Posts by felix2000

    Die Macht der Taten, Bilder und Worte – Kriegspropaganda


    Ein weit bekanntes Zitat geht mir seit Monaten im Geist herum: „Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit“.


    Da ich nun schon seit über einem Jahr den Krieg und die Berichterstattung darüber im Netz verfolge, kann ich obigen Zitat vollauf zustimmen. Die Propagandamaschine beider Seiten läuft auf Hochtouren, es wird von tausenden von Toten Kämpfern berichtet, natürlich jeweils nur auf der Gegenseite, von Erfolgen im Kriegsverlauf und der unbedingten Zuversicht alsbald siegreich zu sein und von Gräueltaten und böswilliger Zerstörungen und Plünderungen der Gegenseite an Infrastruktur und privatem Eigentum im Konfliktgebiet.


    Unterstützend dabei wurde im Oktober die mediale Berichterstattung auf Seiten der äthiopischen Regierung per Regierungsproklamation gleichgeschaltet. Allein die Meldungen aus dem Propagandafilter sind zu berichten und als Wahrheit zugelassen. Gemäß Artikel 4, Unterartikel 10 der Proklamation, die für vorerst sechs Monate im ganzen Land umgesetzt wird, gibt es eine Bestimmung für Medien und Journalisten.


    Es gilt das „Verbot oder Verbreitung jeder Art von Rede, die der Ausrufung des Ausnahmezustands widerspricht und zum Erfolg terroristischer Gruppen beiträgt, terroristische Gruppen ermutigt und Zivilisten einschüchtert“.


    In der Proklamation heißt es, dass die Exekutive "die Suspendierung oder den Widerruf jedes Medienunternehmens oder Journalisten anordnen kann, von dem sie glaubt, dass es terroristischen Gruppen direkt oder indirekt moralische Unterstützung bietet". Wobei mit terroristischen Gruppen die Tigray-Rebellen TPLF sowie deren militärischer Arm TDF gemeint sind.


    Da kamen die Aufrufe u.a. Großbritanniens, der USA und Deutschlands an ihre Bürger, Äthiopien zu verlassen höchst ungelegen. Legten sie doch die Auffassung nahe, es sei nicht mehr sicher genug im Land. Dementsprechend verärgert reagierte man auch seitens der äthiopischen Regierung darauf.


    Einer der letzten Propagandaschachzüge war die Meldung, Premier Abiy Ahmed begebe sich persönlich an die Front, um die Truppen zu führen, wie in der Tradition der alten Könige. Es wurden Bilder und Videos veröffentlicht, in denen der Premier durch den Busch und in die Berge streift, mit Sonnenbrille den Horizont absucht und unter einem Baum mit Soldaten spricht. Die Botschaft, die Ahmed dabei im Gepäck hatte lautet: "Jeder, der eines der am meisten bewunderten Kinder Äthiopiens sein will, steht heute für sein Land auf; lasst uns von Angesicht zu Angesicht begegnen."


    Damit soll die Moral der Truppen und der äthiopische Nationalismus gestärkt werden, sowie Nationalhelden wie z.B. Langstreckenläufer Haile Gebreselassie ermutigt werden, den Krieg zu unterstützen.


    Und so seltsam es auch aus zumindest meiner europäischen Sichtweise erscheinen mag, es scheint vorerst zu funktionieren. Tausende von Menschen wurden mobilisiert, sich der Armee und der Amhara-Miliz anzuschließen. Es gelang die Rebellen weiträumig zurückzudrängen. Dies bedeutet, dass die Rebellen wichtige eroberte Städte wieder verloren haben.


    Unter anderem tauchte dabei heute in diesem Zusammenhang in einem Artikel die Meldung auf, die TDF-Kämpfer befanden sich rund um Debre Berhan, nur noch 130 Kilometer östlich der Hauptstadt Addis Abeba entfernt, mussten aber 400 Kilometer nach Woldiya zurückweichen. Bislang wurde ja offiziell vehement bestritten, dass sich die Rebellen der Hauptstadt nähern. Derartige Meldungen seien böswillige Äußerungen und Einmischungen ausländischer Mächte. Auch die bislang noch nicht bestätigten Meldungen über Lalibela erscheinen nun gesichert. Die historische Stadt hat seit dem Sommer mehrfach den Besitzer gewechselt. Erst von Rebellen besetzt, dann von der äthiopischen Armee befreit und nun wieder unter Kontrolle der TDF.


    Quelle: BBC Amharic

    Die Bundesregierung hat gestern alle Deutschen aufgefordert Äthiopien zu verlassen. Zuvor gab es solche Aufrufe bereits seitens der USA und Großbritanniens. Erste Länder haben damit begonnen nicht essenzielles Botschaftspersonal abzuziehen. International geht man anscheinend von einem Kampf um die Hauptstadt aus.


    Die Rebellenarmee kämpft sich in Richtung Addis Abeba vor und ist entschlossen, die derzeitige Regierung zu vertreiben.


