Posts by NoDurians

    Hintergrund: Da geht's in erster Linie um diejenigen, die über die Feiertage gerne nach Bosnien, Serbien... gefahren wären. Serbien ist ja eines der wenig Länder, wo die Zahlen noch mieser sind als in Österreich.


    Das ist auch nachvollziehbar. Bei uns gibt es bei Familienfeiern am 24./25./26./31. Dezember

    eine Beschränkung auf 10 Personen (außerhalb dieser Tage sind es nur 6 Personen). Da ist es nicht sinnvoll, dass jemand das orthodoxe Weihnachtsfest in der Großfamilie feiert.


    Der erfreuliche Teil der neuen Regeln: Ab Montag sind die Museen wieder offen.

    Was mir aufgefallen ist: Einer der Politiker (ich weiß nicht mehr, wer) hat gesagt, dass immer ein paar Tage vor einer Bund-Länder-Konferenz mit schöner Regelmäßigkeit aus dem Bundeskanzleramt Informationen über die gewünschten Maßnahmen an die Presse gelangen. Ich finde, das ist ein ganz schlechter Stil, wenn man den Ministerpräsidenten per Medien ausrichtet, was zwei oder drei Tage später bei den Verhandlungen rauskommen soll. Verhandlungen auf Augenhöhe schauen anders aus und dass dann hin und wieder einer auf stur schaltet, ist auch klar und belastet die Gespräche. Der Föderalismus erschwert den Kampf gegen die Pandemie ohnehin schon.


    Ich fand das insofern interessant, als ich bisher geglaubt habe, das wäre eine österreichische Eigenheit. Ist doch gut, hin und wieder mal über die Grenzen zu schauen.

    Die Grenzschließungen kamen einfach aus epidemiologischer Sicht zu spät, wären aber zu einem früheren Zeitpunkt nicht durchsetzbar gewesen. Auch das ist mit mangelnder Erfahrung zu begründen. Hätten wir die innereuropäischen Grenzen hochgezogen, als im Februar die ersten Fälle in Italien auftauchten, bzw. als die Grenzen in Asien längst dicht waren, wäre uns viel erspart geblieben. Damals kam niemand auf die Idee, und selbst wenn, hätte er sich damit niemals durchsetzen können.


    Dass strengere Maßnahmen, z. B. Quarantäne wie in Vietnam oder quasi elektronische Fußfesseln wie in Japan nicht mit dem Grundgesetz und dem Datenschutz in Einklang zu bringen sind, wurde von den Politikern schon gesagt, das ist aber sowieso klar.


    Insgesamt war das eine wohltuend respektvolle und ruhige Diskussion. Alle Argumente und Ansichten, die vorkamen, sind für mich nachvollziehbar, das Zögern der Politik genauso wie das Fordern strengerer und schnellerer Maßnahmen.

    Man kann auch den örtlichen Onlinehandel unterstützen. Bei uns gibt es mehrere Verzeichnisse mit lokalen Geschäften, die liefern. Da gibt's fast alles (Bücher, Elektro, Haushalt, Fotografie, Werkzeug, Strickzeug, Bastelsachen, Lebensmittel, Getränke).


    Problematisch wird's, wenn der Riese aus dem Amazonas viel billiger ist als der billigste Händler vor Ort. Das hab ich letzte Woche bei einem Staubsauger bemerkt. Der hat auf der dunklen Seite der Macht 350 Euro gekostet, beim billigsten lokalen Händler über 400. Das ist aber äußerst selten und die meisten, die das als Ausrede verwenden, sind einfach nur stinkfaul und machen sich gar nicht die Mühe, nach einer Alternative zu suchen.

    Wer erinnert sich noch gerne an diese wunderbare Zeitschrift? Ich war von 2006 an bis zur Einstellung ded Magazins Abonnent und kann mich von den Heften nicht trennen.


    Damit das Aufheben nicht komplett sinnlos ist, mache ich gerade ein Verzeichnis aller Artikel, die noch von Wert sein könnten.



    Die Gastronomie hat geschlossen, aber man kann sich ja gegenüber beim Trześniewski ein paar der legendären Brötchen kaufen, dazu Kaffee aus der Thermoskanne und dann setzt man sich eben in den Schanigarten vom - nicht minder legendären - Hawelka.


    Egal ob Eigenverantwortung oder Gruppendisziplin, beides sind Eigenschaften, die uns in Westeuropa fehlen, das zeigt sich spätestens seit März sehr deutlich.


