Posts by Inspired

    Liebe Katharina,

    dein Reisebericht war meine Lektüre zu meinen ersten beiden Samstagkaffees und ich bin hin und weg! So viel Wasser, so viel Grünes, so viel Holz und natürliche Materialien. Und ich erinnere mich an meine erste und bisher einzige Indonesienreise nach Bali und Lombok 2009.

    Ich ertappte mich bei dem Gedanken, dass Indien mich doch ein kleines bisschen mehr loslassen könnte und dass ich meine Reisen für 2027 ja auch mal anders planen könnte...

    Danke für den Start ins Wochenende mit toller Lektüre von dir!

    Hi,

    Auto mit Fahrer ist in Indien eine gute Idee und sehr erschwinglich.

    ich bin seit vielen Jahren mit Ashok bekannt, der - bzw. dessen Fahrer - auch hier im Forum schon einige andere gefahren hat. Er bietet genau das an, was du brauchst: Ein Auto mit Fahrer, alles andere organisierst du selbst. Er und seine Fahrer sind versiert und seit vielen Jahren im Tourismus tätig, ehrlich, arbeiten nicht für Kommission (keine Shops etc.) Schicke einfach mal eine Anfrage, richte gerne Grüße von mir aus und du kannst auch die Routenplanung mit ihm und seinem Sohn Manish besprechen.

    https://www.i-love-my-india.com/de/

    Ansonsten kann ich dir noch einen superverlässlichen indischen Touroperator empfehlen, der mir schon mehrere Fahrer gebucht hat und auch für alle Fragen immer ehrlich, verlässlich, schnell und engagiert da ist. Und ich bin seit recht kurzer Zeit in KOntakt zu einem Fahrer, der auf mich sehr, sehr sympathisch und versiert wirkt. Er hat nach allem, was ich mirtbekomme, die perfekte Haltung zu seinem Beruf. Ich kenne ihn aber (noch) nicht persönlich.

    Du kannst auch über Apps wie "Make My Trip" oder Uber die Autos je nach Bedarf von Punkt zu Punkt buchen.

    Vorteil: Es spart Geld.

    Nachteil: Du weißt nie so wirklich, was du bekommst, ob der Fahrer Englisch spricht, sich mit Bedürfnissen von Touristen auskennt, engagiert ist etc...

    Ich mache es manchmal, wenn ich wirklich nur einen Transfer brauche. Sobald es (auch) um Sightseeing geht und ich einen Fahrer für mehrere Tage nacheinander brauche, buche ich lieber jemanden auf Empfehlung. Du kannst aber auch Mehrtagestouren über Apps buchen.

    Viel Spaß beim Planen

    Birgit

    In Indien werden immer Passkopien gemacht und gefordert. Sie werden über Whatsapp oder über den Chat von Airbnb versendet. Angestellte oder Hausmeister oder Vermieter fotografieren deinen Pass mit vermutlich dem eigenen privaten Handy.

    Ich wüsste nicht, wie man sich dagegen wehren sollte, denn ohne C-form und Passkopie darf man mich nicht unterbringen. Demnach besitzen vermutlich über 100 Menschen oder mehr eine Kopie meines Passes als Bild auf dem Handy, davon allerdings wohl "nur" 20 bis 30 Menschen eine Kopie meines aktuellen Passes...

    Das finde ich jedes Mal wieder gruselig und ich glaube dann immer ganz fest, dass die meisten Menschen ehrlich sind und keine kriminelle Energie haben. Damit muss ich leben...

    Hallo, ja das passt, obwohl du alles eigentlich auch selbst machen kannst, wenn du 2-3 Hotels buchst. Da wären dann Lovina, Ubud und Sanur passend. Einen Fahrer kannst du hier jederzeit genannt bekommen, jeder hat hier besondere Freunde auf Bali.

    Das war auch mein Gedanke, dass es nicht notwendig ist, die Reise durch eine Agentur organisieren zu lassen, zumal ihr ja schreibt, dass ihr reiseerfahren seid.

    Bali ist das Mallorca der Australier und seit einigen Jahren Tummelplatz der Influencer. Da gibt es nicht viel, das man nicht selbst organisieren kann.

