Posts by karina

    Oh, was für eine schreckliche Situation für Euch.

    So wie Du es beschreibst, hätte ich mir da auch keine Gedanken gemacht um kurz zu parken. Vermutlich passiert so etwas innerhalb Sekunden, ein Koffer ist ja noch im Auto.
    Die privaten Sicherheitskräfte vor Supermärkte oder so, ich weiß nicht so recht, ob die da wirklich eingreifen wollen. Auch die Kameraüberwachung scheint nicht abzuschrecken.

    Hoffentlich habt Ihr dennoch die Reise einigermaßen gut weitergeführt.

    Die Nacht vor dem Rückflug verbrachten wir wieder in Xiva im vertrauten guesthouse, hier brachte uns der sehr zuvorkommende Chef persönlich am frühen Morgen zum Flughafen nach Urgench.

    Die Reise war für uns sehr gelungen und ein schönes Erlebnis.

    Viele Grüße an alle, die bei meinem Berichten bis hierher mitgereist sind.

    Vielleicht sagt der eine oder die andere auch bald

    Assalomu alaykum 🇺🇿

    Die kommende Übernachtung verbrachten wir etwas außerhalb von Xiva.

    Ich übernachte gerne in ungewöhnlichen Unterkünften, dazu war hier eine gute Gelegenheit in einer Jurte die Nacht zu verbringen. Die Jurte die war traditionell gebaut und innen luxuriös ausgestattet.

    Die ganze Anlage war hübsch an einem See gelegen mit zahlreichen Sitzgelegenheiten aber das Wetter spielte leider nicht mit. Auch das Restaurant war in einer großen Jurte untergebracht, beim Frühstück überraschte uns eine WMF Kaffeemaschine.

    Einen Tag unternehmen wir einen Ausflug in die Wüste Kysylkum zu den Festungen von Ayaz Kala.

    Wieder sehr wüstes Wetter statt Wüstenwetter, ca 10 Grad, teils Nieselregen, windig und ein paar sonnigen Momenten.. Der Weg ging steil hinauf, oben eine Hochebene umgeben von Mauer Fragmenten.



    Die nächste Festung war teils restauriert, und so einfacher zugänglich, von der ursprünglichen Festung waren teils eingefallene Gewölbe und Mauern zu sehen.

    An Souvenirs gibt es viel traditionelles zu kaufen, von Kleidung, Wolldecken bis zu den Fellmützen.


    Die Fellmützen werden gerne auch ausgeliehen, ums sich damit fotografieren zu lassen.

    wenn so so viele Männer geduldig draußen zusammen sitzen das kann nur eins bedeuten: Ihre Frauen sind drinnen beim Shopping

    Die Touristenpolizei hat ein Auge auf alles

    diese nette Mädels hätten uns etwas von ihrem Brot abgegeben

    Xiva ist wie ein Freilichtmuseum, die Altstadt Itchan Kala ist von einer hohen Stadtmauer umgeben, der historische Stadtkern ist autofrei. Teils befördern Golfwägelchen die Besucher von außerhalb.

    Die einzelnen Gebäude, Türme und Moscheen kann ich nicht mehr namentlich benennen. In Xiva hat bei mir er Zustand „overtempled“ eingesetzt, das kenne ich von Reisen nach Asien, wenn viele Tempel zur Besichtigung anstehen. Jedes Gebäude war wunderbar, aber dennoch haben wir in den letzten Tagen viele ähnliche gesehen. So ließen wir uns hauptsächlich durch die Gassen treiben und entdeckten dabei nette Plätze, Gebäude und Geschäfte.








    Die Zugfahrt nach Xiva im Schlafwagen dauerte etwas über 6 Stunden, landschaftlich war die Strecke eintönig und uninteressant.

    Ankunft in Xiva nachmittags, die Stadt ist eine Wüstenoase, das Wetter war leider eher wüst statt wüstenhaft. Der Wetterbericht sagte dazu Staubregen und genau so unangenehm war es: windig, kalt, brauner Himmel, staubig, es knirschte zwischen den Zähnen. Als es dann noch zu regnen anfing war zumindest der Staub weg….

    So beendeten wir bald die erste Erkundung von Xiva mit dem Abendessen im nächstgelegenen Restaurant.

    Am nächsten Morgen schien wieder die Sonne und blauer Himmel lockte uns noch vor dem Frühstück zu einem Spaziergang.

    Was für ein Vergleich zu gestern !



    Hallo Sabine und kiki,
    bevor ich meinen Bericht mit der letzten Station Xiva fortsetze, komme ich jetzt doch gleich zum vorgezogenen Resümee und damit zur Beantwortung Eurer Fragen.

    Die Zugtickets habe ich direkt über die App/Internetseite der usbekischen Bahn, Uzrailwaystickets, gebucht. Die Sprache kann man auf englisch einstellen, nach Registrierung konnte ich relativ einfach buchen und per Kreditkarte bezahlen. Hat super geklappt.
    Es wird empfohlen, die Tickets 45-60 Tage im Voraus zu buchen, bei meinen Käufen waren es ca. 45 Tage, es war schon sehr gut gebucht, vor allem die schnellen Verbindungen mit dem Afrosiyob.
    Transfer per Bus/Auto wäre wesentlich zeitaufwendiger gewesen.

    Das Land ist ein Ziel für kulturell interessierte, bevorzugt wird es als organisierte Gruppenreise angeboten, es ist jedoch sehr gut individuell möglich, trotz der Sprachbarrieren. Als Fremdsprache wird hauptsächlich russisch gesprochen.

    Gebucht habe ich einen Gabelflug, Ankunft in Taschkent, Rückflug ab Urgench. Es gibt auch die Möglichkeit eines Inlandsflugs von Urgench nach Taschkent.

