe jetzt den offiziellen Wortlaut nicht parat, aber es heißt so ähnlich wie: Es darf die abgebildete Person nicht von Personen identifizierbar sein, die die abgebildete Person persönlich kennen. Wenn also das Gesicht einer Person komplett verpixelt ist, aber sie seht mit dem Schlüssel in der Hand neben der neben offenen Autotür eines Fahrzeugs mit sichtbarem Kennzeichen, dann hat der Fotograf ein Problem. Ebenso, wenn beispielsweise die Kleidung oder sonstige Umstände eindeutig auf eine bestimmte Person hindeuten.


    Ciao
    HaPe

    Hallo,


    in Wien verlieren 220.000 Mieter ihr Namensschild an der Tür ... Grund: Ein Mieter hat geklagt, da er seine personenbezogene Daten ungenügend geschützt sieht.


    http://www.spiegel.de/netzwelt…elschilder-a-1232989.html


    Künftig soll es Nummern an der Tür geben. Meiner Ansicht nach wird so eine Nummer zum personenbezogenem Datum, wenn es mit der Adresse einer bestimmten Person zugeordnet werden kann. Was ist denn an ein paar Ziffern anders als an ein paar Buchstaben, die wir unseren "Namen" nennen.


    Unklar ist, was sie die armen Wiener Briefträger ihrem Job nachgehen können, wenn sie die Empfänger von Postsendungen nicht mehr auffinden kann.


    Die Welt ist ein Tollhaus.


    Ciao
    HaPe

    Hi,


    170 km und Google Maps schlägt 3 Stunden und 17 Minuten vor ... was eine eher theoretische Einschätzung ist. Setzt man 30 km/h als Duchschnittsgeschwindigkeit an plus Eincheck-Puffer, solltet Ihr vielleicht so gegen 6 Uhr morgens losfahren. Immer vorausgesetzt, es passiert zwischendurch nichts ungeplantes.


    Aber warum fliegt Ihr nicht von Bagan aus?


    Ciao
    HaPe

    Hi,

    Ich wollte nichts gegen Bayern und ihre Bewohner zum Ausdruck bringen, [..]

    Danke .. freut mich :) !


    Und ich frage mich, auf welche Zeit wir denn warten wollen und ob denn immer nur eine Aufgabe gleichzeitig von allen beteiligten Personen erledigt werden kann. Und wenn ja, was hat die höchste Priorität? Womit würden wir anfangen? Kita-Plätze, Weltfrieden, Eisbären, Plastik in den Weltmeeren?


    Ich glaube, das passt schon so. Wir haben genügend Kapazitäten um mehrere Aufgaben gleichzeitig anzugreifen. Ob allerdings das Konterfei unseres Ministerpräsidenten auf den Plakaten so gut gewählt ist, darüber könnte man diskutieren.


    Ciao
    HaPe

    Hi,


    mit einer dicken Kamera in der Hand kann kein Urlaub blöd sein. Wenn ich abends im Hotelzimmer liege und der rechte Arm ist nicht 3 cm länger als der linke, war es ein verlorener Tag :P .


    Ciao
    HaPe

    Hallo,


    das "Alte Rathaus" (Beitrag #1, Bilder #1 bis #5) ist neben dem Dom das bekannteste Bauwerk in Bamberg. So skurril wie sein Standort, ist auch seine Geschichte.


    Ende des 14. Jahrhunderts kam es zwischen den Bamberger Bürgern und der hohen Geistlichkeit zu einer Auseinandersetzung. Wenn man den alten Geschichten glauben darf, waren es nicht nur verbale Streitigkeiten, sondern ein handfester, blutiger Kleinkrieg, der mit vielen abgebrannten Häusern im Stadtgebiet endete. Als die Bamberger Bürger den Bischof darum baten, im Rahmen des Wiederaufbaus auch Platz für ein Bürgerhaus (= Rathaus) zu stiften, sagte dieser wutentbrannt, dass er keine fußbreit seines Grund und Bodens hergeben würde, damit sich die Bürgerschaft in einem eigenen Gebäude zusammenrotten und weitere Pläne gegen ihn aushecken könne. Die schlauen Bamberger Bürger nun rammten darauf hin Holzpfähle in die Regnitz und bauten ihr Bürgerhaus mitten in den Fluss, der durch Bamberg fließt. Damit war einerseits dem Willen des Bischofs formal genüge getan, andererseits wurde ihr Rathausprojekt dennoch umgesetzt. Der Brückenschlag über die herrschaftliche Grenze zwischen bürgerlich geprägten Inselgebiet (Bereich zwischen dem rechten und linken Regnitzarm) und dem bis heute bischöflichen Berggebiet, gab in der Folge dann Anlass für allerlei Spekulationen. Während die einen es als verbindendes Element sahen, meinten die anderen, es wäre Sinnbild für das Machtstreben der Bamberger Bürger in den Herrschaftsbereich der Geistlichkeit.


