Posts by S@bine

    Ich führe seit Ende der Neunziger Reisetagebuch und kaufe mir dazu DIN A5 Bücher mit Blankoseiten (keine vorbereiteten für Reisen, alle die ich bisher sah, fand ich doof). Dort schreibe ich in der Regel kurz auf, was wir so tagsüber gemacht haben. Manchmal mache ich das taggleich, manchmal muss ich aber auch mehrere Tage aufholen, wenn diese einfach zu prall gefüllt waren oder ich keine Lust habe, dann fallen auch schon mal Notizen ziemlich knapp aus. Außerdem klebe ich dort Flyer ein, Eintrittskarten (letzthin leider nicht mehr, weil man immer mehr Bons auf dem Thermopapier erhält, die ganz schnell verblassen), Aufkleber etc. Ich schreibe da aber nichts so ausführlich auf, wie später in meinen Reiseberichten.


    Sehr bedauere ich, dass ich das nicht von Beginn an gemacht habe. Ich kann mich zwar an unglaublich Vieles erinnern, aber das eine oder andere Detail entnehme ich doch meinen Notizen. Es ist eine wunderbare Erinnerung, wie ich finde.


    Was ich an dem Tag gegessen habe, ist für mich absolut nicht wichtig. Wenn es irgendetwas Besonderes war, ob gut oder schlecht, findet es schon mal Erwähnung. Genauso wenig, wie ich auch Essen nicht fotografiert habe. Seit kurzem mache ich das hin und wieder, meistens vergesse ich es jedoch. Foodbloggerin werde ich nicht mehr.


    Während der Reise schreibe ich keine Reiseberichte, da genieße ich lieber die Zeit vor Ort. Manchmal poste ich ein Bilder, dann aber nur Handybilder/-schnappschüsse.


    Es gibt auch immer wieder mal ein paar Reisen, da führe ich kein Reisetagebuch, ist aber eher selten.


    Auf irgendwelche Statistiken lege ich keinen großen Wert. Kilometerangaben habe ich im Vorfeld bei der Reiseplanung bei Selbstfahrerreisen bereits kalkuliert und erfasst in meiner Gesamtübersicht. Da erfasse ich auch die Kosten. Kosten vor Ort während der Reise schreibe ich nicht auf - bei den Kosten für solch eine Reise, ist es mir ehrlich gesagt egal, ob der Eintritt nun 5 Euro oder 6 Euro (nur ein Beispiel) kostet. Hier gilt natürlich wieder, fällt irgendetwas mal aus dem Rahmen, kann es sein, dass es in meinem Reisetagebuch Einzug hält. Wir legen im Vorfeld ein Budget fest für alle Ausgaben vor Ort und meist können wir es einhalten oder liegen drunter.


    Ich kann leider nicht annähernd so zeichnen wie ND, würde ich das können, wäre das noch eine wunderbare Ergänzung fürs Reisetagebuch.

    Hallo zusammen,


    ich reiche hier ein paar Bilder aus dem ersten Teil nach - war gestern Abend schon spät, wollte das eigentlich da bereits machen:


    Hacienda Los Andes




    Valle del Elqui:





    Hauptdomo der Elqui Domos:




    Lincancabur:




    Kirche in San Pedro de Atacama:




    Laguna Lejar:




    Flamingos über dem Salar de Atacama:




    an der Hochlandlagune Miscanti:





    Viele Grüße

    Sabine

    Hallo Angelika,


    schön, dass Du schon etwas/alles vom ersten Teil gelesen hast.

    Seid Ihr auch im Valle del Elqui und Valle Hurtado gewesen?


    Was macht Ihr jetzt für eine Tour? Hast Du noch ein Schiff bekommen?

    Welche Klasse fliegt Ihr denn wg. des Sitzplatzes?

    Der Flug mit der LH ist bereits seit vielen Jahren ein Nachtflug, das wurde geändert. Aber die Maschine geht kurz vor zehn abends, wie kommst Du auf 18:00 Uhr?


