Hallo Sabine und kiki,
bevor ich meinen Bericht mit der letzten Station Xiva fortsetze, komme ich jetzt doch gleich zum vorgezogenen Resümee und damit zur Beantwortung Eurer Fragen.
Die Zugtickets habe ich direkt über die App/Internetseite der usbekischen Bahn, Uzrailwaystickets, gebucht. Die Sprache kann man auf englisch einstellen, nach Registrierung konnte ich relativ einfach buchen und per Kreditkarte bezahlen. Hat super geklappt.
Es wird empfohlen, die Tickets 45-60 Tage im Voraus zu buchen, bei meinen Käufen waren es ca. 45 Tage, es war schon sehr gut gebucht, vor allem die schnellen Verbindungen mit dem Afrosiyob.
Transfer per Bus/Auto wäre wesentlich zeitaufwendiger gewesen.
Das Land ist ein Ziel für kulturell interessierte, bevorzugt wird es als organisierte Gruppenreise angeboten, es ist jedoch sehr gut individuell möglich, trotz der Sprachbarrieren. Als Fremdsprache wird hauptsächlich russisch gesprochen.
Gebucht habe ich einen Gabelflug, Ankunft in Taschkent, Rückflug ab Urgench. Es gibt auch die Möglichkeit eines Inlandsflugs von Urgench nach Taschkent.
Transport vor Ort per App Yandex mit Barzahlung, die Fahrten haben zwischen 1 - 3 Euro gekostet.
Unterkünfte habe ich über booking gebucht, das Frühstück war überall dabei und reichhaltig. Hier habe ich darauf geachtet, dass es kleinere Unterkünfte/guesthouses sind, mit Lage mitten in der Altstadt, nur in Taschkent war unser guesthouse in einem Wohnviertel.
So konnte man morgens, manchmal noch vor dem Frühstück, oder abends einen Spaziergang unternehmen. Wir wurden überall sehr gut aufgenommen auch wenn die Kommunikation hakelte. Dusche, Toilette waren modern, vieles schien in den letzten Jahren hergerichtet. Eine Übernachtung für 2 Personen hat durchschnittlich 50 Euro gekostet.
Bei den Restaurants haben wir auf eine englische Speisekarte Wert gelegt. In Taschkent habe ich bei einigen Bewertungen von Restaurants gelesen, die zwar eine bebilderte Speisekarte hatten, jedoch ohne Preise und es dann zu „Missverständnissen“ bei der Rechnung kam. Das war bei uns nie der Fall, für ein Essen für 2 Personen mit Getränken lagen wir bei durchschnittlich 30 Euro. Bezahlung manchmal ausschließlich per Kreditkarte.
Die Auswahl auf den Speisekarten war etwas eintönig, Plov, Fleisch, vor allem gegrilltes Fleisch, Kartoffeln, Lagman (hausgemachte Nudeln) und Salate. Es hat geschmeckt, aber kulinarisch für uns kein Highlight.
Für Vegetarier ? Habe jetzt leider darauf nicht geachtet, aber bereits viele Salate waren mit Fleischbeilage, und Gemüse gab es vor allem als Grillgemüse. Plov sollte auch ohne Fleisch gehen. Doch mit einer guten Übersetzung wird vielleicht das eine oder andere in der Küche möglich gemacht….
Bier, Wein und andere Spirituosen gibt es in den meisten Restaurants, wobei der Wein teuer ist und uns nicht geschmeckt hat. In Supermärkten kann man keinen Alkohol kaufen, in kleineren Läden manchmal.
Bei uns im April war das Wetter sehr wechselhaft und teilweise regnerisch kalt, vielleicht ist der Herbst hier die bessere Reisezeit, zumal die Landschaft dann grüner ist, und auch das Angebot an Obst und Gemüse größer ist. Die Melonen aus Usbekistan haben einen sagenhaften Ruf, die sollen sehr saftig sein und süß schmecken.
Die 12 Tage waren für unsere Route ausreichend geplant.
Uns hat Usbekistan als Reiseziel begeistert.