    Ach du Schrteck! Muss man den nehmen oder darf man auch drauf verzichten und das klassische Design nehmen? Mir wäre es echt peinlich, so ein Teil irgendwo vorzeigen zu müssen. Und ich hätte auch Angst, damit irgendwo an der Grenze abgeweisen zu werden...

    EDIT: Ja, man hat offenbar die Wahl... Da bin ich ja mal gespannt, wie schnell oder wie langsam diese "Sonderedition" vergriffen sein oder auch eingemottet werden wird...

    Du kannst hier übrigens den Wetterrückblick für verschiedene Orte ansehen um abzuschätzen, wie das konkrete Wetter beispielsweise letztes Jahr im August war:

    https://www.timeanddate.de/wetter/indien/…nth=8&year=2025

    Und nochmal zu QDenga: Da zwischen beiden Dosen 3 Monate liegen sollen, schaffst du das ohnehin nicht mehr, da du ja vermutlich von einer Reise dieses Jahr im August sprichst. Mir hat mal ein Arzt allgemein zu Impfungen gesagt, dass jede Dosis schützt, aber den vollen Impfschutz erreichst du eh nicht mehr.

    Laut STIKO ist Q-Dengue nur empfohlen für Menschen, die nachweislich schon erkrankt waren. Diese Empfehlung wurde einige Zeit nach Zulassung des Impfstoffes ausgegeben.

    Da wird dir vermutlich niemand helfen können, der schon im Monsun in Indien unterwegs war. In den allermeisten Fällen wird die Auskunft lauten "ich hatte kein Dengue", egal ob geimpft oder nicht.

    Oh, "im Monsun unterwegs" ist übertrieben. Ich kenne verregnete Tage und Indien im ausklingenden Monsun...

    Ich kann dir sicher sagen, dass Bergregionen im Monsun gefährlich sein können. Du erinnerst dich an Berichte, die es immer mal wieder in unserem Sommer gibt zu Überflutungen und Landslides in den Bergregionen? Insofern gehe ich davon aus, dass es per Flieger nach Ladakh geht, schon allein aus Gründen der Zeitersparnis?

    Nalanda, Rajgir und Patna kenne ich nicht.

    Bodhgaya kann ich mir auch bei Regen ganz gut vorstellen. Zwar ist im großen Tempel vieles nicht überdacht, aber es gibt ja diese vielen kleinen Tempel und Klöster drum herum, da gibt es viel zu sehen.

    Ich würde zumindest den Schwerpunt verlagern: Außer in Ladakh ist an allen genannten Orten Monsun.

    Kolkata finde ich nun nicht soooo spannend als Stadt, aber in einer Stadt hast du immerhin die Möglichkeit für Indoor-Aktivitäten wie Shopping. Oder du besuchst Museen oder gehst ins Kino oder ins Fitness-Studio oder in ein Spa. Und es gibt auch den einen oder anderen überdachten Markt.

    Odisha finde ich wunderbar. Hierbei gilt für Städte (Bhubaneshwar) dasselbe wie für Kolkata. In Bhubaneshwar und Puri darfst du aber leider als Nicht-Hindu in viele Tempel nicht. Ich fand an Odisha die Dörfer toll, besonders auch die Märkte in der Tribal Area. Das im Regen ist sicher nicht toll und würde den Zauber nehmen. Landschaftlich ist Odisha wunderbar saftig grün. In den Städten findest du sicher tolle Hotels, kannst auch mal einen Nachmittag im Spa verbringen. In der Tribal Area sind die Hotels nicht sehr attraktiv und somit sicherlich eher deprimierend bei Regen. Ich war übrigens im Deomalia Desi Eco Stays, davon gibt es 2, jeweils in der Nähe eines sehenswerten Tribal Markets. Die sind toll gepflegt, wunderschön gebaut und haben eine sehr liebenswerte Betreuung.

    Von Varanasi würde ich dir ausdrücklich abraten. Zwar findest du dort genügend Cafés, in denen du stundenlang sitzen kannst, aber der Ganges ist im Monsun regelmäßig überschwemmt. Höchstwahrscheinlich ist es kaum möglich, an den Ghats zu laufen, die aber den tatsächlichen Charme Varanasis ausmachen. Und in den Gassen wird es nass und eng sein und es wird dir von den Dächern in den Nacken tropfen. Die berühmte Ganga Aarti ist im Monsun wegen der Überschwemmungen oft nicht möglich.