    LG

    Sabine

    Hallo zusammen,


    so lautet der Titel meines Berichtes, den ich gerade für meine Seite aufarbeite, die ersten 10 Reisetage sind fertig. Vielleicht hat jemand Lust, reinzuschauen (Achtung: Die ersten Reisetage sind etwas textlastig, danach gibt es aber reichlich Fotos):


    Reiseberichte von 6 Kontinenten - Passionate about Travel


    Viele Grüße

    Sabine

    Wir waren 2 x in Neuseeland, vor fast 30 Jahren und vor fast 20 Jahren, beide Male mit Mietwagen und festen Unterkünften. Ich würde es auch wieder so machen, da ich nur gerne im Camper bin, wenn ich „Schönwettergarantie“ habe, das ist in NZ nicht der Fall, obwohl wir beide Male nicht über das Wetter klagen konnten, obwohl wir jeweils im November da waren.


    Beide Male sind wir zumindest eine Strecke durchgeflogen in Economy, einmal mit mehreren technischen Stopps via Australien mit der Qantas (Rückflug einen 1-wöchigen Stopover in Australien) und einmal über LA, da waren wir zu Anfang eine Woche auf den traumhaften Cooks, geflogen mit LH und Air New Zealand. Zurück dann mit zwei 12 Stunden Flügen und 2 Stunden Aufenthalt in LA, das fand ich eigentlich seinerzeit eine sehr gute Verbindung. Heute würde ich diesen langen Flug, egal ob über Asien oder Nordamerika, wohl nur noch in der Business Class machen wollen, aber damals waren wir jünger … aber ich fand die Flüge wirklich heftig und auch mit der Zeitverschiebung hatte ich einige Tage zu kämpfen, mehr Zeitverschiebung geht ja nicht.


    Gerade als Arbeitnehmer/-in hat man zudem oft nicht so viele Wochen für eine solche Reise zur Verfügung und wir waren jeweils auch nur 3 Wochen auf den Inseln, aber haben beide Male Nord- und Südinsel besucht. Ich weiß, zumeist raten dann viele nur zum Besuch einer Insel, ich sehe das ganz anders, warum sollte man sich beschränken auf eine, ich finde der Reiz von NZ ist die Vielfalt, im einzelnen gesehen gibt es vieles, was woanders größer und eindrücklicher sein mag, aber bei der Vielfalt kenne ich wenige andere Länder, die dort mithalten können … und um die Vielfalt kennenzulernen, ist es m. E. gut, beide Inseln zu besuchen. Wir haben uns jeweils einen Teil rausgesucht (z. B. Bay of Islands bei der ersten Reise, Coromandel bei der zweiten, Fjordland mit Heliflug über Doubtful Sound auf der ersten Reise, Abel Tasman, Otago Halbinsel und Kaikoura auf der zweiten Reise, nur das vulkanische Zentrum auf der Nordinsel musste bei beiden Reisen sein), es liegt liegt ja „nur“ eine Fährfahrt von etwa drei Stunden zwischen beiden Inseln und wir hatten beide Male einen Gabelflug. Einen Camper konnte man damals mitnehmen, der Mietwagen wurde vor der Fährüberfahrt abgegeben und dann nach Ankunft auf der anderen Insel wurde ein neuer aufgenommen, alles bei uns völlig unproblematisch.


    Der für uns absolute Höhepunkt (Heliflug nach White Island und zu Fuß über die Insel) ist leider nicht mehr möglich, aber es gibt so viel zu sehen, dass man viele Wochen auf den Inseln verbringen kann. Vielleicht fliegen wir auch noch einmal hin, wenn der Flug nur nicht wäre … der schreckt uns eigentlich am meisten ab.


    Unsere beiden Reisen liegen nun schon so lange zurück, ich weiß gar nicht, ob es da überhaupt schon die Buchungsportale gab. Wir haben damals noch ganz herkömmlich über Reisebüro und direkt gebucht, teilweise sogar noch via Fax 8|.

    Hallo liebe Angelika,


    ich komme erst heute dazu, etwas zu Deinem tollen Bericht zu schreiben … denn ich war selbst in Urlaub, nichts Spektakuläres, aber wunderbar erholsam (Madeira).


    Es ist klasse, einen Bericht aus Gabun zu sehen und ich hatte Dir ja bereits im Vorfeld geschrieben, dass ich das ein total spannendes Reiseland finde, hauptsächlich wegen der Tierwelt. Ein Bericht über die Eisenbahnstrecke, den ich vor einigen Jahren mal gesehen habe (ich glaube, das war aus der Serie Eisenbahnromantik), hat mir auch gut gefallen. Für den Film Palmen im Schnee sind auch einige Passagen in Gabun gedreht worden, soweit ich mich erinnere und ich weiß noch, dass ich davon auch sehr begeistert war. Auch wenn ich wahrscheinlich nicht nach Gabun kommen werde, bin ich Deinem Bericht sehr gerne gefolgt, Ihr hattet wunderbare Sichtungen und ich habe mich sehr für Euch gefreut, dass Ihr die Flachlandgorillas gesehen habt. Vielen lieben Dank für den wunderbaren Bericht mit schönen Fotos aus einem sehr eindrucksvollen Land!!!


    Überhaupt freut es mich sehr für Euch, dass es eine richtig gelungene Reise war nach dem ganzen Ärger im Vorfeld.


    Ich finde es auch sehr interessant zu lesen, wie interessiert und gebildet die Guides sind. Das ist ein Punkt, der auch einen großen Teil des Erfolges einer Reise ausmacht. Wie wurde hier so schön geschrieben, es macht etwas aus, wenn er nicht Moses heißt. ;)


    Sao Tomé werde ich mir noch anschauen, da bin ich auch sehr gespannt.


    Danke noch einmal.


    Viele Grüße


    Sabine

    Oh, Boy George war auch da :)


    Felix, Du bist wirklich eine coole Socke!!!

    Mein Respekt vor Deinem Mut, alle Achtung - und wie Birgit so mehr oder weniger schon schrieb (und mit einem Adjektiv beschrieb), Du kannst es tragen ;).


    Der CSD selbst wär zwar jetzt nicht so meine Veranstaltung, wobei ich aber sagen muss, dass ich die vielen bunten Impressionen, die Du zeigst, doch sehr interessant finde.

    Hallo Angelika,


    super, dass Du hier von Deiner Reise schreibst. Ich bin sehr gespannt, was Ihr alles in Gabun erleben und sehen werdet, Du weißt ja, dass ich das Ziel sehr spannend finde, selbst aber wohl nie hinkommen werde. Umso mehr freue ich mich, dass es einen Bericht von Dir gibt!


    Von dieser Airline, mit der Ihr von Ghana nach Gabun geflogen seid, habe ich noch nie gehört.


    Es freut mich, dass Du ein paar Tipps von mir genutzt hast und es Dir gefallen hat in Lissabon.


    Genießt die Zeit! Viel Spaß!


    Sabine

    Auch Dir, lieben Dank, Gusti!


    Es waren in der Gruppe schon welche im südlichen Afrika, auch auf Gruppenreise. Also, kein absolutes Neuland, aber O-Ton einer Mitreisenden „Wir machen gerne betreutes Reisen“.


    Ich glaube, ein Problem war schon einmal, dass ich eine alleinreisende Frau war, die auch ihre Meinung sagt und zwar auch zur Performance des Guides.


    Wir mögen es schon sehr gerne, in einigen afrikanischen Ländern zu reisen, wobei es seit einigen Jahren aufgrund des Geschehens auf Dombo doch getrübt ist. Aber ist ja gut, dass die Geschmäcker verschieden sind. Vielleicht versucht Ihr es ja doch irgendwann mal.


    Liebe Grüße auch an Redfloyd.

    Sabine

    Danke Claudia!


    Die Serengeti ist wirklich eine Reise wert. Ich würde auch noch einmal hin, aber da ich das allein machen müsste, wird es wohl eher nichts. Was ich allerdings weiß, ich habe nicht vor, noch einmal zum Marafluss zur Migration zu reisen.


    Ja, unbedingt eine Fliegenklatsche mitnehmen - sie rettet sogar Leben!

    Ich nehme an, das Trinkgeld für Moses ist eher nicht so dolle ausgefallen und er wird dich ebenso nachhaltig in Erinnerung behalten wie du ihn. :cry:


    Auf alle Fälle danke für ein paar Stunden "Out of Africa" beim Lesen und den Tipp mit der Fliegenklatsche. Wenn die hilft, die süßen, nützlichen Geckos zu retten, werde ich nun auch immer eine mitnehmen!

    Danke Birgit!


    Eigentlich passt das gar nicht zu mir, aber nach der Reise hatten wir privat einige Herausforderungen (Pflegefall) und da hatte ich irgendwie überhaupt keinen Kopf und Lust mich damit zu beschäftigen. Selbst jetzt, als ich den Bericht geschrieben habe, habe ich mich wieder darüber geärgert. Ich habe sogar schon überlegt, ob ich den Bericht an den Veranstalter sende, aber eher nicht, weil es ohnehin nichts bringen wird nach dieser Zeit.