    Die heutige Ausprägung des Bauwerks im Stil des Barock und Rokoko erhielt das Rathaus im 18. Jahrhundert. Zwei Besonderheiten kann man auf Erhards Bild #5 gut sehen: Ein Stuckvorhang der Fassade hängt scheinbar über ein reales Fenster. Und (im gleichen Segment, nur ganz unten) ein Bein eines der gemalten Putten in dem Wandfresko ragt als Skulptur aus dem Bild heraus über den Absatz.


    Zu meiner Schulzeit war im Alten Rathaus ein Teil der bayrischen Staatsbibliothek untergebracht und ich kann mich noch erinnern, dort Bücher für Referate und Facharbeiten ausgeliehen zu haben. Heute ist es ein Museum mit wechselnden Ausstellungen und Exponaten.


    Auch das Alte Rathaus und die dazu gehörige Brücke tauchen in dem Film "Die drei Musketieren" auf, allerdings stark verfremdet mit viel mehr Brückenpfeiler als in der Realität existieren.


    Ciao
    HaPe

    Hi,


    okay, dann begeben wir uns mal in den Bereich der Spekulationen: Die Kettenbrücke (Beitrag #2, Bilder #6 und #7) ist der wichtigste (historische) Eingang zur Innenstadt. Ich kenne sie aus meiner Kindheit als völlig hässliche, gesichtslose Betonbrücke. Sie wurde 2009/10 ersetzt durch eine Pylonen-Stahlkonstruktion, die an ihr historisches Vorbild von 1829 angelehnt ist. Mich hat es damals total gefreut, dass man sich an diese historische Wurzeln erinnert und mal eine "hübsche" Brücke baut und nicht nur eine "billige / funktionale" Brücke.


    Es gilt nun als relativ gesichert, dass diese historische Kettenbrücke wiederum Vorbild war für die sehr viel größere Kettenbrücke in Budapest und (man höre und staune) sogar der Brooklyn Bridge in New York. Die Ähnlichkeit ist wirklich verblüffend. Nur der Maßstab ist ein anderer.


    Ciao
    HaPe

    Hi,


    die Alte Hofhaltung (Beitrag #2. Bild #1) ist übrigens alljährlich in den Sommermonaten Schauplatz der Calderon-Festspiele. Man muss sich vorstellen: Auf dem Bild sieht man nur eine Innen-Ecke. Der ganze Innenhof ist aber umringt mit diesem alten Gemäuern aus dem 15. Jahrhundert (und Resten aus dem 11. Jahrhundert). Und wenn dann die Schauspieler mit Pferden ankommen und alten Kutschen über das Kopfsteinpflaster heranratter ... eingerahmt von den vielen Schwalben, die zur Dämmerung immer im Innenhof ihre Kreise ziehen, dann ist das ein unvergleichliches Erlebnis für die Zuschauer.


    Im Film "Die drei Musketiere" (aus dem Jahr 2011 mit Christoph Waltz, Orlando Bloom, Milla Jovovich) gibt es ziemlich am Anfang eine Marktplatzszene, die in Gemetzel der drei Musketiere mit der Garde des Kardinals Richelieu mündet. Diese Szene wurde in diesem Innenhof gedreht. Ich denke, dafür hätte es keinen besseren Ort gegeben.


    Ciao
    HaPe

    Hi,


    und ich habe das Privileg, in dieser tollen Stadt wohnen zu dürfen (bzw. wenige km außerhalb). Sehr schöne Fotos.


    Interessant übrigens auch: Ganz viele Motive in Bamberg (gerade in der Altstadt) lassen sich vormittags besser ablichten als nachmittags. Nachmittags ist die Sonne an vielen Orten eher ungünstiger.


    Ciao
    HaPe

    Hi,

    Klar gibt's sowas: KLICK

    boah ... ab US$ 413 pro Person mit einer Übernachtung. Unfassbar, was mit den Preisen in dem Land passiert ist. Ich habe damals den völlig überzogenen Touristenpreis von US$ 16 gezahlt. Allerdings ohne Übernachtung und mit einem Schiff, mit dem auch Einheimische (zu einem Bruchteil meines Fahrpreises) gefahren sind. Dafür hat es einen netten Plausch mit dem Maschinisten gegeben. Es ging noch in der Dunkelheit los und nach Einbruch der Dunkelheit waren wir am Ziel.


    Ciao
    HaPe

    Hi,

    [...] dass sie auch im Februar auf unserer geplanten Route von Sydney nach Adelaide unterwegs sein werden.

    fährst Du die Strecke direkt durch das Landesinnere, oder nimmst Du die südliche Route an der Great Ocean Road entlang?


    Wenn letzteres der Fall ist, würde ich empfehlen knapp hinter Geelong und etwa 10 km bevor Du die Küste erreichst, einen kurzen Stopp an diesem Schild zu machen (in Fahrtrichtung links):



    Zum einen gibt es da einen wirklich tollen Cappuccino und Chai Latte und zum anderen ist da ein kleines, aber feines Museum mit Aborigines Art (großformatige Originale, keine Drucke). Auch wenn einem die Pünktchenbilder normalerweise nichts sagen ... wir waren total hin und weg als wir die Werke sahen. Leider durfte man in dem Museum keine Fotos machen, deshalb ... selber ansehen ;) .


    Ciao
    HaPe