Nepal - unsere sechste Trekkingtour im Himalaya

  • Am 15.Oktober sind wir über Doha mit Qatar Airlines nach Nepal geflogen, es soll unsere sechste Trekkingtour in diesem wunderschönen Land werden. Am Flughafen empfängt uns bereits unser Freund und Guide Nanda den wir inzwischen seit 18 Jahren kennen. Wir sind nicht nur die Treks in Nepal mit ihm gelaufen, sondern auch 2 Touren in Ladakh im indischen Himalaya und wissen deshalb, dass wir in ihm einen absolut zuverlässigen und umsichtigen Führer haben. Diesmal wollen wir 3 Touren miteinander verbinden, den Tamang Heritage Trail, den Langtang Trek und die Route über Gosainkund, insgesamt also 17 Tage. Die Zeit in Kathmandu wollen wir so kurz wie möglich halten, weil die Stadt mit ihrem Lärm, Abgasen und Gewusel schon sehr anstrengend ist, aber ein bisschen Sightseeing ist trotzdem angesagt.









  • Am nächsten Tag starten wir mit einem Jeep nach Syabrubesi, es geht 6 Stunden über abenteuerliche Straßen zum Ausgangspunkt unserer Trekkingtour. Immer wieder eröffnen sich wunderschöne Ausblicke über die Hügel, Reisterassen und Berge nahe der Grenze zu China.






  • Der erste Trekkingtag beginnt schon gleich mit einem sehr steilen und schweißtreibenden Aufstieg, aber wir sind ja schließlich nicht zum Vergnügen hier ;). Die nächsten 5 Tage werden wir den Tamang Heritage Trail gehen, eine Route die uns sehr nah an die tibetische Grenze führt und erst 2004 für Touristen geöffnet wurde. Unsere Tour führt uns durch Dörfer, die durch ihre Bauweise der Häuser sehr tibetisch geprägt sind, auch die Menschen tragen oftmals noch die typische Kleidung der Tibeter. Für unseren Guide ist es auch die erste Tour in dieses Gebiet und er ist total begeistert. In den nächsten 5 Tagen werden wir keine weiteren Trekker treffen und sind somit in den Lodges immer die einzigen Gäste.






    Unser Empfangskomitee am Dorfeingang.






    Die Damen des Dorfes beim tratschen.



  • Manimauern begegnen uns immer wieder auf unserem Weg.





    Bei Sonnenschein wird das Badezimmer gerne mal nach draußen verlegt.



    Es ist Dahsein, das nepalesische Erntedankfest, und in den Dörfern wird überall geschlachtet und Fleisch zum trocknen aufgehängt.





  • Und weiter geht's bergauf-bergab 8-)




    Im Tal müssen wir immer wieder über Hängebrücken auf die andere Seite des Flusses.



    Wir übernachten neben einem Kloster und werden im Morgengrauen mit Gesängen, Trommeln und Trompeten geweckt.

    Schnell anziehen und schauen was da so passiert.




  • Hier haben wir die letzte Nacht verbracht.



    In diesem tibetisch geprägten Gebiet darf natürlich nicht das Bild seiner Heiligkeit dem Dalai Lama fehlen.



    Wenn es nicht schnell genug geht, dann kocht Nanda eben für uns.


  • Unterwegs treffen wir tatsächlich auf eine echte Bäckerei mitten in den Bergen. Die Bäckerin ist eine super nette und liebenswerte junge Frau, die aber leider taubstumm ist. Sie hat beim fotografieren so viel Spaß mit meinem Mann, dass sie unbedingt mit ihm ein Bild wollte.









    Die frischen Zimtschnecken mussten natürlich auch probiert werden.



    Dazu gab es frischen Sanddornsaft, der unglaublich gesund sein soll, wie es auf den überall aufgestellten Schilder steht.




  • Fantastische Bilder aus einer unglaublich schönen Ecke der Welt! Toll, dass ihr (noch) solche Touren machen könnt - für uns wäre das leider mittlerweile nichts mehr.

    Die Fotos von den Menschen sind unglaublich - man merkt, dass sie sich (noch) über Besucher richtig freuen!

  • Vielen Dank, dass wir mitreisen und - klettern dürfen. Die Bilder sind einfach toll, besonders die Menschen- dich eingeschlossen ;) - sind super getroffen. Die Fotos zeigen professionelles Können. :thumbup:

    Sind die beiden Fotos zufällig hintereinander, wo du auf eine Bergspitze zeigst und eine Mutter ihrem Kind die Haare wäscht?
    Habt ihr bei den nahen Porträts jeweils um "Erlaubnis" gefragt?

    Schöne Grüße von Annette

    Edited once, last by Annette ().

  • Annette

    Die beiden Bilder sind zufällig hintereinander, warum fragst du?


    Mein Mann kann sehr gut auf Menschen zugehen und bekommt schnell Kontakt trotz Sprachbarriere. Er zeigt dann auf seine Kamera und wenn die Menschen abwinken, dann fotografiert er auch nicht. Bei den Kindern sind meistens die Mütter dabei und sehr stolz, dass man ihre Kinder fotografieren möchte. Wir haben aber bei unseren Reisen oft festgestellt, wenn man Interesse an den Menschen und ihrer Arbeit zeigt, dass sie Spaß daran haben ein Fotomotiv zu sein und wollen natürlich hinterher das Ergebnis auf dem Display sehen.

  • "Die beiden Bilder sind zufällig hintereinander, warum fragst du?"

    Die Bilder sind ähnlich und doch ganz anders: die Armbewegung von dir und der Mutter, an der gleichen Stelle im Bild. ;)

    ".... wenn man Interesse an den Menschen und ihrer Arbeit zeigt, dass sie Spaß daran haben ein Fotomotiv zu sein und wollen natürlich hinterher das Ergebnis auf dem Display sehen" Das stimmt, das konnten wir auch oft feststellen, besonders in Laos.

  • Vielen lieben Dank, Cyriax, für die tollen, sehnsuchtweckenden Fotos.

    Unser letztes Mal Nepal liegt nun schon 9 Jahre zurück. Und immer noch ist unsere erste Assoziation, wenn wir Holzfeuer riechen Nepal und die Lodges.


    Solche Begegnungen wie mit der Bäckerin bleiben einem lange in Erinnerung, wie überhaupt die so liebenswerten Nepali.


    Ich bohre bei meinem Mann auch immer mal, dass wir doch mal wieder nach Nepal fliegen könnten. Die Antwort ist immer, dass es aber ja noch so viel von der Welt zu entdecken gibt (womit er natürlich Recht hat). Dahinter steckt aber auch, dass es natürlich auch wirklich - bei aller Schönheit, Erhabenheit und bei allem Erlebnis - wirklich anstrengend ist. Zumal mein Mann mit der Höhe immer arge Probleme hat. Wir haben auch schon mal abgebrochen und umgeswitched, weil er kurz vor einer ernsthaften Höhenkrankheit stand.

    Aber mir scheint, der Tamang Heritage Trail ging nicht ganz so hoch? Was war der höchste Punkt?


    Aber ich will Deinen Bericht nicht zersprengen, freue mich auf die Fortsetzung und frage gerne am Ende noch mal alles, was mir durch den Kopf geht.

  • Seit ein paar Tagen sind wir im Langtang Tal unterwegs und inzwischen nicht mehr die einzigen Trekker.

    Auf der Route kommt man auch an der Stelle vorbei wo das ehemalige Dorf Langtang gestanden hat. Das Dorf wurde am 25.April 2015 bei dem gewaltigen Erdbeben fast vollständig zerstört und hatte fast 300 Menschen das Leben gekostet, die meisten der Toten liegen noch unter dem meterdicken Geröllberg vergraben. Eine gewaltige Lawine, ausgelöst durch das Beben, aus Eis, Schnee und Gestein ist über eine Felsklippe vom Langtang Lirung über das Dorf hinweg gefegt und hat Häuser und ein Kloster zerstört.

    Das neue Dorf ist inzwischen wieder weiter oben, außerhalb der Gefahrenzone wieder aufgebaut worden.


    Ich habe die Stelle markiert von wo die Lawine herunter gekommen ist.


    Das neue Dorf Langtang ist weiter oben teilweise wieder aufgebaut worden.









  • Letzte Nacht haben wir im Himalayan Hilton auf 3.830m übernachtet. Eigentlich wollten wir noch bei Dunkelheit aufbrechen um den 4.700m hohen Kyanjin Ri zu besteigen, aber als uns um 4h das Handy weckte und der Blick auf die zugefrorenen Fensterscheiben fiel, hatte uns die Lust dazu schnell verlassen. Schnell Nanda angerufen und wieder in den kuschelig warmen Schlafsack verkrochen. Um 6h werden wir bei strahlendem Sonnenschein wach und beschließen nach dem Frühstück zu dem hinter der Lodge liegenden Gletscher aufzusteigen. Nanda war schon so oft dort oben in dem Dorf Kyanjin Gompa, aber bei dem Gletscher war er auch noch nicht und ist happy darüber, dass wir nicht auf den Berg gestiegen sind, der Abstecher zum Gletscher gefällt ihm wesentlich besser und wir sind außerdem ganz alleine dort oben.







    Lucki hat uns natürlich auch begleitet und wir mussten ihm unbedingt den Höhenmesser meines Mannes um den Arm binden.




    Auf dem Rückweg mussten wir an einer Yak Herde vorbei, was nicht ganz ungefährlich ist, weil es schon einige Angriffe von den Tieren auf Menschen gab die tödlich ausgegangen sind.


  • Noch einen Rundgang durch das Dorf Kyanjin Gompa bevor wir uns wieder auf den Weg zurück ins Tal begeben. Die Hotels hier oben sind überwiegend von betuchten Nepalesen aus Kathmandu errichtet worden und nicht von den eigentlichen Dorfbewohnern.