Hallo,
Wir sind wieder gut zurück und haben einige sehr schöne und auch spannende Tage in Südkorea verbracht. Gerne teile ich unsere Eindrücke mit euch, nicht zwingend chronologisch und sonstwie gross geordnet und schön mit viel Prosa geschmückt - mehr als lose Gedanken- und Erinnerungssammlung. Wenn ihr zu dem einen oder anderen Thema mehr hören wollt dürft ihr gerne nachfragen.
Anreise und Ankunft in Seoul: Verlief soweit problemlos, bis am gepäckband einer unserer Koffer mit einem grossen gelben und blinkenden Anhänger auftauchte ... ab damit zum Zoll ... "haben Sie Messer dabei?" Ja natürlich reise ich immer mit Taschenmessern, die gehören einfach in meinen Hosensack. Das kleine schweizer Taschenmesser hat den freundlichen Zöllner nicht interessiert, dafür aber das etwas grössere Böker. er hat die Klinge gemessen und festgestellt, dass sie länger als 6cm ist. Das sei in Korea verboten... Mit meiner freundlichen Erklärung, dass das ein Sammlermesser und Geschenk meiner Frau sei und ich damit keinen Blödsinn anzustellen gedenke durfte ich es wieder einpacken. Danke
Wir sind dann mit der Metro bis "Station" gefahren, sobald man das System mit den Karten etc. einmal kapiert hat, geht das super einfach und zum Nachzahlen musste ich nach dem zweiten mal nicht mal mehr auf Englisch umschalten. Ps: Mit Bargeld ist das alles am einfachsten.
Dann die erste Hürde: Taxi zum Hotel. Erstens sind die meisten Taxen mit Gastanks im Kofferraum kaum mehr in der Lage Gepäck einer 4-Köpfigen Familie inkl. Familie aufzunehmen, bisschen zusammenrücken zu viert auf der Rückbank -> passt, Aber dann musste der Taxifahrer noch verstehen wo wir hinwollen, das war dann eine grössere Herausforderung. Haben dann das Taxi gewechselt und erst später habe ich gesehen, dass ich bei booking.com bei der Buchung eine Funktion "Anzeige der Adresse in Landessprache" habe, damit ging es dann einfacher.
Seoul ist mit Metro und zu Fuss eine wirklich gut und einfach zu besichtigende Stadt und bietet wirklich viele tolle Orte von Kultur über Kunst, Essen etc. Auf Sehenswürdigkeiten etc. will ich hier gar nicht so im Detail eingehen. Eher auf das Wetter ... wir wussten ja, auch von euch wurde das angemerkt, dass Juli Regenzeit ist. Im Hotel wurden Schirme zur Verfügung gestellt, meine Wetter-App sagte etwas von Regenschauern, habe keinen Schirm genommen... Sind dann zum secret garden, am Einlass dann auf allen Handys eine Warnung - nicht so ernst genommen - der Secret garden ist wirklich einen Besuch wert, die mit Schirm wurden bis auf die Haare gleich nass wie wir ohne, lediglich meine Fotokamera hat nach dieser Tour ihren langjährigen Dienst quittiert und womit musste ich den Rest des Urlaubes mit der kleinen Zweitkamera absolvieren ...
Essen in Seoul macht Freude, besonders lustig die Restaurants, in denen kein Englischgesprochen wird und die ersten Teller schon kommen, wenn man gefühlt noch nicht mal sitzt - wir haben es immer genossen und gutes Bier hat es auch! Am meisten bleibt mir der lebendige Oktopuss auf dem Markt in Erinnerung!
Dann das Mietauto bei Lotte "Station" abgeholt. Habe Lotte zuerst nicht gefunden und dann einen Polizisten gefragt "Lotte car rental" brachte keinen Erfolg, mit "Lotte rentacar" ging es dann und ich konnte pünktlich meinen Kia K5 mit englischem Navi in Empfang nehmen. Das mit dem Navi war dann immer wieder etwas spannend, aber wir haben es immer irgendwie mit Adresse, Namen, Telefonnummer etc. geschafft unsere Ziele zu finden und anzusteuern. Das Fahren in Seoul und generell Südkorea habe ich als sehr angenehm empfunden, Die Verkehrsregeln beim Abbiegen habe ich dann auch soweit herausbekommen, dass wir uns gut in den Verkehr einfügen konnten.
Dann ging es nach Jeonju ins Hanok village. Sehr wenig Gäste, wenn dann meist nur Tagesgäste die eine Nacht bleiben und nicht alle Attraktionen offen. Wir haben dann einige Tagesausflüge unternommen, immer Wetterabhängig und speziell die Klöster und Wasserfälle im Jirisin Nationalparkbleiben mir in guter Erinnerung.
Auch konnten wir einen Tag über die Landbrücke auf die Badeinsel Seonyu bei Sonnenschein fahren und dort zumindest etwas ins Wasser (nach kurzer Verhandlung mit den 1000 lifeguards und gross angeschriebenem Schwimmverbot). Den Kindern hat die Zipline gefallen und als praktisch die einzigen Touristen an dem Tag haben wir in einem kleinen Lokal zu Mittag gegessen, in dem es nur 1 Menu gab, dafür sehr lecker.
Dann weiter nach Busan, Auto abgegeben (in 2 Minuten erledigt) und mit der Metro zurück ins Hotel. In und um Busan hatten wir wenig Zeit, es gäbe aber doch einiges zu sehen und zu erleben, nicht nur das lustige kleine bunte Stadtviertel rund um den "kleinen Prinz".
Dann der Weiterflug nach Manila / Tacloban unproblematisch, die Rückreise via Ormoc und Cebu stand dann 2 Tage unter einem ungünstigen Stern aufgrund abgesagter Fähren wegen dem Taifun, hat aber dann doch alles gut geklappt und wir sind alle, bis auf die Kamera, gut und gesund wieder Zuhause angekommen.
Alles in Allem war es ein interessanter Urlaub, sicher nicht für jedermanns Geschmack und auch ich brauche jetzt einmal für längere Zeit keine Flughäfen und Fährhäfen mehr sehen... aber da kann Korea nix dafür 
Wenn ihr gerne mehr wissen und Fotos sehen wollt - mache ich bei Gelegenheit gerne.
Nochmals ein grosses Dankeschön an alle, die uns mit guten Ratschlägen bei der Planung und Vorbereitung geholfen haben.
Florian.