Posts by Sabiji

    Moin!

    Mmmmhh...5 Tage Kamakura oder 5 Tage Fujikawaguchi sind schon sehr lang. Für Kyoto, Osaka und Co könnte ich das ja nachvollziehen...

    Nicht falsch verstehen, ich mag Kamakura sehr und habe den Ort besonders aus historischen Kontext diverse Male erkundet. Aber selbst ich würde bei 5 Tagen den Kamakura-Koller bekommen. Das gleiche gilt für Fujikawaguchiko.

    Tokyo hat den Vorteil, dass man in alle Himmelsrichtungen relativ schnell im Grünen ist. Nach einem ganzen Tag ging mit die Großstadt meist auf den Keks, so das ich am Folge-Tag im Grünen war, und den Tag drauf wieder den Nerv für Stadtziele hatte. Oft war ich von Tagesausflügen am frühen Nachmittag zurück, um nicht in die Rushhour zu kommen, dann kann man noch ein Stadtziel angehen. Z.B. geht die Reiselinie vom Takao an Shinjuku vorbei, so dass man dort aussteigen kann und sich noch die Aussicht vom Government-Building geben kann.

    Nach Kamakura brauch man eine knappe Stunde. Wenn ihr durch den Knirps eh Frühaufsteher seit, um so besser. Für Enoshima würde ich in jedem Fall ein Tag ansetzen. Aber wenn ihr nicht die absoluten Geschichts- und Tempel-Freaks seit, dann ist Kamakura schnell erkundet.

    Ich weiß, ihr habt ein kleines Kind. Man muss auch nicht den ganzen Daibutsu-Wanderweg gehen, sondern nur Teilstücke. Die Wanderwege sind in der Regel auf den Kämmen der Hügel, die Kamakura umgeben. Bei schönen Wetter toll, bei nassen Wetter kann es verdammt rutschig werden.

    Was die Fuji-Region angeht, fände ich für ein Kind Hakone spannender. Da wäre die Fahrt mit einem "Piratenschiff" über den Ashi-See oder die Seil- und Gondelbahnen über das vulkanisch aktive Owakudani-Tal. Wanderwege gibt es auch in Hakone ohne Ende.

    Die Wind- und Eishöhle bei Fujikawaguchiko halte ich für überbewertet. Es sind Geröllhöhlen, die bei den Ausbrüchen des Fuji entstanden sind, sehr klein und bei entsprechenden Touristenandrang überrannt. Wanderungen im Aokigahara haben allerdings wirklich was. Man könnte z.B. vom Iyashi no Sato-Dorf Richtung der Höhlen wandern. Bei Fujikawaguchiko gibt es z.B. noch den FujiQ-Freizeit-Park. Vielleicht ist da was für den Kleinen bei.

    Den Fuji-Ausflug würde ich allerdings grundsätzlich mit Übernachtungen machen. Man brauch locker 2 Stunden von Tokyo und als Tagesauflug mit Kleinkind wäre das zu heftig. Ich glaube aber, das zwei Übernachtungen in einem schönen Onsen-Hotel ausreichen sollten, egal ob Hakone oder Fujikawaguchiko. Letztendlich hängt allerdings auch viel vom Wetter ab. Wenn ihr Pech habt und es Bindfäden regnet, hängt ihr sonst 5 Tage lang dort tot übern Zaun.

    Das Bären-Thema halte ich für übertrieben. Ja, es kommt vermehrt zu Bärensichtungen, auch in der Fuji-Region. Meine Tochter war ein Monat in einem Bärenprojekt in Karuizawa und hatte nur einmal Anblick, und das nur, weil die Bärin einen Sender hatte, und sie das Tier geortet hatten.

    Kauft Euch eine Bärenglocke, dann könnt ihr mit den anderen Touris um die Wette bimmeln. Der Takao-San ist übrigens eher bei Schlangen beliebt.

    Zu Tokio selber sage ich nichts. Aber bestimmte Ziele lassen sich fußläufig effektiver verknüpfen, wie z.B. Meiji-Schrein und Harayuku/Takeshita-Dori.