    Dass ein Virus ein Feind ist, dem man rasch (!) und als Kollektiv begegnen muss, weiß man eben in Südost- und Ostasien, egal ob es sich um Ein- oder Mehrparteiensysteme handelt. Und deshalb wird in Villaribo schon längst wieder gefeiert, während man in Villabajo noch lange schrubben wird!

    Die Corona-Situation ist in Südost- und Ost-Asien doch nur besser als bei uns, weil die betroffenen Staaten mit diktatorischen Mitteln gegen die Ausbreitung des Virus vorgehen. Ob das asiatische Individuum wirklich mehr Eigenverantwortung oder soziale Verantwortung hat als der Euro wage ich zu bezweifeln.

    Und ich wage, die "diktatorischen Mittel" in Japan, Taiwan und Südkorea zu bezweifeln.

    Hilft Dir zwar nur bedingt weiter, aber in Österreich sollen im Jänner in Alters- und Pflegeheimen Bewohner über 65 Jahren sowie das dortige Personal, Pflege- und Gesundheitspersonal in Krankenanstalten, Ordinationen, Rettungsorganisationen und sozialen Diensten geimpft werden, außerdem Hochrisikogruppen mit definierten Vorerkrankungen.

    Warum funktioniert in diesem Forum das Blocken von Usern nicht? Anstatt, dass mir die Beiträge von geblockten Usern nicht angezeigt werden, werden sie nur ausgeblendet. Wenn ich sie anklicke, dann sehe ich sie leider.


    Jaja, ich weiß schon, ich könnte sie auch ganz einfach nicht anklicken. Aber das ist halt wie bei einem Verkehrsunfall: Grauslich, aber wegsehen fällt auch schwer.


    Ist das eine Einstellung in den Setups der Forensoftware? Kann man das ändern?


    In Deutschland kommen täglich mehr neue Corona-Fälle dazu, als es in Vietnam insgesamt seit Beginn der Pandemie gegeben hat. Insgesamt, das heißt von März bis heute! In Vietnam läuft das Leben mittlerweile wieder fast normal, genau wie in vielen anderen Staaten Ost- und Südostasiens. Aber warum?


    Zusammenfassend (wenn man die sehr interessanten Artikeln nicht lesen möchte) gibt es dort reichlich Erfahrung mit Pandemien. Schutzausrüstung, Temperaturscanner... waren in ausreichender Menge verfügbar, man hat schnell und effizient reagiert und die Grenzen hochgezogen und was Quarantäne- und Überwachungsmaßnahmen betrifft, ist natürlich vieles möglich, das die Rechtslage in Europa (Grundrechte, Datenschutz) nicht zulässt. Darüber hinaus glänzt allerdings auch die Bevölkerung durch Disziplin und ein Bewusstsein, welches das Gemeinwohl über das Wohl des Einzelnen stellt. Für mich ist das der entscheidende Unterschied, denn in Japan, Taiwan oder Südkorea spart sich die Politik die Überzeugungsarbeit und muss nicht fürchten, bei jeder Maßnahme Wählerstimmen zu verlieren. Die Bevölkerung ist von Anfang an mit im Boot. Und ehrlich gesagt, die Grundrechte werden bei uns sehr oft als Feigenblatt für die eigentlichen Beweggründe missbraucht. Denn was wirklich verteidigt wird, ist das Recht rund um die Uhr konsumieren zu dürfen, sich nicht einschränken zu müssen und nicht auf andere Rücksicht nehmen zu müssen.


    Dabei sind wir doch das reiche, hochentwickelte, technologisch überlegene Europa, so die Erzählung. Und das freie Europa! Die Frage ist schon zulässig, wer nun freier ist: Wir im Lockdown, mit geschlossenen Restaurants und Läden und all unseren Einschränkungen, oder diejenigen, die in China Oktoberfest und Schaumparties feiern, die in Hong Kong, Singapore und Bangkok shoppen und die in Vietnam bald nahezu ungetrübt Tet (das größte Familienfest des Jahres) begehen.


    Verbohrt und arrogant

    Artikel auf zeit.de


    Ostasien meistert die Krise besser als wir - das liegt nicht nur an strengen Regeln

    Beitrag auf focus.de


    Fünf Gründe, warum Asien es besser macht

    Artikel auf zdf.de