Warnung vor Massentourismus in der City

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    • Warnung vor Massentourismus in der City

      Die Österreichische Hoteliervereinigung warnt davor, dass es vor allem in der Wiener Innenstadt bald zum Phänomen des Overtourism - also zu viele Touristen an einem Ort - kommen könnte. Aber es gebe Strategien, um gegenzusteuern. Dass die Hoteliervereinigung AirBnB dafür (mit)verantwortlich macht, ist wieder eine andere Geschichte! :D Bericht auf orf.at


      Das Phänomen Overtourism hat auch Wien erreicht. Als Wiener weiß man zwar meist, wie man dem Trubel entgeht, aber ich wollte z.B. sehr gerne die "Helen Levitt"-Ausstellung in der Albertina ansehen, da aber zeitgleich eine Monet-Ausstellung lief, hatte ich keine Chance. Wenn sich am Sonntag Morgen schon eine lange Schlange am Eingang bildet, dann vergeht mir die Lust.
      2019/08 Ulm - 2019/12 Nürnberg - 2020/02 Isaan/Angkor/Bangkok
      reiseweg.at - flickr.com/photos/nodurians/sets/
    • Ja das ist ein Phänomen, das da immer mehr auftritt. Bis jetzt waren Städte wie Barcelona, Dubrovnik, Santorini und etliche andere mit viel zu vielen Besuchern dran, jetzt betrifft es auch anscheinend Wien und an manchen Wochenenden auch München.
      Da müsste man Schilder aufstellen, wegen Überfüllung geschlossen.
      Wenn ich am Viktualienmarkt wegen chinesischer Reisegruppen nicht mal an den Verkaufsstand komme, ist das auch nicht lustig (höflich ausgedrückt)
      Jetzt sind halt die Chinesen, Russen und Inder an der Reihe....

      :(
    • Das Wiener Pendant zum Vikerl ist der Naschmarkt. Den haben wir Wiener bereits aufgegeben. Einerseits leidet er an einer seltsamen Monokultur, denn wer braucht 10 oder 15 Stände mit Oliven und Fladenbrot, und andererseits haben die Touristenhorden das Preisniveau und die Atmosphäre versaut.

      Aber wenn einer von euch nach Wien kommt und einen authentischen Markt besuchen will, einfach fragen. Gibt zentrumsnah und trotzdem fernab der Massen gute Alternativen.
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    • Der "gemeine Tourist" geht mir ziemlich am Arsch vorbei. Dort wo es geht, bin ich z.B. sehr für Eintrittspreise oder die Erhöhung derselben. Das hält vielleicht diejenigen ab, die nur mit der Herde marschieren ohne echtes Interesse und schafft Platz für diejenigen, die etwas wirklich sehen wollen statt nur ein Selfie mit Schmollmund zu posten.


      Aber Dein Einwurf hat mich nachdenken lassen, und das schadet ja nicht:

      Ich stehe nur ganz selten auf der "feindlichen" (?) Seite, nämlich dann, wenn ich etwas TROTZ Touristenmassen wirklich sehen mag. Mein Eindruck ist, dass die Meisten gar nicht fähig sind, sich die Frage "Interessiert mich das tatsächlich oder will ich nur hin, weil man es gesehen haben muss?!" zu stellen, geschweige denn ehrlich zu beantworten.

      Ich versuche im Urlaub Massenansammlungen zu vermeiden, und habe ganz gute Strategien dafür entwickelt. Ich latsche zu Fuß abends zum "Sunrise Point", statt morgens mit allen anderen mit dem Jeep zu fahren, fahre im November nach Venedig und nicht im Juli, besuche Cimetiere de Montmartre oder Montparnasse statt Pere Lachaises und bin oft bei Sehenswürdigkeiten längst wieder weg, wenn die ersten Busse kommen.

      Die von Dir beschriebene "feindliche Seite" ist mir zutiefst zuwider. Nicht weil sie es mir unmöglich machen, manche Orte zu besichtigen, sondern wegen ihrer Oberflächlichkeit. Wenn ich die Frage "Was muss man gesehen haben?" lese, könnte ich kotzen.
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    • Ich glaube kaum das man durch Ausgrenzung finanziell schwacher Menschen genau die Personen davon abhält etwas zu besuchen, die für den Ort / die Veranstaltung kein ausgeprägteres Interesse als das eines schnellen Selfie für die Facebookgruppe haben.

      Wir (Du und ich) sind was Reisegewohnheiten und Vorlieben angeht in vielen Punkten auf einer Welle glaub ich,... Und dennoch ist für mich kein Unterschied erkennbar zwischen dir, mir oder sonst jemandem der im Reisebus ankommt, schnell irgendwo rausspringt und Fotos macht ohne die Dinge mit eigenen Augen auch nur für 2 Sekunden betrachtet zu haben...

      Wenn jeder ein so, ich nenn es mal "rücksichtsvolles" oder doch "eigennütziges" Besuchsverhalten an div. HotSpots an den Tag legt wie du (und ich), verlagert es das Problem nur auf eine andere Uhrzeit,...

