Posts by serenity

    Das gilt m.E. für viele andere Krankheiten auch. Ohne "Gegenmaßnahmen", also u.a. Impfungen, würden auch heute noch unzählige Menschen an Pocken, Pest, Polio und anderen Krankheiten sterben oder mit den schweren Folgen leben müssen. Übrigens auch an Influenza - die jährliche Grippeimpfung und eine dadurch bedingte gewisse Herdenimmunität schützt auch diejenigen, die sich nicht impfen lassen, weil es durch die Impfungen einfach weniger Infizierte gibt.


    Gegen Malaria, an der immer noch jedes Jahr Zigtausende sterben, hat man neben Mückenbekämpfung (=Ursachenbekämpfung), Moskitonetzen und diversen Medikamenten zur Prophylaxe, die allerdings mittlerweile kaum noch helfen, noch immer nichts gefunden - allerdings kann man die Infektion heute recht gut therapieren.


    Insofern können wir neben einer Impfung auch auf eine Therapie hoffen, die den Verlauf abmildert - müssen aber auch darauf gefasst sein, dass es weder das eine noch das andere in den nächsten 12 Monaten gibt.

    Um auf die eigentliche Frage zurück zu kommen. Ich denke , wenn es keinen Impfstoff geben wird, werden wir uns mit dieser Krankheit "anfreunden" müssen sprich mit ihr leben .Wir werden auch akzeptieren müssen, das wir daran sterben können wenn wir uns anstecken (was ja jederzeit an jedem Ort passieren kann). Man kann das Leben weltweit nicht jahrelang runter fahren. Es hat immer Krankheiten gegeben, denen die Menschheit lange machtlos gegenüber stand. Was macht uns eigentlich überheblich genug zu glauben, das wir gegen alles früher oder später ein Mittel finden?

    Genau das hatte ich gemeint, als ich oben geschrieben hatte, dass es in vielen Ländern Krankheiten gibt, die zum Tod führen können und gegen die man sich nicht impfen und/oder nur unzureichend schützen kann. Aber das wurde ja als unzulässiger Vergleich abgetan.


    Dabei ist es ja eigentlich egal, ob ein Virus oder sonstwas von Mensch zu Mensch oder von Tier zu Mensch übertragen wird. Auch gegen die Übertragung durch Tiere gibt es ja teilweise Impfungen - z.B. gegen Zeckenbisse oder Tollwut, zuletzt sogar gegen die Schweinegrippe! - gegen andere, wie eben Malaria und Dengue und manches andere kann man sich nur durch entsprechende Kleidung oder Repellents halbwegs schützen. Wobei der Schutz durch Sketolene oder Antibrumm vermutlich so in etwa mit dem durch Masken, Abstand halten und Hygiene vergleichbar ist. ein Restrisiko bleibt auch hier.


    Wenn es in absehbarer Zeit keinen Impfstoff geben sollte, wird möglicherweise irgendwann mal so eine Art ERmüdung einsetzen und man in kauf nehmen, dass man mit einem entsprechenden Risiko leben muss. Wie derzeit, wird es dann auch künftig Menschen geben, die einfach reisen wollen, irgendwohin, wo hoffentlich das Risiko gering ist (wie z.B. wir im August nach Norwegen). Sicherlich werden mehr indviduell, also entweder im eigenen Auto oder vor Ort mit einem Mietwagen unterwegs sein. Gruppenreisen, Kreuzfahrten werden vermutlich deutlich weniger Nachfrage haben.

    Pauschalreisen könnten evtl zunehmen, weil man besser abgesichert ist, wenn man Flug &Hotel oder Flug&Mietwagen bucht. Die Reiseversicherungen werden neue Policen schneidern, die nach Möglichkeit Pandemien ausschließen oder nur gegen Aufpreis einschließen.