    Ach so, und vermeidet bestimmte Ausflüge am Wochenende (großer Buddha, Takao-San, Shureito-Pagode). Dann sind diese überrannten Spots gleich nochmal um ein Sahnehäubchen überrannter.;)

    Noch ein Tip bei Tagesausflügen: sollte es regnerisch sein, aber jetzt nicht schütten, sondern mit guten Klamotten zum wandern okay sein, geht raus. Nicht in die Stadt! Passt nur mit rutschigen Wegen auf. Oft sind dann weniger Touris unterwegs und die Natur hat dann sein eigenen Zauber.

    Ich noch mal ;).

    Habe einen Bekannten gefragt, der einige Jahre in Japan studiert hat. Dem war zu mindestens keine spezielle Einschulungszeremonie in Shinto-Schreinen bekannt. Er meint, dass diese Zeremonien eher direkt in den Schulen stattfindet, da sie dort in eine Gemeinschaft (einer speziellen Schule) aufgenommen werden, mit eigener Schulhymne und so weiter, und so fort.

    Aber er überlegte, dass diese Schreinbesuche eventuell nicht damit zusammenhängen, dass die Knirpse besondere Blitzbirnen werden sollen, sondern man auf den Schutz der Kami bezüglich des Schulweges hofft.

    Ganz im Gegenteil zu Deutschland sollen die Frischlinge allein (oder zusammen mit ihren Schulkumpels/Kumpelinen) den Schulweg meistern. Das soll ganz bewusst Selbstständigkeit und Eigenverantwortung fördern.

    Und wenn ich mal so zurückdenke, meine ich durchaus ab und an Schulranzen mit Beinen allein, zu zweit, zu dritt in den Öffis gesehen zu haben.

    Moin Flicka,

    ich habe noch mal bezüglich des Ikuta Schreins recherchiert. Es gibt noch nicht mal einen Tenjin-Nebenschrein dort, und auch alle anderen Nebenschreine sind eher "unauffällig".

    Für den Erstbesuch von Neugeborenen wird geworben, und der Klassiker "Shichi-Go-San".

    Der Ikuta-Schrein scheint aber einer der wichtigsten Shinto-Schreine in Kobe zu sein, weswegen ich mir gut vorstellen kann, dass er für den Start des Schul-Lebens gern genutzt wird.

    Ich bin auch Jäger, und im Übergang Februar/März balzen viele Eulenarten. Im März hatte ich über 3 Wochen immer ein ganz zartes Huuuuuhh in meine Nähe. Aber ich konnte den Verursacher nie entdecken. Irgendwann nahm ich mein Wärmebildgerät mit, und so konnte ich den Waldohreulen-Terzel (Männchen) entdecken.

    Ob seine Bemühungen Erfolg hatten, kann ich nicht sagen. Irgendwann war es still, und ich habe ihn nicht mehr gesehen.

    Obwohl Eulen (insbesondere die Waldohreule und der Waldkauz) gar nicht sooo selten sind, entdeckt man sie in freier Natur kaum, eben weil sie (gegenüber anderen Greifvögeln) so schweigsam sind. In der Regel hört man sie deswegen nur in der Balz. Außerdem kann man an Eulen unmittelbar vorbeilaufen, ohne sie zu entdecken. Sie vertrauen auf ihre gute Tarnung und Unbeweglichkeit.

    Das Foto ist ziemlich schlecht, ich hatte nur mein Handy bei und musste stark vergrößern.

    Sehr interessant. Was bedeutet denn "Hase"? So etwas wie "Pilgern"?

    Nein, das hat keinen religiösen Kontext und hat eher was mit einer Ortsangabe zu tun. Die Schriftzeichen verweisen eher auf ein langes Tal. Möglicherweise auf den Standort des Yamatoer Hasedera. Das besondere ist wie oben geschrieben die besondere Darstellung der Kannon, weswegen sie im Zusammenhang Hasedera Hasekannon genannt werden. Tempel, welche diese besondere Kannon verehren, übernehmen die Bezeichnung Hasedera in ihrem Tempelnamen.

    Figuren des buddhistischen Pantheon gibt es in -zig verschiedenen Interpretationen, die teilweise auch nur regional vorkommen. Insbesondere die Kannon ist sehr variabel, wird ursprünglich männlich dargestellt, geht dann über androgyne Varianten besonders in China und Japan in weibliche Darstellungen über und erinnern teilweise sogar an Marien-Darstellungen. Kannon können viele viele Köpfe besitzen und "tausend" Arme, deren Hände diverse Mudras formen oder religiöse Gegenstände und sogar Waffen halten.