      Ich fühle mich auch "gestört" durch zu viel Andrang an gewissen Orten, aber dessen bin ich mir vorher bewusst sofern ich recherchiert habe. Der Gedanke daran, dass ich einer von den anderen bin relativiert es jedoch ziemlich schnell,... egal ob ich besser recherchiert, geplant oder was auch immer habe als alle anderen.

      Ich weis welchen Hintergrund deine Abneigung gegen die Aussage "Was muss man gesehen haben?" hat,.... Ich kenne einige Menschen die uns für unsere Reisehistorie ?beneiden?. Wenn Sie dann etwas ähnliches tun und verständnislos zurückkommen Frage ich mich immer ob die Leute überhaupt eine Vorstellung gehabt haben was für Möglichkeiten eine solche Reise bietet,... meist gehts nur darum dort gewesen zu sein.

      "Wir waren in Vietnam" hört sich halt besser an als "Center Parks Holland" oder "Lüneburger Heide",... Die meisten wissen von Vietnam das dort Krieg war,.. wenns gut läuft wissen Sie noch das er vorbei ist,... Wenns ganz gut läuft... usw. usw.

      Dennoch Spricht m.M.n. überhaupt nichts gegen die Frage "Was muss man gesehen haben....." Klar sehr ungeschickt formuliert, aber das durchblättern eines gedruckten Reiseführer, das Fragen des locals, Omas Ratschlag oder ein Blick in Tripadvisor sind nichts anderes.

      Problem sind Menschen die diese Frage Stellen ohne Ihrer eigenen Interesse bewusst zu sein.

      Dein Wunsch nach Eintrittsgeldern / Erhöhung selbiger hätte für mich bei einer Enttäuschung durch zu viel "Fußvolk das die Attraktion nicht in der selben Form wie ich zu würdigen weiß wie ich" eher den Beigeschmack: Jetzt kostet es schon so viel und trotzdem kommt jeder Horst hierhin und nervt mich mit seinem Selfiestick / schlechten Benehmen / Respektlosigkeit gegenüber dem Gastgeber / lautem schreien / Babywagen-angerempel .......

      Oder bin ich komplett falsch unterwegs?!


      -> Oben geschriebenes bezieht sich auf "Touristenattraktionen", "Sights", "Sehenswürdigkeiten",... wie auch immer man es nennen mag. Meine größte Anerkennung an denjenigen der seine Neugier soweit zurückschrauben kann, keinen einzigen der sogenannten Orte in einem Land zu besuchen,....
    • RL2018 wrote:

      Oder bin ich komplett falsch unterwegs?!
      Nein, überhaupt nicht! Du bist einfach noch menschenfreundlicher als ich. ;)

      Stimmt schon, die Erhöhung von Eintrittsgeldern ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Es wird wohl immer mehr auf vorgebuchte Tickets mit einer bestimmten Eintrittszeit (time slot) hinauslaufen, und wenn man die Uffizien, die Hagia Sofia, Westminster Abbey, ... in der Hochsaison besichtigen möchte, muss man halt vielleicht ein oder zwei Jahre im Voraus die Tickets kaufen.

      Bezüglich "Was muss man gesehen haben": Ich bin immer sehr für klare, verständliche Formulierungen. Ich glaube (und es entspricht auch meiner Erfahrung), dass die Leute, die nicht einmal fähig oder willens sind, in einem Forum oder einer FB-Gruppe eine vernünftige Frage zu formulieren, sehr oft ident mit denen sind, die einfach keine Lust haben, sich mit einem Reiseziel zu befassen. Schludrige Formulierungen <-> schludrige, oberflächliche Reisevorbereitung. Und diese Lustlosen, Desinteressierten wedeln mir dann mit dem Selfie-Stick vor den Augen rum.

      Aber das führt zu weit. Was für mich zählt ist, dass ich durch antizyklisches Reisen den Massen ("den Anderen") ausweichen kann. Ich gehöre da nämlich nicht dazu. Ich bin keiner von denen. Das beginnt schon damit, dass ich zu meiner Lieblingseisdiele prinzipiell nicht vor 21 Uhr fahre (dann sitzen die anderen vorm Fernseher) und am liebsten wenn's regnet oder eiskalt ist (dann essen die anderen kein Eis)! :thumbsup:
      2019/08 Ulm - 2019/12 Nürnberg - 2020/02 Isaan/Angkor/Bangkok
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    • Heute waren wir im Pha Tam National Park, im Isaan, direkt am Mekong. Massentourismus gibt es hier keinen - trotzdem scheint man die wenigen ausländischen Touristen irgendwie abschrecken zu wollen!

      Pro Person wird eine Eintrittsgebühr von 400 THB fällig, das sind 11€! Thais zahlen 10%, also 40 THB. Ich finde es okay, dass Locals in Ländern mit niedrigem Einkommen deutlich weniger zahlen als ausländische Touristen - aber das, was hier verlangt wird, ist doch ein bisschen "too much".

      Dementsprechend waren wir auch die einzigen Ausländer ... (Kann natürlich auch daran liegen, dass hier alles andere als Massentourismus herrscht :D :thumbsup: