Kinder sind die Gourmets von morgen

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    • Jetzt hat es mich doch in den Fingern gejuckt und ich möchte mal als "Betroffene" schreiben. Nämlich als ein Elternteil von zwei Kleinkindern...

      Uns haben Kinder (auch als wir noch kinderlos waren) nie gestört. Wir waren noch nie mit einem Baby um Flugzeug, das tatsächlich den ganzen Langstreckenflug durch geschrieen hat. Und wir sind doch schon öfters geflogen...

      Klar sind Kinder, besonders kleine Kinder, in der Bahn, im Flugzeug, im Restaurant, etc. manchmal laut. Lauter als Erwachsene. Es sind ja auch Kinder. Und Kleinkinder sitzen nun nicht einfach mal ein paar Stunden ruhig herum.
      Nun könnte man natürlich als Eltern mit Kleinkindern alle diese Dinge einfach nicht tun, aber:
      1. Es gibt Eltern, die trotz Kindern beispielsweise noch gerne reisen. Weil sie das vorher so gerne getan haben. Oder doch mal ein Restaurant besuchen möchten.
      2. Kinder sind ein (gleichwertiger) Teil unserer Gesellschaft. Sie haben auch das Recht, sich an öffentlichen Orten aufzuhalten.
      Und als Eltern bemüht man sich immer darum, dass die Kinder im Restaurant nicht stören. Meist gelingt das in einer kinderfreundlichen Atmosphäre besser, als wenn man schon beim Eintreten von den anderen Gästen schief angeschaut wird.

      Wir leben momentan in den USA und es ist toll, wie kinderfreudlich das Land ist... Natürlich gibt es beispielsweise adult-only hotels (für mich auch völlig legitim), aber wenn Kinder erlaubt sind, dann sind sie auch willkommen.
    • NoDurians schrieb:

      Angela60 schrieb:

      Beate R, wie alt bist Du ? Du hast nicht deinem Opa die Mittagsruhe gestört, du hast kein Fussball im Treppenhaus gespielt, bist nicht das Treppengeländer runtergerutscht und hast keine Wasserbomben aus dem Fenster der Wohnung geworfen ????? Wie Langweilig :) :) :) :)
      Das ist doch unerheblich! Die Frage ist, ob einen das nicht vielleicht trotzdem im Alter stören darf und man durch sein Buchungsverhalten Kindergeräuschen (wollte schon Lärm schreiben) ausweichen darf.
      Ich bin übrigens 51, meine Meinung dazu ist allerdings seit vielen Jahren unverändert.
      Da wollte ich doch glatt vorhin NoDurians selektive Wahrnehmung Kommentar liken. Aber leider widerspricht er sich im nächsten Kommentar bzw. schwächt sein eigenes Argument ab. Selektive Wahrnehmung kann zum Beispiel durch Voreingenommenheit entstehen. Natürlich gibt es lärmende Kinder, im Urlaub wie zu Hause. Aber es gibt auch andere Quellen der Geräuschbelästigung. Und es ist halt nicht unerheblich sich zurück zu erinnern wie man in seiner eigenen Kindheit war. Natürlich hat man auch mal gelärmt, anderen einen Streich gespielt und eine Riesenfreude dabei gehabt u.n.v.m.
      Zitat ( ich weiß leider gerade nicht von wem): Gott gib mir die Gelassenheit Dinge einfach hinzunehmen die ich nicht ändern kann.
      Bitte gib mir die Kraft Dinge zu ändern die man ändern kann. Aber vor allem gib mir die Weisheit beides zu unterscheiden ( sinngemäß). Ich rege mich nicht über spielende Kinder auf( auch nicht wenn es mal lauter wird. Geht positiv mit der Sache um, lacht einfach mit oder geht dem Lärm aus dem Wege. Der Urlaub ist einfach zu kurz um sich über solche Sachen zu ärgern.( meine ich) Aber die Kinder respektieren euch nicht, schneiden euch Grimassen? Ja Kinder sind heute vielleicht sogar lauter als früher. Aber sie sind auch Reiz überflutet und stehen schon sehr früh unter Stress( mehr als in der guten alten Zeit), dann provozieren sie auch schon mal. Aber sie sind beeindruckt von der unerwarteten Reaktion. Die da wäre, mindestens gelassen zu bleiben. Unter uns wohnt eine Familie mit kleinen Kindern, man da geht es schon mal turbulent und auch laut zu. Beschwert habe ich mich noch nie, warum auch? Nur ein bisschen geschmunzelt habe ich und mich zurück erinnert als ich junger Familienvater war. "Wie gut das ich den harten Job hinter mir habe"
    • happytraveller schrieb:

      Bitte gib mir die Kraft Dinge zu ändern die man ändern kann.
      Wirklich viel Kraft kostet es nicht, Hotels zu buchen, in denen es keine oder nur wenige Kinder gibt. Oder, wenn mir die Kindergeräusche zu viel werden, auf's Zimmer zu gehen und dort Erwachsenengeräusche zu machen. :P
      12/2016 Köln ... 01/2017 Südafrika ... 05/2017 Manchester ... 02/2018 Vietnam (Teil 4)
      reiseweg.at ... flickr.com/photos/nodurians/sets/
    • NoDurians schrieb:

      happytraveller schrieb:

      Bitte gib mir die Kraft Dinge zu ändern die man ändern kann.
      Wirklich viel Kraft kostet es nicht, Hotels zu buchen, in denen es keine oder nur wenige Kinder gibt. Oder, wenn mir die Kindergeräusche zu viel werden, auf's Zimmer zu gehen und dort Erwachsenengeräusche zu machen. :P
      Das finde ich jetzt doch mal ausgesprochen amüsant formuliert. :)
    • Lärm - auch von Kindern, kann ich aushalten. Oder notfalls - wenn neben oder über mir nachts stundenlang ein Kind brüllt - um ein anderes Zimmer bitten. Wobei ich da auch eher zu Ohropax greife ...

      Brüllende Babies im Flieger tun mir eher leid, denn oft haben sie schlicht und ergreifend Ohrenschmerzen, weil der Druckausgleich nicht geklappt hat und die Eltern an so was vor der unbedingt nötigen Flugreise wohl nicht gedacht haben. Auch da hilft Ohropax...

      Aber wenn du mal stundenlang im Flieger hinter dir ein Kleinkind hast, das permanent mit den Füßen gegen deinen Sitz tritt oder auf dem Schoß der Eltern rumturnt und dich an den Haaren zieht oder dir was reinschmiert, ohne dass die im geringsten bereit sind, was daran zu ändern, sehe zumindest ich ROT! Und ich hab das leider schon x-Mal erlebt - wir fliegen halt ziemlich viel in der Welt herum.
      Allerdings da ist nicht das Kind das Objekt meines Zorns, sondern die Eltern!

      Insofern bin ich schon sehr für getrennte Welten! Eltern mit Kindern unter - sagen wir mal - 10 Jahren, sollten sowohl in Hotels als auch in Fliegern und anderen Einrichtungen räumlich getrennt von Menschen untergebracht werden, die nachts schlafen, im Flieger ihre Ruhe haben oder auch nur in Ruhe essen wollen und dafür genauso viel bezahlt haben wie die, die ihre Kinder nicht im Griff haben (wollen).

      Und übrigens - ich bin Mutter von zwei und Stiefmutter eines weiteren Kindes - und keines von meinen drei (mittlerweile erwachsenen) Kindern hätte sich jemals so benommen, wie das hier teilweise dargestellt wird. Aber die Väter und ich hatten da auch konkrete Vorstellungen, was für Menschen da heran wachsen sollen und wie ihr Verhalten anderen Menschen gegenüber sein soll. Und wir haben das auch durchaus durchgesetzt.

      Und daran scheint es bei manchen Eltern doch deutlich zu hapern.
    • Man sollte auch mal die Kommentare zum Artikel lesen - vor allem die von Eltern! Z.B. hier eine Auswahl:

      "Nur Kinder zu bekommen reicht nun mal nicht, man muss sie auch erziehen. Sonst schadet man ihnen und ja, am Ende auch der Gesellschaft."