    Das Ding ist einfach, dass es die unterschiedlichsten buddhistischen Schulen und den damit verbundenen Unter-, Zweig- und Nebenströmungen gibt, wodurch es manchmal nur sehr wenige Tempel gibt, die eine ganz bestimmte Darstellung z.B. eines Bodhisattvas wie die Pilgerstab-(Hase)-Kannon verehren.

    Na das passt ja. Ich glaube im Rahmen der herkömmlichen schulischen Ausbildung sind es in Japan etwa 2100 Kanji. Wer studieren will, muss mehr beherrschen.

    Mir ist aufgefallen, dass besonders in Museen die Beschriftung der Schilder, insbesondere wenn es um Namen geht, die Kanji sehr oft mit der Silbenschrift Hiragana ergänzt werden. Das hat mir natürlich geholfen, wenn ich Kanjis nicht kannte, und es keine romanische Beschriftung gab.

    Offensichtlich hilft es auch vielen Japanern. Fairerweise muss ich allerdings dazu sagen, dass im historischen Bereich viele Kanjis nicht mehr üblich sind, oder heute anders gelesen werden. Als ich meine damalige Japanisch-Lehrerin gebeten hatte, Passagen aus einem Fachbuch zu übersetzen, hat die ganz schön dicke Backen gemacht...

    11.04.26

    Grüße aus Kashihara!

    Heute morgen waren die nassen Sachen zum Glück wieder trocken, und es sollte sonnig werden. Also gings mit dem Zug in ca 30 Minuten nach Hasedera und vom Bahnhof aus zu Fuß zum Tempel. An der Straße zum Tempel gibts nicht nur die üblichen Essensangebote und Souvenirs, sondern auch Agrarprodukte, sehr ungewöhnlich.

    Am Aufgang zum Tempel wurde es laut: Offenbar kümmert man sich auch in Japan Samstags um den Garten, oder der Tempel hatte neue Laubbläser angeschafft, jedenfalls wurde ausgiebig Laub weggeblasen, wo überhaupt kein Laub zu sehen war. Ich war jedenfalls genervt. Zum Glück ließ ich den Krach bald hinter mir. Die überdachten Stufen hoch, immer wieder Blicke auf kleine Tempel links und rechts, dann kam ich an der Haupthalle an. Hier konnte man gegen eine Zusatzgebühr die große Kannon-Statue besuchen und ihr sogar die Füße reiben, und das machte ich natürlich. Die Kannon-Statue hat übrigens einen Zwilling, der aus dem selben Stamm gefertigt und ins Meer geworfen wurde, in Kamakura angetrieben wurde und jetzt im dortigen Hasedera Tempel steht.

    Ich enter noch mal kurz Dein Fred, weil ich ja erwähnte, dass dieser Hasedera in meinem Vortrag über Seki in Mino Erwähnung findet.

    Das Besondere an der Kannon ist die Darstellung mit einem Pilgerstab, wie er gewöhnlich bei Jizo-Darstellungen zu finden ist. Kannon wird regelrecht in der Ikonographie des Jizo dargestellt. Das ist sehr selten, weswegen diese Art von Kannon "Hase-Kannon" genannt wird. Tempel, die eine solche Kannon verehren, nennen sich entsprechend "Tempel der Hase" also Hasedera.

    "Dein" Hasedera gilt als der Ur-Hasedera. Dann gibt es den beliebten Hasedera in Kamakura, wie Du oben geschrieben hast. Und dann gibt es noch einen Hasedera in Koga/Ibaraki, die ganz eifersüchtig darauf bestehen, dass sie die Dritten im Bunde sind, und dass ihre Kannon aus der Spitze des Kampferbaums geschmitzt wurde, aus dem auch die Figuren bei Nara und Kamakura gemacht wurden.

    Leider haben sie dabei den Shinchokokuji-Tempel in Seki bei Gifu vergessen. Dieser Tempel wurde 1222 in "Shinchokokuji" umgeweiht, weil man von der Hosso-Ausrichtung des Buddhismus in die Shingon-Schule wechselte. Davor hieß dieser Tempel "Yoshidasan Shin-Hasedera". Dieser Hasedera in Seki ist ein unmittelbarer Zweigtempel deines besuchten Tempels.