    Transport vor Ort per App Yandex mit Barzahlung, die Fahrten haben zwischen 1 - 3 Euro gekostet.

    Unterkünfte habe ich über booking gebucht, das Frühstück war überall dabei und reichhaltig. Hier habe ich darauf geachtet, dass es kleinere Unterkünfte/guesthouses sind, mit Lage mitten in der Altstadt, nur in Taschkent war unser guesthouse in einem Wohnviertel.
    So konnte man morgens, manchmal noch vor dem Frühstück, oder abends einen Spaziergang unternehmen. Wir wurden überall sehr gut aufgenommen auch wenn die Kommunikation hakelte. Dusche, Toilette waren modern, vieles schien in den letzten Jahren hergerichtet. Eine Übernachtung für 2 Personen hat durchschnittlich 50 Euro gekostet.

    Bei den Restaurants haben wir auf eine englische Speisekarte Wert gelegt. In Taschkent habe ich bei einigen Bewertungen von Restaurants gelesen, die zwar eine bebilderte Speisekarte hatten, jedoch ohne Preise und es dann zu „Missverständnissen“ bei der Rechnung kam. Das war bei uns nie der Fall, für ein Essen für 2 Personen mit Getränken lagen wir bei durchschnittlich 30 Euro. Bezahlung manchmal ausschließlich per Kreditkarte.

    Die Auswahl auf den Speisekarten war etwas eintönig, Plov, Fleisch, vor allem gegrilltes Fleisch, Kartoffeln, Lagman (hausgemachte Nudeln) und Salate. Es hat geschmeckt, aber kulinarisch für uns kein Highlight.
    Für Vegetarier ? Habe jetzt leider darauf nicht geachtet, aber bereits viele Salate waren mit Fleischbeilage, und Gemüse gab es vor allem als Grillgemüse. Plov sollte auch ohne Fleisch gehen. Doch mit einer guten Übersetzung wird vielleicht das eine oder andere in der Küche möglich gemacht….
    Bier, Wein und andere Spirituosen gibt es in den meisten Restaurants, wobei der Wein teuer ist und uns nicht geschmeckt hat. In Supermärkten kann man keinen Alkohol kaufen, in kleineren Läden manchmal.

    Bei uns im April war das Wetter sehr wechselhaft und teilweise regnerisch kalt, vielleicht ist der Herbst hier die bessere Reisezeit, zumal die Landschaft dann grüner ist, und auch das Angebot an Obst und Gemüse größer ist. Die Melonen aus Usbekistan haben einen sagenhaften Ruf, die sollen sehr saftig sein und süß schmecken.

    Die 12 Tage waren für unsere Route ausreichend geplant.

    Uns hat Usbekistan als Reiseziel begeistert.

    Bummeln in der Altstadt von Buchara ist angenehm, Fußgängerzonen verbinden die Toki (Basare mit Kuppeldächer) hier fallen mir zum ersten Mal auch Teppichgeschäfte auf, eigentlich ich an den Orten entlang der Seidenstraße davon viel mehr erwartet.

    Der zentrale Platz ist der Po-i-Kalan mit der Moschee und dem 47 Meter hohen Kalan Turm.

    Auf dem belebten Platz war der Verkäufer mit roten Luftballons ein hübscher Farbtupfer, für Fotos hat er die Luftballons auch ausgeliehen.

    Die Altstadt hat neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten ein großes Angebot für Touristen, jedoch nirgends, und das war in ganz Usbekistan so, trafen wir auf aufdringliche Händler.

    Ich habe mal gelesen „der wahre Orient ist freundlich und zurückhaltend“.



    Pelzmützen und Jacken scheinen auch nachgefragt….

    In Buchara findet man viele traditionell und hübsch eingerichtete Restaurants und Sitzgelegenheiten im Freien, etwa um den künstlich angelegten See herum.


    Samarkand hat uns richtig gut gefallen, mehr Leben auf den Straßen, kleine Geschäfte, eine gute Stimmung.

    Weiterfahrt von Samarkand nach Buchara wieder mit dem Afrosiyob, Fahrzeit 1 3/4 Stunden.

    Hier stand unser Taxifahrer vor einer Herausforderung.Sämtliche Zufahrten in die Altstadt, wo sich unser Unterkunft befand, waren von Polizeisperren blockiert. Das Navi bot keine weitere Option, schließlich parkte er sein Auto und begleitete uns zu Fuß zum guesthouse.Das üppige Trinkgeld dafür wollte er zuerst gar nicht annehmen, der reine Fahrpreis für diese 30minütige Fahrt betrug 2,50 Euro .

    Unser Zimmer war in einem Haus in der Altstadt, sowohl die Familie als auch die Gästezimmer gingen zum Innenhof, traditionell eingerichtet, im Eingangsbereich ein großer Kühlschrank und sogar eine Waschmaschine. Bei allen Türrahmen musste man sich bücken -Verletzungsgefahr für den Kopf- sie waren sogar für meine 1,63 Meter zu niedrig. Einen Schlüssel haben wir nicht bekommen, abschließen nicht nötig. Wir wurden mit Wasser, Saft, Tee und Gebäck begrüßt.


    Hier erfuhren wir nun auch -der Chef Azamat spricht hervorragend englisch- den Grund der Straßensperren und Polizeipräsenz: ein Treffen der Staatschefs von Usbekistan und Kasachstan findet heute in Buchara statt.

    So trafen wir später in der der Altstadt hauptsächlich dunkel gekleidete Security und Polizisten an.


    Sicherheitskontrolle in der Altstadt wegen Staatsbesuch