      "Wir haben Kinder und sind gern gesehene Gäste, da unsere Kinder erzogen sind. Und trotzdem sind sie fröhlich und kreativ. Tja, das geht. Uns gehen selber viele Kinder, bzw. die Eltern aus die Nerven, denen es völlig egal ist, was ihre Schützlinge treiben. In der Tat sind die Eltern das Problem. "

      "Gehen Sie einfach dahin, wo sich Ihre Kinder benehmen dürfen wie zu Hause.
      In solche Situationen wie oben geschildert bin ich mit meinem Sohn nie gekommen. Vielleicht sollten Sie mal Ihren Kindern erklären, dass man sich hier so und da so benehmen muss, um nicht die Grenzen anderer zu verletzen. Denn meine Freiheit hört da auf, wo die Freiheit anderer anfängt. .... Die Zeit mit Kindern ist wunderschön, hat aber eine andere Qualität als die Zeit ohne Kinder. Es geht eben nicht mehr alles, dafür vieles neue."

      "es hat sich etwas verändert, was die jüngeren eltern nicht mehr kennen und erst recht nicht wahrnehmen. der artikel hat zum teil schon irgendwie recht. denn zu früher hat sich die erziehung und das benehmen erheblich verändert und nicht zum guten. "

      "Es liegt nicht an den Kindern, sondern meist an unerzogenen Eltern, die keine Grenzen setzen. Toleranz ist nunmal keine Einbahnstraße."

      "Man muss kein Kind an die Leine nehmen, aber eine Erziehung zu Gunsten des Kindes ist den Eltern viel zu anstrengend"

      "Ich habe selbst ein Kind, kann es aber verstehen, wenn bestimmte Orte nicht für Kinder gedacht sind. Dann gehe ich halt an einen kindgerechten Ort. Andersherum möchte ich auch ohne mein Kind gern mal an einem ruhigen Ort einen Kaffee trinken und eine Zeitung lesen. Wo ist das Problem? Wenn ich ein Kind habe, das nicht leise sein kann, gehe ich doch auch nicht mit ihm in die Bibliothek. Übrigens finde ich Deutschland sehr kinderfreundlich."

      usw.
      Die allermeisten Kommentare bestätigen die Auffassung, dass es nicht die Kinder per se sind, die nerven, sondern die Eltern, die keinerlei Grenzen setzen. Und so lange das so ist (oder eher nch schlimmer wird) muss man eben solchen Eltern den Zugang zu manchen Bereichen verwehren.
    • happytraveller schrieb:

      Mal sehen wer sich jetzt noch zu rechtfertigen versucht.
      Bisher hatte ich den Eindruck, es gibt hier zwei gleichberechtigte und nachvollziehbare Meinungen: Die einen fühlen sich von Kindern im Urlaub nicht gestört, die anderen wollen das nicht (oder nicht mehr) und versuchen deshalb, der Problematik auszuweichen. Da muss sich niemand rechtfertigen.
      12/2016 Köln ... 01/2017 Südafrika ... 05/2017 Manchester ... 02/2018 Vietnam (Teil 4)
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    • Als mein Sohn anfing zu laufen, sind wir das erste Mal mit ihm in die Türkei nach Bodrum geflogen. Klar sind Kleinkinder in diesem Alter neugierig und wollen alles erkunden. Besonders wenn es zum essen ging, konnten wir nicht erwarten, dass er nach seiner Mahlzeit ruhig sitzen blieb, bis auch wir soweit waren aufzustehen. Das hat sich ein Kellner 2-3 Tage angeschaut, dass erst meine Frau und dann ich gegessen haben und ihn immer beschäftigen mussten, bzw rumgelaufen sind. Danach kam der Kellner zu uns und fragte, ob er sich in der Zeit um ihn kümmern soll, damit wir mal zusammen essen konnten.
      Es gibt aber bei Kindern ein Alter, ab dem ich erwarte, dass sie sich in gewissen Situationen angemessen verhalten. Aber wie schon geschrieben, ist das auch eine Sache der Eltern, diese so zu erziehen.
      Und heute, wenn es um Urlaub geht, buche ich nicht in Hotels mit extra Kinderbelustigung und vor allem nicht in den Ferienzeiten. Damit kann jeder, der sich an Kinder/Jugendbenehmen stört, dieses angebliche Problem umgehen. ;)
      Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
      - Alexander von Humboldt -

    • NoDurians schrieb:

      Bisher hatte ich den Eindruck, es gibt hier zwei gleichberechtigte und nachvollziehbare Meinungen: Die einen fühlen sich von Kindern im Urlaub nicht gestört, die anderen wollen das nicht (oder nicht mehr) und versuchen deshalb, der Problematik auszuweichen. Da muss sich niemand rechtfertigen.