    Ich werde als Nächstes eine Reise für einen Bericht raussuchen, die mich glücklich macht. Das braucht jetzt meine Reiseseele.


    Das Trinkgeld ist - soweit ich es mitbekommen habe - in normalem Rahmen von den anderen geflossen. Ich habe ganz wenig gegeben, da das auch an die Fahrer ging. Wir sind in der Regel großzügige Trinkgeldgeber, wenn wir zufrieden sind, aber in diesem Fall definitiv nicht.


    Ich liebe Geckos und habe echt Blut und Wasser geschwitzt, dass ich den Kleinen da raus bekomme. Der hat mir sooo leid getan.

    Die Gleichgültigkeit der Mitreisenden hätte mich auch wahnsinnig gemacht. Ich bin auch jemand, die sich ordentlich vorbereitet und eigentlich genau weiß, was an den Reisetagen ansteht. In der Gegend herum zu irren und den Weg nicht zu kennen ist absolut inakzeptabel. Aber wenn man dann den Mund aufmacht und von den Mitreisenden keine Unterstützung erhält ist einfach traurig.

    Danke Kerstin!


    Nach der Reise habe ich mit einem Teilnehmer noch einmal telefoniert, weil ich ihm während der Reise geholfen hatte und wir daher noch Kontakt hatten. Aber das ist eine andere Geschichte. Da haben wir uns auch über Moses Performance unterhalten und es kam dann auch Zustimmung, dass einiges nicht gepasst hat. Ich nehme an, vielleicht wollte man auch während der Reise keine Konflikte - aber ist nur eine Annahme.

    Bei dem Heiratsersuchen des Massai musste ich natürlich sofort an Buch bzw. Film "Die weiße Massai" denken.

    :) Hier hätte es wohl bereits den ersten Ehekrach gegeben. ;)


    Ein wenig wundert mich auch die Duldsamkeit Deiner Mitreisenden bezüglich der ärgerlichen, ganz und gar vermeidbaren und völlig unnötigen Defizite im Reiseverlauf wg. der unprofessionellen Leistung des Guides Moses. Immerhin hat der historische Mose auch lange 40 Jahre gebraucht, bis er das Volk der Israeliten kreuz und quer durch die Sinai unter erheblichen Verlusten ins gelobte Land führte.

    Danke Felix, dass Du mitgereist bist und für Deine Kommentare!


    Ich habe damals das Buch „Die weisse Massai“ gelesen (beim Film bin ich nach einigen Minuten ausgestiegen) und konnte damit nicht so richtig warm werden, auch wenn ich es bis zum Ende durchgezogen habe.


    Mich hat es auch gewundert … aber wahrscheinlich, so nehme ich an, ist es doch eher Standard, anders kann ich es mir nicht erklären, dass das Trinkgeld für diese „Leistung“ geflossen ist.


    Ja, der Namensvetter brauchte 40 Jahre, aber er hatte auch kein GPS und keine Karten ;) (gut, unser M. auch nicht

    :rolleyes:).

    Fazit


    Wie formuliere ich am besten das Fazit, zu einer Reise, mit deren Bericht ich wahrscheinlich viele Klischees bediene. Natürlich könnte ich schreiben, alles war toll, alles super, seht her, was ich alles gesehen habe, aber das ist nicht mein Anspruch. Schreibe ich einen Reisebericht, in dem ich alles in Rosarot darstelle, dann habe ich es auch während der Reise so erlebt. Natürlich ist alles immer nur subjektiv, einfach aus meiner Sicht und Empfindung heraus betrachtet.


    Nun, ich komme zu dem Schluss, dass ich einfach damit beginne, was mir gut gefallen hat.


    Gut gefallen haben mir die äußerst komfortablen Flüge mit Qatar Airways. Die Q-Suite hat die ohnehin tollen Business Class Flüge mit dieser Airline zuvor noch einmal getoppt. Die Unterkünfte auf der Reise waren ausnahmslos klasse, besonders gut gefallen hat es mir im Lake Natron Camp sowie in der Hatari Lodge, obwohl beide wahrscheinlich nicht die luxuriösesten aller Unterkünfte auf der Reise waren, aber das Drumherum hat einfach noch einmal ein klein wenig mehr für mich gepasst. Allerdings waren im Vorfeld entsprechende Unterkünfte auch ein Auswahlkriterium der Reise.


