Posts by felix2000

    https://www.tagesschau.de/ausland/afrika…ritrea-100.html

    Zitat: "..... in Tigray stellen sich die Menschen auf einen neuen Konflikt ein.

    .....

    Asmara und Addis Abeba beteuern ebenfalls, dass sie keinen neuen Krieg wollen. Aber derzeit könnte jede Provokation in offene Gewalt umschlagen. Das Horn von Afrika gleicht einem Pulverfass."

    Gestern habe ich kurz mit meinem Fahrer Sisay telefoniert. Die Treibstofflage hat sich mit dem Irankrieg noch einmal zugespitzt. In Tigray kostet demnach 1 Liter Treibstoff 1000 Birr. Bei einem Kurs von rund 180 Birr für einen Euro sind das 5,50 Euro je Liter. In anderen Landesteilen müssen die Fahrer bis zu drei Tagen warten, bis sie an der Reihe sind. Geschlafen wird im Fahrzeug.

    https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-20…drohung-006.htm

    Nachtrag:

    Von meinem Freund Mehrtab mit dem ich Anfang 2024 durch Tigray gereist bin und den ich dieses Jahr wieder begleiten wollte (wir hatten eigentlich vor im Juli/August zu fliegen) bekam ich die Info, Füße stillhalten und abwarten. Er steht in Kontakt mit Verwandschaft in Tigray, die davon ausgehen, in den nächsten Wochen wird ein neuer Konflikt losbrechen. Es deute darauf hin und wir sollten alle Reisepläne erst einmal aufschieben. Falls sich die Dinge dort noch vorher befrieden lassen, bekommen wir bescheid. Mitten rein in einen neuen Krieg wollten wir nicht so unbedingt.

    Du bist ein ganz Schlauer! Schade, dass Du hier im Forum nicht schon vor einem halben Jahr oder früher gewarnt hast.

    Gewarnt habe hier eher nicht NoDurians, gewundert aber schon eher. Wie lang ist es her, dass Trump sein Ultimatum an Iran ansagte? Drei Wochen, vier Wochen?

    Leider habe ich seitdem nicht beim auswärtigen Amz geschaut, Flicka .. hätte auch gern gewusst, was dazu geschrieben stand.

    Mir ist auch völlig klar, die Reisen werden natürlich viel langfristiger geplant und gebucht. Aber dennoch bin ich der Meinung, spätestens seit Trumps Ultimatum, sollte jedem potentiellen Reisenden in die Region klar sein, es kann u.U. abenteuerlich werden.

    es trifft zigtausende, die lediglich dort umsteigen wollten und nicht Urlaub machen.

    Diese hatte ich ausdrücklich ausgenommen. Für die Umsteiger in Asien etc. ist es einfach blöd gelaufen, dass sie ausgerechnet jetzt ihren Umstieg haben. Ebenso die Kreuzfahrer. Gesperrter Luftraum betrifft sie erst einmal nicht.

    Mal davon abgesehen, ich frage mich, warum so viele Urlauber überhaupt in der Region sind. Ich meine es war ein Konflikt mit Ansage. Trumps Ultimatum sollte jeder mitbekommen haben. Mit Angriffen und Gegenangriffen seitens Iran, Israel und den USA musste gerechnet, werden. Mit weiträumiger Sperrung des Luftraums zwischen Iran und Israel war musste deshalb auch gerechnet werden. Die Ansage des Iran, die US-Stützpunkte in den arabischen Anrainerstaaten zum Ziel zu machen, ist ebenfalls lange genug vorher kommuniziert worden. Sich also jetzt zu wundern, warum der Luftraum in der ganzen Region gesperrt ist, man im Konfliktgebiet fest sitzt, ist m.M.n. etwas blauäugig.
    Kreuzfahrer: Die Sperrung der Schiffahrtroute wurde zwar nicht angekündigt, war aber naheliegend. Aber geschenkt, da war man halt einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Blöderweise hocken die auf den Pötten jetzt auf dem Präsentierteller. Die sind da akut gefährdet und müssten eigentlich schleunigst runter vom Schiff. Aus Sicht des Iran ist so eine schwimmende Wohnwand ein lohnendes Ziel. 5000 Passagiere plus Crew auf engstem Raum. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wenn da eine Drohne oder Rakete einschlägt. :o
    Nicht gerechnet habe ich mit einem wilden um sich schiessen des Iran, auf alles und jeden.
    Die Umsteiger in Asien, Australien und wo sie sonst noch gestrandet sind, ja da ist's halt auch zeitlich blöd gelaufen. Für die denke ich wird man Alternativen drum herum finden.
    Da sehe ich es wie winni. Besser außerhalb des Konfliktgebiets festsitzen, als mittendrin.
    Die Urlauber im Konfliktgebiet, da bin ich gespannt, was man sich in Berlin einfallen lässt, wie man sie wieder heim bekommt. Unser Außenminister hat etwas von Charterflügen angedeutet.