    In Ladakh ist Hochsaison. Es ist warm und bleibt eher trocken. Ladakh ist toll. Hierfür mein klare "Go!" Allerdings ist es ein buddhistisches, karges und nicht sehr bevölkerungsreiches Indien und du müsstest schauen, ob es zu dir passt.

    Zum Thema "Mitnehmen":

    In Indien bekommst du bei Regen an jeder Ecke einen Schirm und ein Regencape. Ich persönlich habe ein sehr leichtes Regencape. Das lässt mehr Luft durch als eine Jacke, die Tasche passt mit drunter, ich habe die Hände frei und muss nicht mit Schirm im Gedränge zusehen, wie ich an anderen Schirmen vorbeikomme.

    Schuhe: Nichts, das sich bei Nässe vollsaugt, eher abwaschbare Schuhe, warm wird es ja sein, also einfach Flipflops oder so. Du kannst auch vor Ort Schuhe kaufen. Es gibt in Malls und Innenstädten auch Läden wie Crocs und Sketchers, aber auch lokale Ketten in den Städten auf Deichmann-Niveau, wo du auch Brauchbares findest.


    Mückenschutz: Gibt es in jeder Apotheke vor Ort.

    Mich wundert ein bisschen, dass das als "neu" ins Netz kommt. "Christina" hat mir schon vor mindestens einem Jahr eine Nachricht wegen meiner Buchung geschickt, dass meine Kreditkartendaten nicht validiert werden konnten und ich diese doch bitte nochmal schicken soll oder so ähnlich...

    Hallo zusammen,

    ich wollte mal eine kurze Rückmeldung geben zu meinen weiteren Buchungen auf Airbnb.

    Offenbar legen Vermieter wirklich keinen gesteigerten Wert auf einzelne Bewertungen. Bei den sehr schnellen Antwortraten meistens innerhalb weniger Minuten bezweifele ich sogar, dass die Bewertungen überhaupt geprüft werden.

    Ich habe nun 2 weitere Aufenthalte gehabt in Unterkünften, in denen man mich noch nicht kennt, alles ist super gelaufen mit gegenseitigen Top-Bewertungen. Und ich habe für die nächste Reise im Oktober 2 weitere Buchungen anstehen, die auch superschnell bestätigt waren.

    Dieses Apartment in Mumbai scheint übrigens nicht mehr buchbar zu sein oder der Host hat mich blockiert für Buchungen. Es gibt aber auch seit einem halben Jahr keine weiteren Bewertungen. Vielleicht hat er auch das Inserat stillgelegt und mit anderer Beschreibung und anderen Bildern neu angefangen mit dem Apartment...

    Ich hatte bei dem Typ von Beginn an ein merkwürdiges Gefühl aufgrund von Andeutungen in Bewertungen und einiger "Spitzfindigkeiten" im Inserat. Da werde ich in Zukunft mehr auf mein Bauchgefühl hören und so etwas nicht mehr in Betracht ziehen, wenn es genügend Alternativen gibt.

    Du hast doch eigentlich deine Entscheidung schon getroffen. Ob es dann wirklich so kommt, ist ne andere Frage...

    Ich persönlich glaube dennoch nicht, dass 3 Sprachen überfordern. Ich bin viel in Indien. Viele Inder sprechen 3 oder sogar mehr Sprachen. Eine Bekannte spricht Hindi und Bengali von Seiten der Familie des Vaters, Deutsch von Seiten der Mutter und Englisch, weil sie es von klein auf in der Schule gelernt hat und später im Ausland studiert hat. Ich finde es bewundernswert.

    Und eine Sprache lernt sich nie wieder so leicht wie beim Ersterwerb. Kultur drückt sich zum großen Teil über Sprache aus. Bitte überlege dir, ob du ihm diesen Teil seiner Identität vorenthalten willst.

    Ich kenne einen nach Deutschland adoptierten Inder, der inzwischen wieder in Indien lebt. Er hadert sehr damit, dass er dort wie ein Fremder lebt, da er nie Hindi gelernt hat, obwohl er sich gut auf Englisch verständigen kann.

    Ich bin auch für Deutsch.