    Auch wenn ich diese nicht explizit eingeplant hatte, geschweige denn selbst bei einer Individualtour in Betracht gezogen hätte, die Besuche im Dorf und im Kindergarten sowie die daraus resultierenden Begegnungen haben mich zutiefst berührt, so gerne hätte ich dafür noch mehr Zeit gehabt. Diese Programmpunkte möchte ich keinesfalls missen und kann ich nur jedem ans Herz legen abseits einer jeden Safari. Überhaupt finde ich es sehr gut, dass sich der Veranstalter entsprechend engagiert und ich somit mit einem Teil meines Geldes – so hoffe ich zumindest – etwas Gutes tun konnte.


    Die Tierwelt und der Lake Natron waren darüber hinaus meine persönlichen Highlights, auch wenn ich für beides ebenfalls gerne mehr Zeit gehabt hätte.


    Somit wären wir bereits schon bei den Dingen, die ich persönlich verbessern würde und die mich gestört haben.


    Im Nachhinein muss ich sagen, würde ich diese Route planen, würde ich zu Anfang einen Tag einsparen, um diesen in der Serengeti zu nutzen sowie einen Tag am Ende im Shu’mata Camp - so schön es dort auch ist -, um diese eingesparte Zeit am Lake Natron zu nutzen. Zwei Nächte wären am Lake Natron meiner Meinung nach wesentlich sinnvoller.


    Aber ich denke, gerade eine Nacht länger in der Serengeti könnte möglicherweise den Reisepreis nach oben treiben. Ggf. könnte das auch für die Verlängerung am Lake Natron gelten, auch wenn sicherlich das Camp dort günstiger sein wird als das Shu’mata Camp, dafür würden die Dienste der Fahrer und die Autos länger benötigt. Aber das ist nur eine Annahme, ich mache keine Kalkulation für die Reise. In meinen Augen könnte man sich definitiv die Fußsafari in der Serengeti sparen und diese stattdessen für eine weitere Pirschfahrt nutzen. Wie ich das Crossing erlebt habe, das ein großer Traum von mir war, habe ich ausführlich im Bericht beschrieben.


    Von den Mitreisenden in der Gruppe war mir keine einzige Person unsympathisch, ob das umgekehrt der Fall war, kann ich natürlich nicht beurteilen. Trotzdem gab es hier und da kleinere Unstimmigkeiten. Wenn ich jedoch daran zurückdenke, war ausnahmslos der Auslöser für die Unstimmigkeiten einzig und allein die unterschiedliche Auffassung zu der Performance unseres Guides.


    Mir scheint, dass meine Ansprüche an einen Guide höher sind. Dabei bin ich der Meinung, dass ich nur das Selbstverständliche erwartet habe: Einem Gast eine Information zukommen zu lassen, wo man sich zum Start der Reise mit der Gruppe trifft und diese Organisation nicht dem Gast und dem Angestellten einer Lodge zu überlassen. Den Gast am ersten Tag ordentlich zu begrüßen und nicht, dass dieser hinter dem Guide herlaufen muss, um sich vorzustellen. Den (weiblichen) Gast nicht mutterseelenallein im Kindergarten zurückzulässt, dass dieser seinen Weg selbst zurück finden muss. Das richtige Camp anzufahren, erst recht, wenn zuvor mehr als einmal der entscheidende Hinweis auf den korrekten Namen des Camps vom Gast kommt; spätestens dann erwarte ich, dass man sich entsprechend vorbereitet. Gleiches gilt, dass man die Strecke kennt und nicht ziellos auf der Suche nach dem Weg in der Gegend herumfährt und somit mehrere Stunden der kostenbaren Urlaubszeit sinnlos vergeudet. Schön wäre auch gewesen, mehr über die Tierwelt zu erfahren und sich nicht stattdessen ausgiebig mit dem Fahrer in Swahili zu unterhalten.


    Besonders geärgert hat mich, dass bei mir keinerlei Einsicht angekommen ist, wenn wieder solche – in meinen Augen – gravierende Fehler passiert sind. Ich erwarte hier wirklich nur einfachste Basics, die ein Guide beherrschen sollte.


    Ich habe schon mehrere Reisen in Länder geplant, in denen ich noch nie zuvor war und in denen wir dann alleine als Selbstfahrer unterwegs waren. Eine gründliche Vorbereitung gehört dazu.