    An ein schnelles Ende des Krieges glaube ich nicht. Selbst wenn es den Aufständischen gelingt, die Regierung zu stürzen, denke ich es wird danach weiter zu Kämpfen um die Macht im Land kommen. Derweil befinden sich die Wirtschaft und die Währung des Landes im freien Fall.


    Anfang November wurde in ganz Äthiopien der Ausnahmezustand verhängt. Was der Regierung weitreichende Notstands- und Willkürvollmachten ermöglicht. :(

    Gestern hatte ich die Gelegenheit, ein zweites Mal den Baumkronenpfad Beelitz Heilstätten zu besuchen. Natürlich habe ich auch nach den alten Heilstättengebäuden geschaut, was es Neues gibt und was sich alles verändert hat. Was soll man sagen – es tut sich was. Mehr dazu im passenden Bereich.


    Der Baumkronenpfad ist vom Aussichtsturm aus nach Norden hin erweitert worden und reicht nun in einen Bereich mit einem guten Blick auf das alte Chirurgiegebäude (Nr.10 – Bereich A blau). Dort haben Bauarbeiten begonnen. Bausicherungsmaßnahmen werden durchgeführt, sowie Dach und Fassade sollen saniert werden.




    Der Rundkurs vom Aussichtsturm aus liegt in 15 bis 20m Höhe und bietet einige Besonderheiten.




    Für Kinder eine Art Abenteuerspielplatz. Durch die Drahtröhren können sie durchklettern. Diese führt oben drüber, eine zweite unten durch.







    Für mutige oder geübte dieses wackelige Netz (ohne mich).



    Und dann wäre noch der Gitterrostboden mit Glasbrüstung.








    Vom Aussichtsturm aus der obersten Plattform in 36m Höhe. Mittig das Frauenlungenheilgebäude (Nr.4 – Bereich A blau). Oberhalb die heutige neurologische Fachklinik (Nr.5 Männer-Lungenheilgebäude im gelben Bereich B)




    Das Gelände war gut besucht, das Wetter herrlich und die Sicht mit über 40 km weit. Der Berliner Fernsehturm war zu sehen und mit Fernglas auch zu erkennen. Und zwar dessen obere Hälfte (roter Kreis).

    Update: Gestern war ich wieder hier und es hat sich einiges geändert seit meinem ersten Besuch vor vier Jahren. Es wird saniert und gebaut.


    Das Frauensanatorium (Nr.4 im Bereich D grün) war damals in Sanierung und ist jetzt ein wunderschönes Wohngebäude. Aber leider nicht zugänglich zum Fotografieren. Der Eigentümer hat den ganzen sanierten Bereich eingezäunt (Nrn. 2 bis 4 D-grün). Ärgerlich für Fotohungrige aber verständlich aus Sicht der Bewohner.


    Im Bereich Blau bleiben die großen Gebäude bis auf das Chirurgiegebäude bislang sich selbst überlassen. Sie liegen innerhalb des umzäunten Bereichs Baum und Zeit mit dem Baumkronenpfad.



    An der Chirurgie haben erste Sanierungsarbeiten begonnen. Dach und Fassade sollen saniert werden.


    Richtig viel gebaut und saniert wird im roten Bereich C um und oberhalb der alten Kessel- und Maschinenhäuser (Nr.9). Hier sollen einer Bau-/Werbetafel nach, über einen Investor 500 Eigentumswohnungen und 800!! Einfamilienhäuser entstehen. Nach dem Foto auf dem Werbeschild hält man sich optisch etwas an die architektonische Vorgabe. Auch für das Badehaus (Nr.2 – C rot) hat sich offenbar ein Interessent gefunden. Jedenfalls ist eingerüstet und jede Menge Baumaterial liegt draußen.



    Ehemaliges Werksattgebäude (Nr.4 in B Gelb).


    Das große Männerlungenheilgebäude (Nr.3 in B Gelb), damals noch im Dornröschenschlaf wird gerade saniert und ist wohl bald fertig. Hier entstehen Appartements, Büro- und Konferenzräume.











    So sah es noch vor vier Jahren aus.




    ein alter Wandelgang

    Heute muss ich mir hier einfach mal den Frust von der Seele schreiben. Gerade habe ich drei Stunden Kommunikationsstress hinter mir. Der Grund: Ein Transportschein für einen Krankentransport, bzw. ein nicht vorhandener Transportschein.


    Vorausgeschickt: Meine Mutti (86, Pflegegrad 2) hat keine weiteren Verwandten mehr am Wohnort und auch keine noch mobilen Bekannten und Freunde. Ich bin ihr einziger verbliebener direkter Verwandter, aber eben auch nicht immer dort.


    Gestern rief sie mich an, um mir mitzuteilen, dass sie für ca. eine Woche ins KHS nach Cottbus muss. Derzeit bin ich in meiner Frankfurter (Oder) Wohnung, weil ich übermorgen selbst für einige Wochen wegmuss und somit ca. 140 km von ihr entfernt. Heute kam bei mir gegen Mittag ein Anruf vom Pflegedienst, dass es ihm nicht gelungen ist, von Hausarzt meiner Mutti einen Transportschein für die morgige Fahrt von 80 km zu bekommen und sie die Fahrt mit dem Taxi wohl selbst bezahlen müsse.