    Zum einen wirst du dich in einer Fremdsprache (relativ gutes Englisch" wie du sagst) dem Kind gegenüber vermutlich niemals in allen Nuancen so ausdrücken können wie in deiner Muttersprache. Wenn du mit ihm Englisch sprechen würdest, würdest du dem Kind einen Teil seiner Identität vorenthalten. Deutsch als gemeinsame Sprache wird euch verbinden.

    Zum anderen denke ich, dass Deutsch für das Kind schwieriger als Fremdsprache zu lernen wäre als Englisch, was es dort in der Schule lernen wird. Du gibst dem Kind mit Deutsch somit auch rein objektiv und jenseits aller Gefühls- und Ausdrucksgeschichten in Bezug auf eure Bindung einen wertvollen Schatz mit, den es möglicherweise in Zukunft brauchen kann.

    Und ganz pragmatisch finde ich die Begründung von Horas sehr, sehr plausibel.

    Mir ist das eher unangenehm längere Zeit an eine Person gebunden zu sein, auch wenn man maximale Flexibilität hat…. Kann ich irgendwie schwer beschreiben, ich mags einfach nicht so sehr.

    Sicher ist es mit Fahrer oftmals praktischer / unkomplizierter und man bekommt durch einen Einheimischen an der Seite sicher viel mehr Einblicke.

    Im Zeitalter von Apps wie Uber und Makemytrip braucht man auch nicht mehr unbedingt einen festen Fahrer. Es ist einfach, einen Transfer (auch mit Zwischenstopps) von Ort zu Ort zu organisieren. Nur weiß man eben nie, was man bekommt. Manch einer spricht so gut wie kein Englisch, kennt die Region nicht wirklich, versteht das Konzept unseres europäisch geprägten Sightseeing nicht und sieht die Hauptaufgabe darin, dich ohne Zeitverlust von A nach B zu bringen. Und dann sitzt du hinter einem missmutig oder unsicher schweigenden Fahrer, dem du nicht sagen kannst, dass du bei einem interessanten Ausblick halten willst, dass du ein paar Samosas oder einen Tee willst oder aufs Klo musst.

    Wenn man einen richtig guten (Touristen gewöhnten) Fahrer hat, kann der sein Land sozusagen durch die Brille des Gastes sehen und achtet auf Sehenswertes und weiß, was der Foreigner so braucht um sich wohl zu fühlen. Und er kann die kleinen Erlebnisse am Wegesrand erschaffen, die einem noch Jahre später ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

    Aber ein bisschen ist es eben auch immer Glückssache. Und manch einer ist auch überbehütend und man fühlt sich nicht frei. Und der eine oder andere bringt einen zu Commissionshops in der Hoffnung, ihr kauft überteuertes Zeug und er bekommt dann noch ein paar Rupies vom Händler.

    Wenn ihr euch überwiegend ohne große Schnörkel in Städten aufhaltet, braucht ihr dort keinen Fahrer. Vor Ort ein Taxi oder eine Rickshaw für ein paar Stunden fürs Sightseeing zu buchen, erspart einem aber Umstände. Man kann die Jacke und die Wasserflasche bei einem kurzen Tempelbesuch im Fahrzeug lassen, der Fahrer weiß, wo er hin muss und wo er parkt und man muss nicht immer neu ein Fahrzeug finden und den Preis verhandeln. Hotels und Guesthouses haben da auch oft Fahrer, mit denen sie zusammenarbeiten.

    Ich habe mal geschaut, leider ist die „Durga Puja“ dieses Jahr vom 17.-21.10. - endet also kurz bevor wir in Kolkata ankommen würden. Dann wird man in dem Viertel „Kumartuli“ wohl nichts mehr von den hergestellten Tempelfiguren sehen - schade. Dennoch halte ich aktuell mal an dem Plan in Kolkata zu starten fest.

    Kumartulli kann dennoch lohnen. Ich war auch off Season im März dort und die waren fleißig am Werkeln. Es wird kurz nach der Durga Pooja sicher weniger los sein und die Lager werden nicht gefüllt sein, aber dennoch ist es ein typisches fast dörflich wirkendes Handwerkerviertel, das nicht leergefegt sein wird.

    Vor allem ist es dort am Hooghly netter und ursprünglicher als in der geschniegelteren Gegend weiter südlich.