    Warum ist das wichtig für meinem Vortrag? der Seki-Hasedera war der Größte Landbesitzer vor Ort, und war mit großer Wahrscheinlichkeit der Arbeitgeber der sich dort ansiedelnden Schwertschmiede.

    Leider ist vom Seki-Hasedera kaum was übrig geblieben, und die dortige Hase-Kannon wird nur alle 12 Jahre für einen Monat der Öffentlichkeit gezeigt.:roll:

    ... traditionell benutzen Künstler keine Klarnamen, sondern "Go" - also so etwas wie ein Künstlername bzw. Synonym.

    In meinem Fall 柯睿思 (Kē Ruìsī). Die Erklärung, die ich dazu erhalten habe:

    Es klingt ähnlich wie „Chris“ und hat im Chinesischen eine sehr positive Bedeutung: weise und nachdenklich. Das erste Zeichen 柯 ist ebenfalls ein genuin chinesisches Wort, was den Namen authentisch und natürlich wirken lässt.

    Na dann ist das eigentlich ganz ähnlich wie im Japanischen, da würde Chris per Katagana "Ke-Ri-Su" geschrieben und gelesen werden, nur eben nicht mit den klassischen Kanji, das geht dann nur im Chinesischen.

    NoDurians schönes Bild!

    Hier mein "Goshuin", den ich für das Zeichnen von Oshigata verwende.

    Das passt auch ganz gut zu Flicka ´s Goshuin Thema in Ihrem aktuellen Japanreise-Bericht. Nimmt man die Kanji für "Goshuin" von ihrer Bedeutung her auseinander, wäre das Go = Ehrenname, Shu = Rot, In = Siegel. Wobei in Japan "Goshuin" in der Regel mit Autoritäten (Behörden, Ämtern, Vereinigungen, bzw. historisch auch Kaiser, Shogun, Tempel, Schreine) verbunden wird.

    Ausnahme sind Künstler (nee, bin kein Künstler), aber traditionell benutzen Künstler keine Klarnamen, sondern "Go" - also so etwas wie ein Künstlername bzw. Synonym. Und na klar, die beiden Kanji entsprechen hier meinem Forenname.

    Normale Namenssiegel nennt man Hanko.

    Traditionell verwendet man in Siegeln eine bestimmte standardisierte Form von Schriftzeichen, die in Japan Tensho heißt, und bei NoDurians Beispielen mehr oder weiniger ausgeprägt zu sehen ist. Ich habe mich jedoch für klassische Kanji entschieden.

    Auch habe ich bewusst ein japanisches "Go" gewählt, weil mein Name nicht im Japanischen zu schreiben geht. Das geht nur in der Silbenschrift Katagana. Damit könnte ein Japaner meinen Namen zu mindestens phonetisch lesen, sieht als Schrift aber doof aus.

    Falls sich jetzt jemand wundert, warum Flicka und NoDurians Namenssiegel mit ihren offensichtlichen Klarnamen haben, liegt das an der chinesischen Schrift. In der chinesischen Schrift gibt es vielmehr Phonogramme als Logo- und Piktogramme. Man kann also europäische Namen phonetisch im Chinesischen besser darstellen.

    Im rein Japanischen ist man in der "Begriffszeichenlesung" laienhaft ausgedrückt stehengeblieben. Für "Sabine" oder Klaus" gibt es in Japan keine Begriffszeichen. Man kann dies nur mit den Silbenschriften Hiragana und Katagana ausdrücken. "Sabine" ist sehr japanfreundlich "Sa-Bi-Ne", "Klaus" ist dann eher schräg "Ka-Ra-U-Su" (ausgesprochen Kalausu, wobei das "l" eine Mischung aus L und R ist).

    Durch die unterschiedlichen Lesearten in China und Japan, beherrscht ein durchschnittlicher Chinese grob gesagt doppelt so viel Schriftzeichen wie Otto-Normal-Japaner.

    Meine Tochter macht Kimchi immer selber und nimmt dafür überwiegend Rettich, weniger Kohl.