    Nun kenne ich das Gezicke der Ärzte – Hausarzt, sowie diese eine Facharztpraxis schon, wenn es darum geht Transportverordnungen auszustellen. Da sind die sehr knauserig mit und stellen das augenscheinlich nur seehr ungern aus. Weil die Facharztpraxis (vom Wohnort meiner Mutti 15 Min. entfernt) gestern auch keinen Transportschein rausrückte, sondern nur die KHS-Einweisung, hat es der Pflegedienst heute bei ihrer Hausarztpraxis versucht.


    Um abzuklären, ob nicht doch irgendwie eine Transportverordnung zu bekommen wäre, rief ich bei ihrer Krankenkasse an, die mir mitteilte, meine Mutter hat eine Dauerbescheinigung der KK für Krankentransporte und mit med. Begründung sind auch mit Pflegegrad 2 Kostenübernahmen kein Problem und kein Grund für Ärzte keinen Transportschein auszustellen. Auf Nachfrage meinerseits, wo es besser ist, wg. der Verordnung nachzuhaken, erhielt ich noch die Auskunft, es wäre besser beim überweisenden Arzt nachzufragen. Also die Facharztpraxis in der Nachbarstadt. Eine Kopie der Dauerbescheinigung wollte mir die KK rüberfaxen. PS: Die Hausarztpraxis hatte bereits zu für heute lt. Google.


    1. Anruf bei der Facharztpraxis: Eine Transportverordnung hätte man gestern nicht ausgestellt, weil meine Mutti nur PG2 hat. Ich: Sie hat aber eine Dauerbescheinigung der KK und es sei wohl sicher auch med. notwendig aufgrund ihrer starken Mobilitätseinschränkung. Praxis: Dann bräuchte man diese Bescheinigung und man könne nicht länger mit mir telefonieren, es stünden noch andere Patienten an der Anmeldung.


    2. Anruf bei der KK: Weil noch kein Fax bei mir eingegangen war, fragte ich erneut nach.


    Nach ca. 15 Min. ging das Fax bei mir ein.


    2. Anruf bei der Facharztpraxis: Ich hätte jetzt die Bescheinigung der KK und bräuchte die Faxnr. der Praxis.


    Das Fax ging auf Sendung. Status ok.


    3. Anruf bei der Facharztpraxis: Ob denn jetzt alles vorhanden wäre für eine Transportverordnung. Praxis: Ja, und wer holt sie ab? Ich: Könne man mir sie nicht zufaxen, damit ich sie dem Taxidienst zukommen lassen kann. Das Original kann dann immer noch nachgereicht werden. Praxis: Da muss ich bei der Ärztin nachfragen, aber ich glaube nicht, dass die Ärztin das macht, es seinen schon zu viele Sachen nicht abgeholt worden. Moment bitte. ----- warten ----- Praxis: Nein, die Ärztin stellt die Verordnung nur aus, wenn sie heute auch noch abgeholt würde. Wer würde denn vorbeikommen dafür? Ich: Das weiß ich noch nicht, da muss ich noch rumtelefonieren für. Aber die Ärztin könne die Verordnung ja schon mal ausstellen, ich melde mich wieder. Praxis: Nein, sie stellt den Transportschein nur und auch erst aus, wenn jemand in der Praxis steht, der sie abholen will. Ich in Gedanken: „Wo ist meine Axt?“ und über Telefon „Ich melde mich wieder.“


    1. Anruf bei meiner Mutti: Womit fährt sie denn morgen, ist schon eine Fahrt angemeldet, mit Taxi? Ja? ok. Welches Taxiunternehmen, ich brauche die Telefonnummer.


    1. Anruf beim Taxiunternehmen: Meine Mutti hat morgen bei ihnen eine Taxifahrt nach Cottbus angemeldet. Taxi-Fa.: Ja das ist angemeldet. Ich: Sie hat keinen Transportschein und bekommt auch nur einen, wenn den heute noch jemand bei der Praxis X abholt. Taxi-Fa.: Das trifft sich gut, er sei sowieso gerade auf dem Weg in diese Stadt. Kein Problem, er könne die Praxis anfahren. Ich (erleichtert): Super, ich rufe die Praxis an, dass Sie vorbeikommen und den Transportschein abholen.


    4. Anruf bei der Facharztpraxis: Es kommt ein Taxifahrer der Fa. Y vorbei, bei der meine Mutti morgen die Fahrt nach Cottbus hat, den Transportschein abholen. Praxis: Dann bräuchte man aber eine unterschriebene Vollmacht meiner Mutti, dass der Taxifahrer den auch abholen dürfe. Ich in Gedanken: „Warum nur muss ich jetzt an die Jagd nach dem Passierschein A38 aus dem Trickfilm Asterix erobert Rom denken.“ Ich: Ob ich die Vollmacht schreiben kann und sie der Praxis zufaxen könne, ich bin Bevollmächtigter meiner Mutti. Praxis: Ja das wäre möglich.