      Wir machen es ähnlich und suchen uns keine "Kinderhotels" aus, wenn wir alleine unterwegs sind. Natürlich bin ich auch genervt, wenn Dutzende Kinder lärmend neben mir in dem Lokal rumlaufen.

      Die Kinder, die wir bisher in diesem Urlaub am Frühstückstisch getroffen haben, wir sind jetzt etwas mehr als 2 Wochen unterwegs, haben uns nicht gestört, obwohl sich ein Windelkind fast das Auge an der Tischkante ausgerissen hat. Der Schrei danach war nicht zu überhören.

      Mit anderen Worten, wir haben die richtigen Hotels ausgesucht, wo sich Familien nicht unbedingt aufhalten.

      Mit Kindern buche ich andere Hotels, wobei unsere Enkeltochter mittlerweile 20 Jahre ist und sich ganz gewiss zu benehmen weiß. ;)

      Mich stören pauschale Aussagen und wenn es Flugzeuge nur für Kinder geben sollte, dann fände ich es schon diskriminierend.

      Hier vor dem Hotel habe ich zwei nette kinderfreundliche Schilder gesehen, die fielen mir gestern positiv auf.

      Viele Grüße
      Petra
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    • Mikado schrieb:

      Mich stören pauschale Aussagen und wenn es Flugzeuge nur für Kinder geben sollte, dann fände ich es schon diskriminierend.
      Diese Aussage stammt ja nicht von mir, aber ich hoffe doch sehr, dass sie nicht ernst gemeint war.
      Menschen, die fordern, dass Kinder vor der Restauranttüre mit einem Geschirr angeleint und mit Stroh und Napf versorgt gehören, gibt's ja hoffentlich auch bloß in der Gedankenwelt der militanten Mutti, die den HuffPost-Artikel geschrieben hat.

      Piratin schrieb:

      Und als Eltern bemüht man sich immer darum, dass die Kinder im Restaurant nicht stören.
      Auch das ist eine Pauschalaussage, die schlichtweg falsch ist. Ich glaube nicht, dass ich mir die Kinder, die zwischen den Tischen rumliefen und die Eltern, die ihren Fortpflanz ignorierten, alle bloß eingebildet habe.

      Dazu passt ein Schild, das ich in einem Pub in Norfolk (England) gesehen habe: "Unattended children will be cooked and served with chips!" Auch hier ist das Stilmittel der Übertreibung mit etwas gutem Willen durchaus erkennbar.
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    • @NoDurians: Ja, es ist eine Pauschalaussage...;-) Wir bemühen uns als Eltern darum, dass unsere Kinder sich gut benehmen. Und die Eltern, die ich kenne auch. Das ist meine (beschränkte) Stichprobe. Natürlich gibt es andere Erfahrungen, wie beispielsweise die von dir. Auch eine beschränkte Stichprobe. Unsere Stichproben sind beide statistisch nicht relevant.;-) Ich würde behaupten (und kann das überhaupt nicht mit Zahlen belegen), dass die meisten Eltern sich um ihren Nachwuchs kümmern und sich bemühen. Was natürlich die beschriebenen Ausreisser nicht ausschliesst.

      Schlussendlich ging es mir einfach nur um Toleranz und die Forderung nach getrennten Räumen, die ich bei einigen Posts hier (nicht von dir) rausgelesen habe, finde ich diskriminierend. (Kleine) Kinder sind ein Teil unserer Gesellschaft...

      Wie du es weiter oben geschrieben hast, kann man ja gut ausweichen.
    • Dazu habe ich eine Geschichte:
      Wir waren über den Jahreswechsel 2002/2003 mit unserer 5-jährigen Enkeltochter auf Malta in einem Vier-Sterne-Hotel. Silvester ist uns folgendes passiert. Wir wollten im Hotel essen gehen, es war schließlich Silvester. Es gab nur die Möglichkeit an einem Gala-Dinner teilzunehmen. Bedingung war, unsere Enkeltochter sollte alleine in einem Raum mit anderen Kindern speisen. Sie sprach aber kein englisch und die Betreuung kein deutsch, außerdem hatte die Kleine Angst. Daher haben wir das abgelehnt. Wir haben leider in dem ganzen Hotel nichts zu essen bekommen.