    Die Airlines werden eine Risiko-Abwägung machen müssen - sowas wie Thomas aus Vietnam berichtet hat (Flug mit Schutzanzug und Maske) werden vermutlich die meisten Reisenden nicht mitmachen, da sind Alternativen gefragt, die derzeit noch nicht wirklich ersichtlich sind.

    Also alles in allem - wer eine funktionierende Kristallkugel hat, sollte mal reinschauen. Ansonsten heißt es einfach ..... abwarten ...

    Auch ich gehe davon aus, dass es einen Impfstoff geben wird und vermutlich - wie bei der "richtigen" Grippe - eine jährliche Auffrischung nötig sein wird.


    Manchmal vergessen wir offenbar, dass es ohne die jährliche Grippeimpfung jedes Jahr Tausende von Toten geben würde! Im Extrem-Jahr 2017/18 waren es - trotz Impfmöglichkeit! - laut RKI mehr als 25.000 Menschen alleine in Deutschland (siehe Ärzteblatt vor fast genau einem Jahr, am 30. September 2019). Und wir vergessen wohl auch, dass selbst die Grippeimpfung keineswegs einen 100%igen Schutz bietet, sondern nur zu ca. 65% schützt und eher für eiinen milderen Verlauf als für eine echte Immunität sorgt. Ähnlich könnte es auch bei Corona kommen.


    Und ja - ich gehe davon aus, dass es künftig sowohl hinsichtlich des Versicherungsschutzes als auch ggf. für die Einreise wichtig oder sogar erforderlich sein wird, eine entsprechende Impfung nachweisen zu können. Deshalb glaube ich nicht wirklich, dass ein uneingeschränktes Reisen wie früher möglich sein wird, so lange es keinen nachweislich wirksamen Impfstoff gibt.


    Was die Eigengefährdung angeht, gebe ich denen recht, die anführen, dass es in vielen Ländern Krankheiten gibt, die zum Tod führen können und gegen die man sich nicht impfen und nur unzureichend schützen kann. Insofern ist das Corona-Risiko z.B. in Thailand garantiert nicht höher bzw. eher geringer als das, Malaria oder Dengue zu kriegen. Allerdings ist die Gefahr, einfach mal in Quarantäne gesteckt zu werden, weil jemand im selben Flieger infziert war, dermaßen groß, dass ich so ein Risiko nicht eingehen würde.

    Wer wissen will, wie sich eine Reise nach SOA - konkret: Kambodscha - in Corona-Zeiten anfühlt, kann den Bericht von Stephan Roemer, Geschäftsführer Tourasia und CEO Diethelm Travel Group, nachlesen. Er war Anfang September 8 Tage in Kambodscha.


    War zwar eine Geschäftsreise, er ist natürlich Businessclass geflogen und vieles ist deshalb nur sehr begrenzt mit einer normalen Urlaubsreise vergleichbar - aber allein die Vorbereitungen, Einschränkungen unterwegs und die beklemmende Atmosphäre in den Flughäfen und Hotels (inkl. Kurzquarantäne , bis der negative Coronatest da war) haben bei mir sofort den Reflex ausgelöst "So lange das so ist, will ich auf gar keinen Fall eine Flugreise in ein außereuropäisches Land machen!"


    Hiergehts zum Bericht.

    Kann ich bestätigen - nur ständiges Nerven bringt letztlich was! Und Fristsetzung mit Androhung gerichtlicher Schritte!

    Erst vor ca. 3 Wochen haben wir von Air France endlich die Erstattung für stornierte Flüge im März erhalten, zuvor hatten sie sogar abgewiegelt und erklärt, wir wären ja am Flugtag nicht erschienen und eigentlich würde eine No-Show Gebühr fällig. Und das, nachdem sie selbst den Flug storniert hatten.

    Also, nicht locker lassen!

    Den Chiemsee Rundweg fahre ich nie mehr! Ganze Reisegruppen auf Fahrrädern unterwegs, die sich mehr umeinander kümmern und unterhalten wollen, als auf Gegenverkehr oder andere Radler zu achten! Außerdem an manchen Strecken sehr viele Fußgänger. In einigen Waldstücken geht's über Stock und Stein mit vielen Wurzeln, da muss man ziemlich aufpassen. Teilweise geht er auch ziemlich weit weg vom See an der Straße entlang.


    Was man aber hier gut machen kann: Ein Stück mit dem Schiff fahren und dann zurück radlen. Oder umgekehrt.

    Aus Großbritannien weiß ich, dass es durchaus steuerliche Gründe gibt, ob man seine Unterkunft B&B oder Hotel oder Guesthouse nennt. Denn vollen VAT-Satz müssen nur die Hotels abführen, B&Bs erhalten umsatzabhängige Ermäßigungen und sind deshalb oft günstiger.


    Aus Italien (v.a. Südtirol) kenne ich auch, dass man in Pensionen gerne Barzahlungen sieht - ob da Steuern abgeführt werden, darf man bezweifeln.

    Thailand, Vietnam, Kanada und Tunesien stehen nicht auf der Liste der Risikogebiete, aber es existiert eine Reisewarnung. Da diese Länder zur Zeit nicht als Risikogebiet definiert wurden, muss man auch nicht hinterher in Quarantäne. (Liste der Risikogebiete)

    Für mich wären das insofern durchaus Risikoländer (auch wenn sie vom AA nicht als solche definiert werden), weil ich nicht abschätzen kann, was dort mit einem passiert.

    Landet man unvermittelt in Quarantäne? Darf man nicht frei herum reisen? Gelten andere Einschränkungen - wie z.B. Hinterlegung einer absurd hohen Kaution oder Nachweis einer ebenso absurd hohen Krankenversicherung?


    So lange es dermaßen viele Unwägbarkeiten gibt, zählt zumindest für mich, nicht alleine der Faktor, dass es in einem Reiseland ein hohes Corona-Risiko gibt, sondern auch, ob und wie man sich in einem Land bewegen kann, für die persönliche Einordnung als Risikoland.

    @gudi - Schade, dass es mit Norwegen nicht geklappt hat! Es war einfach unglaublich, die Fjorde ohne Kreuzfahrtschiffe und die Hotspots ohne Touri-Massen erleben zu können!


    Und natürlich - drei Wochen ohne Maske! Schon allein deshalb hat sich die Reise gelohnt, es war wie eine Art tiefes Luft holen zwischendurch ...

    Bisher mussten wir bei der Heilung unseres Fernwehs nur minimale Einbußen hinnehmen!


    Von Anfang Januar bis Ende März waren wir in Australien und Myanmar unterwegs, da war alles sehr entspannt, bis aufdie letzten Tage. Auf den allerletzten Drücker und nur 2 Tage, bevor die Quarantäne-Pflicht für Thailand kam, kamen wir noch aus Myanmar zurück nach Bangkok. Ebenfalls auf den letzten Drücker, 2 Tage, bevor die Swiss ihre Flüge einstellte, schafften wir es zurück nach Deutschland.


    Die für Mitte Juni geplante Reise nach Südwestengland (Devon, Dorset, Cornwall ...) fiel dann aber Corona zum Opfer.


    Stattdessen öffnete sich dann aber ein anderes Fenster - am 15. Juli erlaubte Norwegen die Einreise für Deutsche, kurz entschlossen reisten wir am 6. August los und verbrachten 3 traumhafte Wochen im Land der Fjorde. Seit Dienstag sind wir wieder zurück - randvoll mit tollen Eindrücken!


    Ein ganz besonderes Schmankerl war auch, dass in Norwegen nirgendwo Masken getragen wurden! Praktisch alle hielten sich an die Abstands- und Hygieneregeln, in jedem Supermarkt, jedem Restaurant, jedem Hotel standen Desinfektionsspender, nirgends wurde gedrängelt, alle gingen rücksichtsvoll miteinander um.