    2. Anruf beim Taxiunternehmen: Die Praxis will eine Vollmacht, dass Sie den Transportschein auch abholen dürfen. Ich schreibe das jetzt und faxe es der Praxis zu, in etwa 15 Minuten wird das erledigt sein. Taxi-Fa.: Eine Vollmacht habe man für so was bei anderen Praxen bisher noch nie gebraucht. Aber gut er sei gleich da.


    Vollmacht schreiben und der Praxis rüberfaxen.


    5. Anruf bei der Facharztpraxis: Will wissen, ob die Vollmacht angekommen ist. Es geht keiner ran, auch nach zwei weiteren Versuchen nicht.


    3. Anruf beim Taxiunternehmen: Die Vollmacht habe ich der Praxis zugefaxt, weiß aber nicht ob sie angekommen ist, es geht gerade keiner ans Telefon. Taxi-Fa.: Er stehe jetzt vor der Praxis und gehe rein, er fragt selbst nach.


    Nach ca. 10 Minuten ein Rückruf des Taxiunternehmens. Er hat jetzt die Transportverordnung.


    2. Anruf bei meiner Mutti: Das Taxiunternehmen hat deinen Transportschein für morgen.


    Geschafft, das war jetzt Schwerstarbeit.


    Lob an die KK für die guten fachlichen Auskünfte und großes Lob an die Taxi-Fa. für die unkomplizierte Umsetzung. Daumen runter für die Facharztpraxis für immer neue Gründe, den Transportschein nicht ausstellen zu müssen. Ich habe zum Schluss sogar noch damit gerechnet, dass die Praxis meine Bevollmächtigung gegenüber meiner Mutti nachgewiesen haben möchte. Das wäre dann ein weiteres Fax gewesen.

    Vor mehr als 10 Jahren als ich die Diagnose meiner unheilbaren Krankheit bekam..... Seit dieser Zeit reise ich ziemlich intensiv. ....aber für mich ist es die beste Therapie. Mit einem Grad der körperlichen Behinderung von 50% den Kilimanjaro zu besteigen oder über den Baltoro Gletscher bis zum schönsten Platz der Erde, dem Concordiaplace (gilt für alle Bergfreude) zu wandern, das ist eigentlich unmöglich. Aber es ist so "geil" es dann doch zu schaffen. Gerade für die Tour zum Concordiaplace trifft das zu, zwar nur ca. 4700 m hoch, doch vom Profil sehr schwierig und anspruchsvoll und vor allem wahnsinnig anstrengend. Vielleicht macht das auch anderen sehr kranken Menschen Hoffnung.

    Eine Einstellung, die mir gefällt. :thumbup: Ich kann mich seehr gut in Dich hineinversetzen, da ich seit 9 Jahren den gleichen Scheiß habe, wie Du weißt. Wir hatten uns vor einiger Zeit in diesem Bord ja schon mal private Nachrichten geschrieben und Du hattest mich darüber informiert.

    Hi happytraveller


    Ich bewundere Deinen Mut und Deine Reiselust. Es zieht Dich ja wirklich in die „unsichersten“ Gegenden des Globus. Aber schön zu lesen, dass auch Libyen als Reiseziel heuer möglich ist. Die Bilder sprechen ja für sich.


    Hast Du nicht bald alle Länder durch? Wenn nicht, wünsche ich Dir, dass Du den Rest auch noch schaffst.


    Pass gut auf Dich auf und weiterhin alles Gute auf Deinen Reisewegen.

    Hi ninka, eine interessante Frage. Wie andere hier bereits schrieben, ist Luxus etwas sehr Subjektives. Ich möchte deshalb auf die Maslowsche Bedürfnispyramide abstellen, dahingehend jemand vielleicht etwas nicht oder noch nicht Zugängliches aus der/den nächsthöheren Ebene(n) als Luxus betrachten könnte. Leider gibt es auf der Welt noch zu viele Gegenden, wo die Menschen noch nicht einmal die unterste Ebene erreichen. Ich bin Nachrichtenschauer und Reisender und bekomme daher mit, wie es in anderen Teilen der Welt zugeht.


    Für mich bedeutet rein subjektiv Luxus, hier in Europa und speziell in Deutschland in einer Gesellschaft leben zu dürfen, in der seit Jahrzehnten Frieden herrscht, in der demokratische Prinzipien sowie Recht und Gesetz gelten und wo man mit seiner Familie in Freiheit, Sicherheit und Stabilität leben kann. Ja, das ist für mich ein Luxus, der nicht automatisch gottgegeben und selbstverständlich ist. Unsere Altvorderen haben lange dafür gerungen und viele Opfer wurden dargebracht, damit wir hier heute so leben können, wie wir leben und ich bin dankbar dafür. Vieles, was hier bei uns benörgelt wird, kann man als Luxusprobleme bezeichnen, wenn man Vergleiche (s.o.) zieht. Und ja, auch Zeit und Gesundheit sind ein Luxus, der wertzuschätzen zu wäre. Alles Materielle, was man gemeinhin als Luxus betrachten kann, steht bei mir weit weit hinten.

    Nach Berichten auf BBC Amharic werden TPLF Truppen beschuldigt, in der Süd Gonder Zone umfangreiche Plünderungen und Zerstörungen an öffentlicher Infrastruktur wie Banken, Gesundheitseinrichtungen, Schulen, technischen Einrichtungen sowie privatem Eigentum begangen zu haben. Betroffen sind die Ortschaften Gayint, Nifas, Gobgob Salih, Guna, Gemdir und Farta. Im östlich davon gelegenen Debrezebit-Gebiet gebe es seit drei bis vier Tagen schwere Kämpfe. Nach Angaben von Einwohnern wird von etlichen Toten berichtet.


    Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Meldungen ist das allerdings sehr aufschlussreich. Gelang es doch den Tigray-Truppen, sich von Lalibela aus entlang der in Google-Maps als B22 ausgewiesenen Straße zumindest temporär bis auf gute 50 Kilometer auf Bahir Dar, der Amhara Provinzhauptstadt am Südende des Tanasees tief ins amharische Kerngebiet vorzukämpfen.


    Sollte es den Rebellentruppen gelingen, die von Bahir Dar nach Norden führende B30 (in Google-Maps) zu kontrollieren, wäre das nördliche Amhara-Gebiet mit Gonder abgeschnitten. Ob auch die Provinzhauptstadt selbst das Ziel der Tigray-Truppen ist, wird sich noch zeigen.

    ...... dass jetzt die Felsenkirchen sowie weitere wichtige historische Kulturgüter diesen Konflikt überstehen.


    Wie ist Deine persönliche Einschätzung: Haben die Rebellen ein Interesse daran, diese zu erhalten oder eher nicht?

    Das glaube ich eher nicht. Die Tigrinya sind nicht die Taliban (zerstörten vor 20 Jahren sinnlos die großen Buddha-Statuen vom Bamiyan). Tigrinya teilen denselben Glauben und die gleiche religiöse Kultur. Sie werden daher nicht mutwillig die Kulturgüter in Lalibela zerstören. Denn sie würden dadurch ihren eigenen historischen Background angreifen. Axum in Tigray, sowie Lalibela und Gonder in Amhara, sind DIE drei historischen Königs-/Kaiserorte der über tausendjährigen Geschichte Äthiopiens. Eher wäre es denkbar, dass die Kulturgüter aufgrund von noch kommenden Kampfhandlungen Schaden nehmen oder Soldaten versuchen des persönlichen Vorteils willen Kulturschätze zu plündern.


    Nachtrag:

    Außerdem will es sich in dieser medial vernetzten Welt keine Konfliktpartei mehr leisten, vor der Weltöffentlichkeit als Bad Guy dazustehen. Jedenfalls keine, die nicht total verpeilt ist. Ein sinnloser Akt der Kulturbarberei würden dem Ansehen nur schaden, ohne irgendeinen militärischen oder politischen Vorteil zu bringen.

    Die Tigray-Truppen haben offenbar die historische Stadt Lalibela besetzt.


    Nachdem in den vergangenen Tagen Rebellenaktivitäten in der Nähe der Stadt stattfanden, sind sie heute Nachmittag gegen 13.00 Uhr in die Stadt eingerückt. Das berichteten Einwohner der Stadt, sowie der stellvertretende Bürgermeister Manfredo Tadesse gegenüber der BBC. Die Stadt ist nach Angaben Tadesses kampflos an die Rebellen gefallen. Die Sicherheitskräfte seien zuvor geflohen.


    Auch Reuters berichtet unter Berufung auf Augenzeugen, Aufständische hätten die Kontrolle über die amharische Stadt übernommen.


    Quelle: BBC Amharic, aus eigener Übersetzung


    Eigene Anmerkung: Die Stadt ist berühmt für ihre Felsenkirchen, Weltkulturerbe. Der Verlust der Stadt ist eine herbe Niederlage mit Symbolwirkung für Abiy Ahmed und ein Zeichen der Schwäche der Zentralregierung.

    Irgendwo hast Du dieser Tage geschrieben, dass es vier Parteien sind, die jetzt in diesen Konflikt involviert sind. Kämpfen diese alle gegeneinander oder gibt es Allianzen?

    Ja es gibt Allianzen. Die TPLF mit ihrem militärischen Arm der TDF auf der einen Seite, will wieder mehr Einfluss und Tigray von Äthiopien abspalten.


    Dagegen steht die äthiopische Armee, die sich von Eritrea unterstützen lässt. Dazu kommen noch amharische Milizen wie die Fano, die die Gunst der Stunde nutzen, um einen Teil vom Kuchen zu bekommen.


    Vor Abiy Ahmed war die TPLF (Tigray Peoples Liberation Front) die dominierende politische Macht in Äthiopien. Sie regierte recht diktatorisch, wenig Presse- und Meinungsfreiheit, politische Gefangene etc, etc. Die TPLF vertrat vor allem die Interessen der Eliten aus Tigray. Als Ahmed ins Amt kam, ging er Reformen an und schloss einen Friedensvertrag mit Eritrea, was den Dauerclinch mit dem Nachbarland vorerst beendete. Dafür bekam er damals den Friedensnobelpreis. So weit so gut.