    Vrindavan ist konkret in die Überlegungen mit aufgenommen. Ich schaue ob und wie ich es mit unterbringe. Von Agra über Fathepur Sikri, Vrindawahn oder Dehli mit einem Fahrer zu fahren wäre auch eine gute Option - danke für die Idee. Komplett mit Fahrer möchten wir die Reise nicht machen, das liegt aber an uns. Mir ist das eher unangenehm längere Zeit an eine Person gebunden zu sein, auch wenn man maximale Flexibilität hat…. Kann ich irgendwie schwer beschreiben, ich mags einfach nicht so sehr.

    Wahrscheinlich wäre Delhi - Vrindavan - Agra - Fatehpur Sikri und zurück nach Delhi mit dem Auto gut. Oder von Agra mit dem Zug zurück nach Delhi oder weiter, je nachdem, wie euer Plan dann weiter ist.

    Genau so stelle ich es mir vor - sitzen, gehen, stehen und schauen / beobachten und dabei den Magen vielleicht schon ganz langsam an Essen von food stalls gewöhnen (Varanasi wäre ja dann erst der zweite Stopp auf der Reise).

    Deena Chat Bandar in Varanasi ist sehr original und hygienisch und ist immer voll. Ich mag am liebsten Dahi Puri, das sind knusprige sehr dünne kleine Brot"schüsselchen", mit lecker gewürzter vegetarischer Füllung und Joghurt. Man isst so ein Kügelchen / Schüsselchen in Gänze und im Mund knuspert es dann, schmeckt würzig und gleichzeitig frisch und manchmal sind noch ein paar Granatapfelkerne drauf für einen extrafrischen fruchtigen Touch. Ist eine echte Geschmacksexplosion.

    https://maps.app.goo.gl/iQPexT1Kt2VAhky47

    Ich lese gerade https://is.gd/MINC3q - vielleicht folgen noch ein paar andere Bücher. Für weitere Empfehlungen bin ich offen

    "101 Indien" und die weiteren Bücher von Andrea Glaubacker sind ein netter Vorgeschmack. Andrea schreibt eher anekdotenhaft - entsprechend dem Konzept der Bücher, die sie verfasst. Sind ganz tolle Häppchen mal hier und mal da, um sich die eine oder andere Facette zu erschließen. Nur den "Fettnäpfchenführer" finde ich vom Konzept her schlecht.

    Und "Der Duft des Göttlichen" von Martin Kämpchen ist super und gibt einen tollen und nicht an der Oberfläche bleibenden Einblick, wie Indien so "tickt". Sehr empfehlenswert für das Verständnis der Gesellschaft, während Andrea eher beobachtend und beschreibend bleibt.

    Das Buch, das du gerade liest, werde ich mir auch mal besorgen. Es scheint wirklich interessant zu sein. Allerdings ist es vor 20 Jahren erschienen, während Indien mit Riesenschritten fortschreitet. Von Jahr zu Jahr gibt es immer etwas Neues an Technologie, auch wenn diese nicht immer funktioniert. Dass vieles, was im Buch thematisiert wird, schon lange nicht mehr so bzw. nicht mehr so ausgeprägt ist, merke ich bereits beim Lesen des Klappentextes.

    Quote

    Falls ihr euch hier und da für die Taxi-Variante entscheidet, braucht Fatehpur Sikri keinen Tagesausflug, sondern ist ein Stopp von 1 bis 2 Stunden auf dem Weg zwischen Delhi und Agra bzw. zwischen Agra und Vrindavan.

    Um nochmal eine Lanze für einen Mix aus Zug und Taxi zu brechen:

    Es gibt gute Unternehmen, die tolle Fahrer haben, mit denen ihr die Route besprechen könnt. Es kostet nicht mehr als ein Mietwagen ohne Fahrer in anderen Ländern.

    Ihr könnt halten, wo ihr wollt, könnt hier und da noch einen Schlenker fahren zu einer kleinen Sehenswürdigkeit am Rande, könnt unterwegs in Ruhe Pausen machen zum Essen oder für Chai.

    Ein guter Fahrer erkennt besondere Situationen und macht euch darauf aufmerksam.

    Ein Fahrer hat zum Beispiel beim Durchqueren eines Wildschutzgebietes mich mal auf einen wilden Elefanten aufmerksam gemacht.