      Was uns geärgert hat, hätten wir gewusst, dass Kinder in dem Hotel zu Silvester nicht erwünscht gewesen wären, so hätten wir ganz sicher dieses Hotel nicht gebucht. Ein Vier-Sterne-Hotel, welches nicht in der Lage ist, am Abend für ein alternatives Essen zu sorgen, :thumbdown: Das Hotel lag leider außerhalb und es gab nichts in der Nähe. So haben wir Silvester auf dem Zimmer gefeiert und uns selber ein Buffet aufgebaut, zur Freude der Kleinen mit vielen Süßigkeiten, und was man sonst so in der Mini-Bar findet.

      Was habe ich damals geschrieben:

      Heute ist Silvester. Eigentlich wollten wir alle zusammen abends im Hotel essen gehen, aber bei dem Galadinner sind keine Kinder erwünscht. Das finde ich befremdend, aber nicht zu tragisch. Jenni zieht sich ihr Samtkleid an und tanzt vor dem Fernseher auf dem Zimmer zu der Sendung von André Rieu, das einzige deutsche Programm, das wir bekommen.

      Gegen 22 Uhr fallen uns die Augen zu und wir verschlafen Silvester.
    • Das ist ja zum Glück dank eurer Flexibilität noch ganz gut ausgegangen - aber letztlich finde ich das eine Zumutung! So was MUSS im Vorfeld ganz klar kommuniziert werden - wäre aus meiner Sicht sogar ein klassischer Fall eines Reisemangels mit Entschädigungsanspruch!

      Um es noch mal ganz klar zu sagen - ich MAG Kinder (habe heute wieder einen tollen Nachmittag mit syrischen Flüchtlingskindern verbracht - Wahnsinn, wie schnell und gut die Deutsch lernen und wie positiv sie in die Zukunft schauen!) - es sind die Eltern, die mich meistens nerven und mich dazu bringen, getrennte Bereiche einzufordern (wobei ich natürlich keine getrennten Flugzeuge meine, sondern im Flieger räumlich getrennte Bereiche, damit man nicht ständig von vorne oder hinten von unkontrollierten Kleinkindern attackiert wird ;) .)

      Aber wichtig ist immer, dass von vornherein klar ist, was geht und was nicht - und ein Hotel, das verlangt, dass eine 5-jährige sich ohne Familie woanders aufhalten muss, ist einfach inakzeptabel!
    • Mikado schrieb:

      Dazu habe ich eine Geschichte:
      Wir waren über den Jahreswechsel 2002/2003 mit unserer 5-jährigen Enkeltochter auf Malta in einem Vier-Sterne-Hotel. Silvester ist uns folgendes passiert. Wir wollten im Hotel essen gehen, es war schließlich Silvester. Es gab nur die Möglichkeit an einem Gala-Dinner teilzunehmen. Bedingung war, unsere Enkeltochter sollte alleine in einem Raum mit anderen Kindern speisen. Sie sprach aber kein englisch und die Betreuung kein deutsch, außerdem hatte die Kleine Angst. Daher haben wir das abgelehnt. Wir haben leider in dem ganzen Hotel nichts zu essen bekommen.

      Was uns geärgert hat, hätten wir gewusst, dass Kinder in dem Hotel zu Silvester nicht erwünscht gewesen wären, so hätten wir ganz sicher dieses Hotel nicht gebucht. Ein Vier-Sterne-Hotel, welches nicht in der Lage ist, am Abend für ein alternatives Essen zu sorgen, :thumbdown: Das Hotel lag leider außerhalb und es gab nichts in der Nähe. So haben wir Silvester auf dem Zimmer gefeiert und uns selber ein Buffet aufgebaut, zur Freude der Kleinen mit vielen Süßigkeiten, und was man sonst so in der Mini-Bar findet.