    Und er begann die TPLF aus der Macht zu drängen, bis die sich schließlich 2019 vergnatzt ganz aus der Regierungskoalition nach Tigray zurückzog. Dort blieb sie die bestimmende politische Macht für 6 Millionen Tigrinya. Seither nehmen die Spannungen zwischen der TPLF und der Bundesregierung zu. In die heiße Phase rutschte Äthiopien, als Ahmed die 2020 anstehenden Parlamentswahl auf unbestimmte Zeit verschob. Angeblich wegen Corona. Das ließ sich die TPLF nicht bieten und hielt eigene Parlamentswahlen in Tigray ab, die sie mit überwältigender Mehrheit gewann. Die danach gebildete Regionalregierung erkannte die Zentralregierung nicht an und erklärte sie per Ultimatum für abgesetzt. Die TPLF wiederum erkannte nun keinen Einfluss aus Addis Abeba in Tigray mehr an. Und Ende Oktober 2020 fielen die ersten Schüsse, bei einem Angriff auf in Tigray stationierte Federaltruppen.


    Ahmed lies dann im Nov. Bundestruppen nach Tigray in Marsch setzen, um in einer sog. „Polizeiaktion“ die TPLF zu entmachten. Diese ließ erbeutete Raketen auf Gonder, Bahir Dar und Eritreas Hauptstadt Asmara abfeuern. Seither ist Krieg. Das Militär von Eritrea war von Anfang an mit dabei. Man munkelt inzwischen, den Friedensvertrag hat Ahmed mit Afewerki, dem Präsidenten von Eritrea nur ausgehandelt, um ihn auf seiner Seite zu haben. Was hieße, Ahmed ging schon seit langem davon aus, die TPLF militärisch zu beseitigen, wozu er den Despoten aus Eritrea brauchte, da die äthiopische Armee nicht stark genug war, um mit ihr fertig zu werden.


    Kann doch Afewerki nun seinerseits die Gunst der Stunde nutzen und seit langem strittige Gebiete in Grenznähe wieder für Eritrea beanspruchen. Ebenso die Amhara-Milizen. Die besetzten Teile Tigrays, mit der Begründung, das wäre eigentlich schon immer Amhara-Land.


    Nach drei Wochen hatte man die TPLF aus den Städten und Dörfern und aus der Provinzhauptstadt Mekele vertrieben, etliche Führungseliten wurden festgenommen. Damit war die TPLF aber nicht besiegt. Erfahren im Guerillakampf aus dem ehemaligen Grenzkrieg mit Eritrea, zog sie sich in die Berge zurück.


    Alles einhergehend mit Vertreibungen, Massakern, Vergewaltigungen und der totalen Abschottung Tigrays. Kein Strom, kein Wasser, keine Kommunikation, kein Treibstoff, die Banken geschlossen, die Verkehrswege blockiert. 6 Millionen Tigrinya von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Der erste wirklich gravierende Fehler von Ahmed. Im Rest Äthiopiens begannen nun Säuberungsaktionen. Tigrinya im Staatsdienst wurden entlassen. Offiziere, Professoren, Lehrer bis hin zu Beschäftigten bei Ethiopian Airlines. Bankguthaben konfisziert und Tigrinya im ganzen Land diskriminiert und geächtet. Jeder Tigrinya wurde als potentieller TPLF-Anhänger betrachtet. Der nächste gravierende Fehler Ahmeds.


    Die Abscheulichkeiten blieben nicht einseitig. Die Tigrinya konnten das auch. Getroffen hat es in Tigray lebende Nicht-Tigrinya. Auch hier Tötungen, Überfälle, Massaker. Dazu Überfälle in nahe gelegenen Grenzorten in der Amhara-Region.


    Die so geächteten, schikanierten und frustrierten Tigrinya wandten sich nun zu Tausenden von ganz allein der TPLF zu, um in der Tigray Denfence Forces – TDF für ein unabhängiges Tigray zu kämpfen. Klasse gemacht Abiy, das war ein Eigentor. Damit begann es für die Allianz gegen die TPLF schlecht auszusehen. Man musste sich aus Mekele zurückziehen. Proklamiert als sog. einseitiger Waffenstillstand, war das nichts anderes als eine militärische Niederlage. Mekele war nicht mehr zu halten. Doch die TPLF kam jetzt so richtig in Fahrt und ist dabei immer mehr Teile Tirgrays wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Ahmed und die Amharen fürchten nun die Rache der Tigrinya, wenn diese nicht nur wieder Tigray beherrschen, sondern weitermarschieren um nun ihrerseits in die Nachbarregionen vordringen.


    Deshalb braucht Ahmed dringend mehr Soldaten. Deshalb werden jetzt Regionaltruppen und Freiwilligenmilizen aus anderen Landesteilen dazu geholt. Deshalb machen die Regionen Amhara und Afar mobil.