    Ich habe jahrelang Kendo/Kumdo bei einem koreanischen Meister gemacht, und Kimchi ist grundsätzlich bei jedem koreanischen Essen bei. Ohne wäre wie Torte ohne Sahne.

    Es sind schon schräge Zeiten, wenn man im Frühjahr nicht weiß, ob man im Herbst überhaupt fliegen kann.

    Also grundsätzlich kann man alle Tickets vor Ort kaufen. Wenn man sich etwas Zeit ans Bein bindet, kann man an einem Shinkansenautomaten (oder zwischenmenschlich am Schalter) auch gleich die Tickets und Reservierungen für kommende Tage klar machen. Für einen vertretbaren Aufpreis würde ich die 1. Klasse (Green Car) empfehlen, insbesondere für die Nahkampfstrecken zwischen Hiroshima und Tokyo.

    Wenn es halbwegs sicher ist, dass der Flieger geht, kann man ja 1 bis 3 Wochen vorher bestimmte Tickets buchen. Zu mindestens hatte ich das bei Busverbindungen gemacht, welche nicht so häufig fahren, und denn auch mal ausgebucht sein können - gerade wenn man mit 4 Leuten von A nach B will.

    Zur Strecke halte ich mich zurück. Mir wäre es ein ticken viel, weil jede Etappe aus meiner Sicht Zeit frisst. Man kann geschickt planen und ich würde mich immer an Hotels in der Nähe der Bahnhöfe orientieren, so dass man das Gepäck schnell abgeben und schon mal Ziele angehen kann. Achtet auch auf die Tage/Feiertage/Wochenenden wann Ihr wo seid. Achtet auf Schließzeiten geplanter Ziele (z.B. Montags) und vermeidet möglichst Hiroshima, Himeji und Kyoto an Feiertagen und am Wochenende. Dann sind diese besonders beliebten Spots noch mal extra voll.

    Flicka weiß bestimmt auch noch Tips.

    Ich war richtig geschockt: wie Airport Kansai? Das ging mir durch Mark und Bein und zeigt, dass meine alte Liebe immer noch brennt.

    Also ich meine Japan.

    Aber natürlich habe ich besonders Flickas Beiträge besonders lieb!

    Ich habe mich sogar erwischt meiner Frau gesagt zu haben, "naja, vielleicht ein Kurzurlaub in Japan. Weit weg von Tokyo, Kyoto und Konsorten". Sie hatte nämlich ein Beutel mit Klimpergeld gefunden, darunter habe ich auch 1.000 Yen zusammengefunden. Na wenn das Startkapital ist!

    Nein, im Ernst Flicka: tolle Fotos und Berichte! Du hast es etwas geschafft, mein blutendes Herz zu besänftigen. Dieses Ziehen in der Herzgegend (nein kein Herzinfarkt) kenne ich nur zu gut! Japan-Sehnsucht! Besonders Deine letzte Etappe im Herzland Yamatos hat mich gefangen.

    Domo arigatou gozaimashita!

    Moin Flicka,

    das "Schwert" müsste ich irgendwo in meiner Literatur haben. Es war wohl ein Geschenk des koreanischen Königreichs Paekche an den König von Wa -> Japan. Die Klinge ist im Original sehr dünn und war definitiv eine Zeremonial-Waffe. Wie die Klinge ursprünglich montiert war, weiß man nicht. Ich vermute, dass sie eher an einer langen Schaft wie eine Lanze oder Hellebarde montiert war. So konnte man sie ähnlich einer Standarte bei Zeremonien und Prozessionen besser sehen.

    Bezüglich der Eier: in Yamato ist der Schlangenkult weit verbreitet. Der Gott des Berges Miwa nimmt der Legende nach die Gestalt einer Schlange an. Und warum auch immer, in Japan gelten Eier als Delikate für Schlangen.

    In Japan haben Schlangen nicht den schlechten Ruf wie bei uns im christlichen Kontext.

    Pssst, Flicka! Nicht so laut! Nicht das er das mitbekommt. Zu Lebzeiten schien er einen sehr starken Charakter gehabt zu haben. Er war damals der erste "Ü 30" Kaiser seit etwa 300 Jahren (die meisten waren Kind-Kaiser) und hat entsprechend auf den Putz gehauen.

    Also auf leisen Sohlen weiter, nicht dass Du sein Unwillen erregst...;)