      Was habe ich damals geschrieben:

      Heute ist Silvester. Eigentlich wollten wir alle zusammen abends im Hotel essen gehen, aber bei dem Galadinner sind keine Kinder erwünscht. Das finde ich befremdend, aber nicht zu tragisch. Jenni zieht sich ihr Samtkleid an und tanzt vor dem Fernseher auf dem Zimmer zu der Sendung von André Rieu, das einzige deutsche Programm, das wir bekommen.

      Gegen 22 Uhr fallen uns die Augen zu und wir verschlafen Silvester.

      Das war natürlich ein großer Fauxpas das ihr Silvester verschlafen habt ;) aber ansonsten die einzig richtige Reaktion. Ich bin übrigens strikt dagegen das Kinder irgendwo ausgesperrt oder separiert werden. Kinder gehören einfach dazu. Wenn damit erst angefangen wird oder bereits bestehende Zustände nicht kritisiert werden, dann sind wir bald bei alten oder behinderten Menschen, bei Dicken oder Dünnen, Türken oder Amerikanern. Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen und nennt sich schlicht Ausgrenzung oder Diskriminierung. Wenn man in Deutschland niedrige Geburtenraten hat, kann man dieses Land nicht als kinderfreundlich bezeichnen. Es im Umkehrschluss als kinderfeindlich zu bezeichnen ginge vielleicht etwas zu weit. Natürlich kann jeder gerne das Hotel seiner Wahl buchen, wo und aus welchen Gründen auch immer. Darum ging es wohl am Anfang und um dekadente Manieren von Minderjährigen beim Besuch eines Gourmetrestaurants. Kinderfreie Hotels sind für mich definitiv der falsche Weg. Aber ein bisschen mehr Toleranz und Gelassenheit täte uns allen gut in dieser Sache.
    • happytraveller schrieb:

      Kinderfreie Hotels sind für mich definitiv der falsche Weg. Aber ein bisschen mehr Toleranz und Gelassenheit täte uns allen gut in dieser Sache.
      Dann geh doch mit gutem Beispiel voran und toleriere ganz gelassen, dass es Adults-only-Hotels gibt und dass diese auch von Menschen gebucht werden, die kinderfreundlich sind und teilweise sogar selbst mit großer Hingabe Kinder großgezogen haben. Toleranz ist keine Einbahnstraße. ;)
      12/2016 Köln ... 01/2017 Südafrika ... 05/2017 Manchester ... 02/2018 Vietnam (Teil 4)
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    • NoDurians schrieb:

      Dann geh doch mit gutem Beispiel voran und toleriere ganz gelassen, dass es Adults-only-Hotels gibt und dass diese auch von Menschen gebucht werden, die kinderfreundlich sind und teilweise sogar selbst mit großer Hingabe Kinder großgezogen haben. Toleranz ist keine Einbahnstraße.