    Ahmed und seine Adlaten können nicht militärisch in Tigray siegen, wenn sie mehrere Millionen Tigrinya gegen sich haben. Die TPLF dagegen ist nicht stark genug, um gegen den Willen der anderen Regionen ganz Äthiopien zu beherrschen. So wird sich der Krieg wohl noch lange hinziehen, wenn nicht langsam mal die internationale Staatengemeinschaft die Kontrahenten an den Verhandlungstisch zerrt und versucht eine politische Lösung zu finden. Am besten unter dem Dach der UNO mit Mandat als Friedensmission oder so in der Art. Noch behandelt man das Thema Äthiopien international eher zaghaft als Nebensache. Es braucht wohl noch mehr Tote, damit das Land medial mehr in den Focus rutscht oder eine neue Flüchtlingswelle.

    Bitte berichte hier doch weiterhin ab und zu, wie es Muller und Shizaid + ihren Familien geht.

    Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf zurückkommen.


    Ein knappes halbes Jahr ist vergangen seit meiner Reise und die Lage im Land hat sich leider verschlimmert. Obwohl Äthiopien als einfaches Corona-Risikogebiet nach den neuen Coronaregeln genau so bereist werden könnte, wie viele andere beliebte Urlaubsgebiete in Europa, liegt der Tourismus nach wie vor danieder. Die Gründe dürften klar sein. Die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes sprechen eine klare Sprache. Dazu verirren sich einzelne Meldungen über das Land auch mal in unsere Nachrichten. Nicht jeder ist so schmerzfrei und reist für Wochen in ein Bürgerkriegsland, obwohl ich viele Teile des Landes nach wie vor für bereisbar halte.


    Die letzten Wochen brachten nun eine völlig neue Entwicklung. Die Tigray-Truppen sind auf dem Vormarsch und dabei, die Region Tigray wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Ministerpräsident Abiy Ahmed, gerade erst aus den Parlamentswahlen als haushoher Gewinner hervorgegangen, gerät in arge Bedrängnis. Neue Truppen und Milizen aus anderen Landesteilen sollen es richten.


    Dazu gab es in Tigrays Nachbarregionen Aufrufe zu Mobilmachung. Siehe anderer Thread von Erhard. Und es tritt das ein, was ich seit Monaten befürchtet habe. Der Krieg ist dabei sich auszuweiten und erreicht meine Freunde. In der Nähe von Debark (Wohnort von Mullers Eltern) wird jetzt gekämpft. Ein Onkel von Muller ist dabei erschossen worden. Mein Freund Muller schrieb mir, alle seine Verwandten kämpfen bereits. Muller wird in den kommenden Tagen nach Debark reisen und sich dem Kampf anschließen. Das sich meine Begeisterung darüber in Grenzen hält, habe ich ihm mitgeteilt. Da treffen jetzt Menschen ohne militärische Ausbildung und Kampferfahrung aufeinander, um sich gegenseitig umzubringen, die eigentlich Brüder sind, die gleiche Religion und Kultur teilen. Freiwilligenverbände als Milizen gegen Tigrinya, die jetzt scharenweise rekrutiert werden und ebenso unerfahren sind. Der Krieg erreicht das nächste Level und ich befürchte die neuen Kämpfer auf beiden Seiten werden zu Kanonenfutter machtgieriger Eliten und die Verluste verheerend sein.


    Als wenn das alles nicht schon schlimm genug ist, es wird noch absurder. Die in Tigray lebenden Verwandten meines eritreischen Freundes hier in Deutschland kämpfen ebenfalls. Auf der Gegenseite. Wtf.

    Ministerpräsident des Regionalstaates Amhara, Agenehu Teshager, ruft alle jungen Menschen zu den Waffen.


    In einer Erklärung des Präsidenten vom Sonntag beginnt die Kampagne am Montag (heute). Alle, die bewaffnet sind, ob mit Regierungswaffen oder mit persönlichen Waffen sind aufgerufen und "Jeder junge Mensch, der für die Kampagne in Frage kommt, muss fürs Überleben kämpfen."


    Jeder sollte positiv auf den Aufruf reagieren Das hat die Regierung laut Landesmedien betont.


    Einen ähnlichen Aufruf hat Regionalpräsident Awal Arba der Afar-Regionalregierung gestartet. "Jeder Afar sollte sein Land so gut wie möglich schützen. Sei es mit Kugeln, Stöcken oder Steinen".


    (Quelle BBC Amharic) Anmerkung: Eigene Übersetztung aus dem Amharischen


    Rekrutierungsprobleme scheint man in Tigray nicht zu haben. Das Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung dort, treibt die Tigrinya scharenweise in den Kampf.

    https://www.derstandard.de/sto…maximum-an-terror?ref=rec

    https://www.derstandard.de/sto…-soll-ausgehungert-werden

    Einen QR-Code in der CovPass-App kann man schlecht hochladen. Höchstens ein JPEG davon - ist es das, was man hochladen soll?

