Posts by camper

    Naja, mir sieht die Truppe in Washington eher wie eine durchgeknallte Laienspielschar aus, sonst wüssten sie doch, dass sie sich nach dem WW II geradezu als Schutzmacht aufgedrängt haben. Immerhin ist die Ramstein Air Base ihr wichtigster Stützpunkt außerhalb der USA. Ich glaube wirklich nicht, dass sie das aufgeben werden.

    Ich finde, das "alte Europa" sollte mehr Selbstbewusstsein zeigen, und mit den Briten den Franzosen und den Polen (um nur die Größten zu nennen) an unserer Seite, müssen wir uns auch nicht vor den Russen fürchten.

    Wenn bei mir eine USA-Reise anstände, würde ich sie ohne Bedenken antreten.

    9/11 hat alles geändert, nicht nur in den USA, und das ist immerhin schon 23 Jahre her. Also müsste man sich inzwischen dran gewöhnt haben.

    In der Türkei war ich sechs mal, zuletzt mit dem Camper vor 7 Jahren. Da war Onkel Erdo schon lange in Power und seine Verdienste um die Wirtschaft im Lande wurden hoch geschätzt. Inzwischen hat sich das geändert. Aber die Deutschfreundlichkeit der Türken ist geblieben.

    Er hat vor einigen Jahren genau das gemacht: Er hat sein Nachtlager an einem unscheinbaren Ort in der Türkei aufgeschlagen, der prompt verboten war, ohne dass ein Hinweis, ein warnendes Schild oder gar ein Verbotsschild dort gestanden hätte. Beide sind recht lange in der Türkei inhaftiert gewesen wegen des Verdachtes für Syrien zu spionieren, ganz einfach weil sie in der Nähe der Grenze zu Syrien waren und schon mal in Syrien waren und auf dem Laptop Bilder aus Syrien gefunden wurden.

    Ja, ich habe auch sowas mal gelesen, und vielleicht reden wir hier vom selben Fall.

    ABER ich glaube mich zu erinnern, dass die Leute mit einem Mietwagen mit türkischem Kennzeichen unterwegs waren. Die Polizisten oder Militärs, die sie dann da in der Pampa verhaftet haben, konnten zunächst nicht erkennen, dass es sich um ausländische Touristen handelte. Und dann nahm das Unheil seinen Lauf, und keiner hatte mehr den Mumm, es zu stoppen.

    Wie gesagt: Ich bekam jede Nacht da draussen Besuch von der Staatsmacht, aber ich wurde nie wirklich gestört oder gar belästigt. Wahrscheinlich hat man mein D-Kennzeichen gecheckt und mich dann als harmlosen Deutschen eingestuft.

    Auf dem Foto sieht man meinen Camper am Nemrut. Natürlich habe ich da auch nachts gestanden, und niemanden hats gestört.


    Ein paar Sachen sollte man sich in der Türkei tunlichst abschminken.

    Man macht sich z.B. nicht lustig über den Atatürk - Kult und über Erdogan natürlich auch nicht. Man nimmt von antiken Stätten absolut NICHTS mit, auch nicht den unscheinbarsten Stein. Man lässt die Finger von jeder Art von Drogen, außer Alk, den gibt es in speziellen Geschäften.

    Ich als Camper halte mich von allem fern, was irgendwie nach Militär aussieht. Und trotzdem bekam ich jede Nacht Besuch von Polizei und/oder Militär. Meist ohne mich zu stören, aber das rot-blaue-Flackerlicht neben meinem Camper war nachts nicht zu übersehen.

    Bei Straßensperren (je östlicher, je öfter !) bewahrt man Ruhe und bleibt freundlich. Wenn man als Deutscher erkannt wird, hat man viel Kredit :)

    Man darf keinen Rechtsstaat im westlichen Sinne erwarten. Die Gewalt liegt nicht beim Gericht sondern beim Staatsanwalt, und der bekommt seine Anweisungen "von oben".

    Wenn ich die Nachrichten im TV richtig verstehe, spielen sich in Istanbul die Demos in der Gegend um den Taksim Platz ab. Das ist NICHT die Gegend, in der sich die Touristen bevorzugt aufhalten. Als Tourist ist man in der Regel in Sultanahmet unterwegs. Da sind die großen Sehenswürdigkeiten wie Blaue Moschee, Hagia Sophia, Topkapi Palast u.s..w.

    Und der aus der Hippiezeit bekannte Pudding Shop ist auch da :)

    Ich hätte keine Bedenken, jederzeit wieder nach Istanbul zu reisen.

    Natürlich kann man auch nach Sylt oder MeckPomm reisen. Aber dann ist man halt auf Sylt oder in MeckPomm.

    Und es ist ja nicht so, dass jeder USA-Reisende jetzt bei der Einreise sein Handy zum Auslesen hergeben muss. Das geschieht offenbar nur stichprobenweise und war schon vor Trump möglich.

    Ich bin von Tahiti kommend über LA eingereist, und nach einem kurzen Interview war ich drin. Kein Vergleich mit Australien, wo ich von zwei Officers stundenlag gegrillt wurde und bis zuletzt mit der Abschiebung rechnen musste, aber dann gings doch ins Land, aber die Prozedur hinterließ einen faden Beigeschmack.

    Man kann Trump nicht alles in die Schuhe schieben.

    Die legale Einreise in die USA wurde schon von seinen Vorgängern irrwitzig schwer gemacht, und dennoch gelingt sie Tag für Tag den allermeisten Ankommenden.

    Ja gut, Tony Wheeler, der Godfather aller Shoestring Traveler hat auf dem Höhepunkt seines geschäftlichen Erfolges mit den Lonely Planet - Reiseführern mal gesagt: " Je mehr Geld Du verfügbar hast, je besser wird die Reise." oder so ähnlich.

    Trotzdem möchte ich jeden, der nicht über unbegrenzte Mittel verfügt, ermuntern, sich auf den Weg zu machen. Gerade in Indien kann man mit ganz wenig Geld sehr viel erleben. Besonders wenn man sich Zeit lässt und sich nicht in ein enges Besichtigungsprogramm pressen lässt.

    Und wenn Indien dann doch irgendwann zu überwältigend zu werden droht, hüpft man schnell mal zur "Erholung" über die Grenze nach Nepal oder Sri Lanka. Da geht es deutlich entspannter zu ;)

    Naja, solange sie sich da in Wagah - Border nur gegenseitig anbrüllen und die Finger vom Abzug lassen, ist doch noch alles gut. Immerhin ist das z.Zt. der einzige offizielle internationale ( Straßen- ) Grenzübergang zwischen Indien und Pakistan.

    Ich bin am Vormittag da vorstellig geworden, und es herrschte Ruhe. Die Abfertigung war auf beiden Seiten problemlos.

    Tolle Fotos !

    Man bekommt direkt Appetit auf Linsenbrei und Blumenkohl :)

    Damals durfte man auch als Tourist in der Großküche essen. Aber man durfte nicht im Schlafsaal übernachten, weil Bhindranwale anwesend war ( zu gefährlich ).

    Jahre Später war Bhindranwale tot, und die Frau, die seine Ermordung befohlen hatte, war auch tot, erschossen von ihren Sikh - Leibwächtern. Und die Kampfspuren am Goldenen Tempel waren beseitigt worden.