    Es gab bereits - wenn auch nicht viele - Gruppenreisen, die ich unternommen habe und während derer ich/wir ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht haben. Im Pantanal hätte es keinesfalls besser laufen können und in Israel hätte ich ohne solch einen guten Reiseleiter nie so tief in das Land eintauchen können. Allerdings kann man auch bei einer Privatreise mit Guide Pech haben.


    Würde ich noch einmal eine Gruppenreise machen? Ich denke ja und zwar dann, wenn es sich um ein Reiseland handelt, in dem ich mir nicht zutraue, individuell unterwegs zu sein und/oder wenn ich wieder alleine unterwegs sein werde (muss) und mir eine Privattour einfach zu teuer wird. Aber zurzeit ist keine weitere Gruppenreise geplant und ich freue mich erst einmal auf weitere gemeinsame Reisen mit meinem Mann – alleine und nicht in der Gruppe!



    ENDE




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    So, das war der Bericht zu meiner Gruppenreise in Tansania. Ich hoffe, er hat unterhalten. Es hat mich ein wenig überrascht, aber als ich diesen Bericht hier geschrieben habe, habe ich mich zeitweise doch wieder zurück versetzt gefühlt und wollte ihn jetzt gerne schnellstmöglich beenden. Ich werde daher als nächstes einen Reisebericht angehen, der mir sicherlich schon während des Schreibens gute Laune beschert. Wahrscheinlich wird es nach Argentinien oder nach Argentinien und Chile gehen, das werde ich kurzfristig entscheiden und diesen Bericht dann auch voraussichtlich nur auf meiner Seite einstellen. Aber das habe ich noch nicht final entschieden.



    Auf alle Fälle vielen lieben Dank an alle stillen Mitleser, Button-Drücker und – vor allem – vielen lieben Dank für die Kommentare zwischendurch. Das ist für mich das Salz in der Suppe, wenn ich einen Bericht schreibe.

    Tag 16 – Enduimet Wildlife Area - Heimreise

    Gut, dass ich sehr hartnäckig sein kann


    Nach dem gestrigen Abendessen gab es noch eine kleinere Diskussion. Nur ein Paar wird noch auf der Hatari Lodge seine Reise verlängern. Alle anderen werden heute zurückfliegen, ebenso wie ich. Jedoch habe ich einen anderen Rückflug als der Rest der Heimreisenden und mein Flug wird einige Stunden früher ab Arusha starten.


    Da ich aufgrund der Vorkommnisse während der Reise nicht blauäugig auf die Logistik vertrauen möchte, habe ich Moses gebeten, mir zu sagen, um wieviel Uhr ich denn abgeholt werden würde und darum, dass er meinen Transfer bitte noch einmal bestätigen lassen möge. Da ich als Antwort nur erhielt, ja er kümmert sich darum, habe ich noch einmal nachgehakt, dass ich diese Info gerne schon konkreter hätte. Als sich dann die Mitreisende einmischte und sagte, Moses würde sich schon darum kümmern, wenn er das sagt, wurde ich doch etwas ungehalten, zum einen, weil es sich um meinen Transfer handelt und nicht um ihren und zum anderen, dass seine Performance hinsichtlich der Logistik mich nicht gerade überzeugt hatte und ich keine Lust hätte, mein Flugzeug zu verpassen, weil mein Transfer nicht rechtzeitig käme.


    Nach dem Brunch fährt mein Transfer pünktlich vor, ich bin beruhigt. Nach etwa knapp 2 Stunden Fahrzeit erreichen wir den Flughafen. Das Einchecken und die Sicherheitskontrolle kann ich recht schnell hinter mich bringen. Der Flug nach Doha ist wieder pünktlich und sehr komfortabel. Diesmal habe ich jedoch nicht so viel Zeit zum Umsteigen, sodass ich nur kurz in die Lounge gehe, um Zähne zu putzen und etwas zu trinken, bevor ich schon wieder Richtung Gate gehe. Auf dem Flug nach Frankfurt empfängt mich die Q-Suite. Wow! Eine kleine Kabine mit Schiebetür ganz für mich alleine. Während ich auf Toilette gehe, wird mein Sitz in ein Bett inkl. einer weichen Auflage verwandelt, es gibt ein extra Kissen und ich könnte in den bereitgelegten Schlafanzug schlüpfen. Welch ein Komfort.


    Die Maschine landet am Folgetag pünktlich in Frankfurt, wo mich mein Mann abholt.