    :confused: :?:

    Tippe in der App auf Nachweis hinzufügen und QR-Code scannen, halte Dein Phone einfach auf den QR-Code des Impfnachweises. Dann sollte es ganz einfach klappen, die Kamera des Phones erledigt das.

    Hmmm, ich registriere es seit Langem mit immer größerem Entsetzen. Den kriegerischen Konflikt verfolge ich seit November. Einiges dazu hatte ich bereits in meinem Reisebericht geschrieben. Es gibt nur sehr wenige Meldungen darüber in unserer hiesigen Medienlandschaft. Tigray ist physisch und medial abgeschottet, damit so wenig wie möglich nach außen dringt. Das Wenige, was es nach draußen schafft, verfolge ich fast täglich auf BBC-Amharic. Leider muss man sagen, dass ALLE beteiligten Parteien (Eritreamilitär, Tigray-Kämpfer, äthiopisches Federaltruppen und die amharischen Nationalisten-Milizen) sich einen Dreck um Völker- und Menschenrechte scheren. Das nun weitere Milizkräfte aus anderen Landesregionen dazu gezogen werden, wird es noch schlimmer machen. Ich bin inzwischen der Meinung, das wird sich noch lange hinziehen, wie damals der Grenzkrieg zwischen Äthiopien und Eritrea, weil keine Seite stark genug ist, um einen militärischen Sieg von Dauer zu erringen. Es wird auch die Abspaltungsbewegungen in den Regionen Somali, Oromia und Benishangul weiter anheizen. ;(<X;(<X

    Ich habe jetzt mit der CovPass App und den Zertifikaten ein wenig herumgespielt.


    Schritt 1) Das Löschen von Impfzertifikat Impfung 1 von 2 hatte keine Auswirkungen. Die App erkennt am QR-Code des zweiten Zertifikats, dass es sich um die Zweitimpfung handelt. Der vollständige Impfschutz ist weiterhin am 5. Aug.


    Schritt 2) Löschen von Zertifikat Impfung 2 von 2. Die App war nun wieder ohne Zertifikate.


    Schritt 3) Scannen von Zertifikat Impfung 1 von 2. Impfung 1 von 2 ist die aktuelle Impfung mit dem grünen Haken. Es wird angezeigt „unvollständiger Impfschutz“, wo vorher der Hinweis auf den 5. Aug. war.


    Schritt4) Scannen von Zertifikat Impfung 2 von 2. Damit wird dieses Zertifikat zum aktuellen. Alles war wieder wie vorher.


    Es ist also gar nicht nötig das Zertifikat der Erstimpfung überhaupt einzulesen, wenn man bereits das Zertifikat der Zweitimpfung hat. Deshalb hat meine Mutti nachträglich auch nur einen Zettel per Post bekommen. Ob ich nun der Vollständigket halber noch beide Zertifikate in Farbe mit der Post bekomme, oder nur den Zettel für die Zweitimpfung, was logisch wäre, bleibt abzuwarten.


    Demzufolge müsste bei einer Impfung mit Johnson & Johnson von der App erkannt werden, das es kein zweites Zertifikat mehr gibt.


    Ob es für künftig Erstgeimpfte extra Post mit einem Zertifikat der Erstimpfung gibt, oder der Brief erst kommt, wenn die Zweitimpfung durch ist, kann ja hier noch berichtet werden. Alle, die jetzt ihr Zertifikat mit der Post bekommen haben, dürften ja schon die Zweitimpfung hinter sich haben.

    so, wie Du das beschreibst, sind das die beiden Zertifikate. Bei der Erstimpfung steht bei mir links daneben nur ein graues Feld mit Symbol (nehme an, soll sagen, nicht vollständig) und Impfung 1 von 2 mit Impfdatum, von dort kannst Du dann ins Untermenü verzweigen.


    Neben der Zweitimpfung „Impfung 2 von 2“ ist das Feld links daneben blau und da kannst Du auch ins Untermenü verzweigen und wenn Du dort runterscrollst, kannst Du Dir auch noch einmal den QR-Code für diese Impfung aufrufen (dito bei der 1. Impfung), außerdem steht dort noch mit einem grünen Haken „aktuell verwendetes Zertifikat“.

    Jepp, genau so auch bei mir.


    Wenn ich auf den Button „aktueller QR-Code anzeigen“ klicke, komme ich wieder auf die erste Seite mit QR-Code (nehme an, diesen meint Margot mit „drittem Code“, habe ihn aber nicht verglichen, ob das ein anderer ist als der von der zweiten Impfung“), wobei mir noch alles hellblau hinterlegt ist mit dem Hinweis „vollständig ab …..“, dieser sollte dann bei mir morgen dunkelblau mit dem Hinweis „vollständiger Impfschutz“ werden - hier steht dann kein Datum mehr daneben

    Der aktuelle QR-Code ist der von der Zweitimpfung. Habe dazu die Code-Pixel verglichen. Dann denke ich mal, per Post kommt noch einmal das Zertifikat der Zweitimpfung in Farbe.

    Danke euch.