    Leider ist das Fenster mittlerweile wieder zu - seit dem 29. Auguust dürfen Deutsche nicht mehr ohne 10-tägige Quarantäne einreisen.


    Für den Herbst ist evtl. nochmal Bayern oder Österreich angedacht, für den Winter Ost- oder Nordsee. Aber die Hoffnung, dass wir uns evtl. doch im Januar/Februar wieder in SOA aufwärmen können, ist noch nicht vollständig gestorben!

    Also wenn ich da so lese, was das Auswärtige Amt schreibt, hätte ich im Moment wenig Lust, nach Indonesien zu reisen:

    "Derzeit müssen Indonesien-Reisende damit rechnen, während des Aufenthalts in Indonesien in Einzelfällen auch ohne Anzeichen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus zur Quarantäne in indonesischen Krankenhäusern bzw. Quarantänezentren verpflichtet zu werden. Die Entscheidungskriterien für die zum Teil drastischen Maßnahmen zur Quarantäne (u.a. Abriegelung des Aufenthaltsbereichs, kein Internetzugang, Sammelunterbringung von Verdachtsfällen mit infektiösen Patienten) bzw. zur weiteren Diagnostik und Therapie sind oft unklar.


    Die für die Quarantänemaßnahmen vorgesehenen medizinischen Einrichtungen entsprechen nicht europäischem Standard. Es gibt Berichte von staatlichen und privaten Krankenhäusern, die Notfallpatienten aus Kapazitätsgründen oder Vorgabe des Infektionsschutzes nicht mehr behandeln. Eine angemessene notfallmedizinische Versorgung in Indonesien ist daher nicht gewährleistet."


    Quelle: Auswärtiges Amt

    Ich will dir deinen Optimismus ja nicht nehmen (und wäre selbst mehr als glücklich, wenn man wieder nach Thailand könnte! ), aber was man da so liest, sieht im Moment eher wenig vielversprechend aus.

    Bei Faszination Südostasien klingt es eher so, als wären im Moment eher asiatische Touristen und allenfalls noch Neuseeland und Australien die Zielgruppe.

    Von den Europäern ist kaum die Rede, ebenso scheint es erstmal kaum Möglichkeiten zu geben, sich auf eigene Faust im Land zu bewegen.

    Immer mehr Länder machen jetzt kurz, nachdem sie geöffnet hatten, wieder dicht! Finnland und das Baltikum lassen bereits niemand mehr aus Spanien, Luxemburg, Portugal, Frankreich, Polen rein, jetzt ist auch noch Österreich, Schweiz und Slowenien dazu gekommen Und auch die Bahamas haben wieder zu gemacht bzw. erlauben eine Einreise nur, wenn man sich für 14 Tage in Quarantäne begibt.


    Man kann sich also nicht darauf verlassen, dass das, was heute gilt auch morgen noch stimmt!


    Wir hoffen jetzt nur, dass die Norweger uns nächste Woche rein lassen! Dort gibt es im Moment nur ein Einreiseverbot für Luxemburger, Spanier und Leute vom Balkan.

    Bei den PCR-Tests auf akute Erkrankungen/Infizierungen ist die Fehlerquote sehr gering, die Gargle/Gurgel-Tests sind noch sehr neu und werden vermutlich deshalb nicht akzeptiert. Nur bei den Antikörpertests ist die Fehlerquote derzeit noch recht hoch.


    Insofern müsste die Rücktrittsversicherung eigentlich zahlen, wenn du wegen eines positiven Tests (=ERkrankung, die den Reiseantritt unmöglich macht), nicht fliegen darfst.


    Schau doch einfach mal in deine Versicherungsbedingungen, da steht ja ziemlich genau drin, wann die Versicherung zahlt. Um das Risiko zu minimieren, könntest du ja die Hotels stornierbar buchen, so dass an der Versicherung letztlich nur der Flug hängen bleibt.