      Das mache ich durchaus, denn ich nehme es ja hin das es diese Hotels gibt, denn ich kann es eh nicht ändern,
      aber ich halte es für den falschen Weg. Toleranz schließt Kritik ja nicht aus.
      Ich bin vollkommen gelassen und es geht mich auch nichts an, aus welchen Gründen Menschen ihre Hotels buchen.
      Kinder gehören für mich aber nun mal dazu und man kann ihnen sowieso nicht permanent aus dem Wege gehen.
      Außerdem wurde hier ja schon herausgearbeitet, das wohl die Eltern nicht nur die Erziehungsberechtigten sind, sondern auch die Verpflichtung haben ihre Sprösslinge entsprechend zur Ordnung zu rufen, wenn es doch mal zu störend wird.
      Mir ist das, soweit ich mich erinnern kann, weder in einem Restaurant noch im Flieger irgendwo passiert.
      Falls es doch mal passieren sollte, würde ich je nach Situation, entweder freundlich den "Verursacher" ansprechen
      oder auch diskret das Kabinenpersonal im Flugzeug oder den Kellner im Restaurant.
      Ich finde es schon merkwürdig das Du das von mir forderst. "Toleranz ist keine Einbahnstraße", sagst Du.
      Dem kann ich nur zustimmen, aber sie hört dort auf wo die Rechte und Freiheit Anderer beschnitten werden. Es gab mal jemand, der hat sich auf die Relegionsfreiheit in Deutschland berufen, um zu rechtfertigen das er seine Frau schlägt.
      Dort hat die Toleranz anderer Religionen oder Glaubensrichtungen (ich glaube es ging um die Scharia) eindeutig ihre Grenzen.
      Du forderst von anderen Menschen Toleranz, äußerst dich aber selber ziemlich oft hier sehr wortgewaltig und intolerant. Ich hätte kein Problem damit das du z.B. meinen "Bigtrip2018" kritisch betrachtest und mir gut gemeinte Hinweise oder Tipps geben würdest.
      (Meine Reisen sehen ja auch nicht immer so aus und laufen in diesem Tempo ab) Jemanden nicht vor den Kopf stoßen bzw. das Gesicht nicht verlieren zu lassen, sind ganz große Themen in Thailand, genauso wie jemandem Gesicht gewinnen zu lassen. Offensichtlich hast du bei deinen Reisen in Asien aber davon nichts übernommen.
      Statt gut gemeinter Ratschläge, wie von anderen Usern, stellst du diese Reise grundsätzlich in Frage. Zudem kommen Unterstellungen man wolle nur abhaken, etwas machen weil es ein sogenanntes "Must do" ist und noch so einiges. Ich frage mich ehrlich was du von deinen langen Reisen mit nach Hause genommen hast, was du gelernt hast von anderen Kulturen. Was hast du im Land des Lächelns getan, das du vor "Kinderlachen ausweichen" musst. Ich bin nicht nur relativ viel gereist sondern habe auch Schüler/Studenten für eine gewisse Zeit bei mir/uns aufgenommen. Die kamen aus Thailand, England, Taiwan und Australien und sind dann hier zur Schule gegangen. Meine bzw. unsere Reisen sind zudem auch meistens privat organisiert und nicht von der "Stange" also Katalog. Auch sind wir in manchen Ländern auch bei Leuten zu Hause zu Gast und sprechen über "Gott und die Welt"
      Das hat meine Lebensart und die Sicht auf viele Dinge schon beeinflußt. Gelassenheit, Toleranz und Weltoffenheit sind für mich ganz wichtige Werte. Das hindert mich aber nicht, ab und an mal was zu kritisieren.
      Wer von sich selber sagt, er sei ein bekennender Antiamerikanist,
      aber gleichzeitig von anderen mehr Toleranz fordert, hat schon ein merkwürdiges Werteverständnis. (Hierzu empfehle ich mal Alev Dudek:
      Antiamerikanismus - ist die politisch korrekte Form des Rassismus)
      Dein erster Kommentar zu Mikados posten des Berichts "Diese Beispiele zeigen wie kinderfreundlich Deutschland ist - das sollte uns allen Sorgen machen.": Das ist kein Bericht, das ist ein Pamphlet, einseitig, subjektiv, übertrieben, wertend. Ich meine , es ist schon schlimm genug wenn diese Beispiele tatsächlich wahr sind. Deutschland ist in der Tat nicht kinderfreundlich.
      Später nennst du die Autorin eine "militante Mutti". Das ist also aus deiner Sicht nicht einseitig, objektiv,
      nicht übertrieben und nicht wertend? Den Text auf einem Schild in einem englischen Pub: "Unattended children will be cooked and served with chips.", kommentierst du "Auch hier ist das Stilmittel der Übertreibung mit etwas gutem Willen durchaus erkennbar" Meine Meinung: Absolut geschmacklos.
      Ich kann in deinen posts manchmal durchaus einen gewissen Wortwitz erkennen, den ich auch ganz amüsant finde. Manchmal allerdings schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen und frage mich wie man zu solchen Einschätzungen und Bewertungen kommen kann.
      Das wollte ich einfach mal gesagt haben. Tut mir leid wenn ich ein bisschen ausgeholt habe und vielleicht vom Thema abgedriftet bin.
      Übrigens, ich habe nicht das Gesicht verloren. :)
    • Ganz großes Kino! Was Du alles über mich zu wissen glaubst!

      Ich hoffe, Du kriegst Dich wieder ein. Nur weil ich angekündigt habe, nichts mehr im Thread über Deinen Trip zu schreiben, musst Du mir gegenüber ja nicht so miesepetrig sein. Nachtreten heißt das im Fußball.
      12/2016 Köln ... 01/2017 Südafrika ... 05/2017 Manchester ... 02/2018 Vietnam (Teil 4)
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