    Ja, da hatte ich überlegt, es so zu machen. Dann allerdings, kam mir der Gedanke, wenn ich Krustentiere schreibe, denken viele, damit will ich etwas verschleiern. So habe ich bewusst die Krebse gelassen, in der Annahme, jetzt werden einige die Krebse als Umschreibung für etwas anderes vermuten. ;)

    Lassen wir sie noch ein bisserl knobeln.

    04. Feb. – zurück in die Hauptstadt

    Das war es mit der Rundreise. Wir fahren heute nach Addis zurück. Die letzten Tage sind wieder Familytime. An einem Tag sehen wir uns noch das neue Adua-Memorial an. Der Bau, den MP Abiy 2024 noch schnell vor dem Gipfel der Afrikanischen Union fertig bekommen wollte. Das Memorial behandelt die Schlacht von Adua, die den Sieg der Äthiopier über die Italiener zum Thema hat.

    Das einzige jemals von Äthiopien konstruierte und gebaute Flugzeug. Es gab nur dieses Eine.

    hier ist so ein Korridor

    Die Blechwand verbirgt das Unschöne dahinter.

    Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Am Abend des 9. Feb. gab es im Yod Abyssina Traditionslokal eine Abschiedsessen mit der Familie. Am Airport dann hieß es Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal.

    Ende des Berichts

    03. Feb. - Langano See

    Kleines Dankeschön an den Room-Service des Frankfurt Hotels

    Wir fahren heute zum Langano See. Das sehr schöne Resort aus dem Jahr 2019 ist leider nicht mehr in Betrieb. Stattdessen kommen wir in einer Art Freizeit-Camp unter, welches dem Regional-Präsidenten gehört. Ija Beach Resort, eine schöne und unter der Woche ruhige Anlage.

    Ich bin mir sicher, DU oder einer deiner Verwandten hat mir meine Badeshorts geklaut, die ich zum Trocknen auf die Terrasse unserer Zimmer gelegt hatte.

    01. bis 03. Feb. weiter nach Awassa

    Am 1. Feb. geht es auf die nächste Etappe in Richtung Awassa.

    Das Stachelgestrüpp soll blinde Passagiere fernhalten.

    Dort angekommen würde wir gern volltanken. Doch im Land herrscht akute Treibstoffnot. Hier fährt man an 30 Tankstellen vorbei und alle sind trocken. Bis man eine findet die Treibstoff verkauft. Davor dann oft eine kilometerlange Schlange. So lange können wir natürlich nicht warten.

    War ich bislang ein Kontrollbeschleuniger bei Straßen-Checkpoints - Ferenji an Bord = uninteressant für Uniformierte - bin ich jetzt auch ein Tankbeschleuniger. Mein Freund Muller meinte wir gehen jetzt beten/betteln, dass wir tanken können. Also ohne lange zu warten. Zuerst wurden wir von der Sidama-Police (Awassa ist Hauptstadt der Sidama Region) an das Tankpersonal verwiesen und von denen an den Besitzer, und oha, es hat funktioniert.

    Der sagte, wir sollen !etwas! warten. Nach nicht einmal 10 Minuten wurde das Absperrseil heruntergelassen und wir durften auf das Tankstellengelände. Nach weiteren 15 Minuten hatten wir vollgetankt. Ohne den Ferenji hätte es ewig gedauert.

    Wir checken ein ins Frankfurt Hotel. Die Welt ist ein Dorf. Ich muss noch weiter weg fliegen!

    Am 02. Feb. machen wir nach dem Frühstück eine Bootstour auf dem Lake Awassa. Heute steht Hippo-Riding auf dem Plan.

    Dass die meist übel gelaunten Flusspferde uns so dicht heranlassen.

    Fisherman‘s Friend

    Beim Mittagessen auf einem Ponton sehe ich etwas schwimmen, was sich nach Suche in Netz als Nilwaran herausstellte.