    Einmal stand ich plötzlich einfach so mitten auf einem Viehmarkt und mir wurde erklärt, wie man mit einer Art Fingersprache unter einem Handtuch den Preis aushandelt.

    Das eine oder andere Mal wurden mir Betriebe gezeigt wie eine Ziegelei oder eine Zuckerfabrik, in der Zuckerrohr verarbeitet wurde etc.

    Bezügl. Goa: Die Wahl fiel auf Goa, da ich vermute, dass sich Hampi am einfachsten mit Goa verbinden lässt. Kerala wäre auch interessant, aber eben nochmal weiter entfernt.

    Ja, wenn es denn Hampi sein soll, ist Goa als Stranddestination da sicher die beste Wahl.

    Die Nachtzüge hab ich nur mal grob nachgeschaut. Es gäbe zumindest zeitlich ganz gute Verbindungen. Ich habe gelesen, dass man die Zugtickets bestenfalls 3 Monate vorher buchen sollte, weil viele längere u. beliebte Strecken schnell ausgebucht sind (zumindest die besseren Klassen). Danke für den Hinweis mit den Probebuchungen auf der Seite der Indischen Bahn. Das werd ich dann auf jeden Fall mal probieren.

    Du kannst die Züge gar nicht früher buchen, die Buchungen werden erst dann fereigegeben. Ich weiß gerade nicht genau, ob es 2 oder 3 Monate vor der Reise sind.

    Varanasi ist der Stopp auf den ich mich am meisten freue. Es kann natürlich sein, dass mich die Stadt total überfordern wird, aber irgendwie glaub ich das nicht. In Nepal gab es auch eine Hindu-Verbrennungsstätte (Pashupatinath-Tempel) den ich sehr interessant fand. Sicherlich nicht mit Varanasi zu vergleichen, aber ich hätte dort den ganzen Tag verbringen können, so anders und interessant war das für mich. Daher hab ich für Varanasi etwas mehr Zeit eingeplant.

    Dass die Ghats zu dem Zeitpunkt (28.20.) evtl. noch verschlammt sein können, ist ein guter Hinweis, das hatte ich überhaupt nicht am Schirm. Gibt es da Erfahrungswerte aus den letzten Jahren?

    Varanasi ist ja weit mehr als Manikarnika und Harischandra Ghat. An beiden wird aktuell gebaut.

    Du kannst an den Verbrennungsghats überall ungehindert hingehen, darfst auch fotografieren (auch wenn einige Menschen es pietätlos finden, wobei ich finde, dass es immer eine Frage der konkreten Situation und des Bildausschnitts ist). Die Scammer werden zu dir kommen, sich als "hilfsbereite Volunteers" vorstellen und dir die "eternal flame" zeigen wollen. Sie werden versuchen, dir etwas zwischen Respekt und Angst einzuflößen und werden irgendwas zwischen Nettsein und Druckaufbau versuchen. Sie fragen dich dann nach eine "kleinen" Spende für die Armen, die sich kein Holz leisten können, deren Höhe mit dem Wocheneinkommen einer Krankenschwester vergleichbar ist, lassen ihr Opfer mit dem Gefühl von Dankbarkeit und Ehrfurcht zurück, setzen das Geld dann in Drogen und Alkohol um. Sobald sie dich kennen und wissen, dass sie dir nichts vormachen können, ist alles gut und sie lassen dich in Ruhe. Also ist es gut, mehrfach hinzugehen.

    Zum Schlamm an den Ghats: Ich war jeweils Ende Oktober / Anfang November 2013, 2022 und 2024 dort und es wurde fieberhaft daran gearbeitet, die Ghats freizuspülen. Es wurde jeden Tag etwas besser, aber man konnte bei weitem nicht durchgängig durchgehen. Das macht es anstrengend, denn in den Gassen verliert man schnell die Orientierung, GPS geht nicht immer und plötzlich ist man ganz woanders als man dachte. Eine Freundin war letztes Jahr etwas früher da (um den 20.10.) und die Ghats waren noch völlig unpassierbar.

    Und genau das, was du in Kathmandu an Pashupatinath gemacht hast, macht man in Varanasi: Stundenlang an den verschiedenen Ghats sitzen, auf den Ganges schauen, übers Leben nachdenken und die vielen völlig unterschiedlichen Typen beobachten, die an dir vorbeigehen.