hallo zusammen,
auch wenn es vielleicht nicht ganz ins baliforum passt, vielleicht "verirrt" sich doch einmal ein ausgesprochener balifan, so wie wir die letzte woche, auf eine andere insel östlich der großen "schwester". Eigentlich kann ich nur positives berichten........FLORES ist wunderschön und es gibt viel zu entdecken! Unter anderem wollten wir dies bei der ISTANA ULAR (schlangenhöhle) tun. dort sollen mehrere ausgewachsene phytons mit einer länge von 3-4 metern leben und nur darauf warten, daß eine der vielen fledermäuse herunterfällt. Eigentlich hatten wir uns kundig gemacht und wußten etwa, was uns erwartet........
Wir wurden von 2 mopedfahrern von der hauptstraße, die von LABUAN BAJO nach RUTENG führt, bei LEMBOR abgeholt und auf einer asphaltstraße, die nach kurzer zeit zu einer schwierig befahrbaren schotterstraße wurde (ca. 5 kilometer) bis nahe an die höhle gebracht, dann wurde ein guide aus dem nachbardorf geholt und wir haben um den preis der eier verhandelt, die wir als opfergabe vorher bringen sollten. Es folgte nun ein etwas schwieriger kurzer abstieg in einem bambuswald bis an einen fluß, diesen mußten wir durchqueren, wobei das wasser nicht hoch ist, aber die steine sehr glitschig sind! Über ein paar wurzeln haben wir uns dann erwartungsvoll bis kurz vor einen niedrigen höhleneingang gehangelt..... Mittlereweile waren 5 locals um uns herum und der schlange wurde das bewußte ei geopfert.......,keine angst,.....es war noch keine der phytons zu sehen:o
Nach dieser zeremonie ging es nun ein paar meter auf schlammigen untergrund hinein in das dunkle loch. die outdoorsandalen hatten sich bereits mit etwas schlamm gefüllt, ehe man nach etwa 20 metern bis zum knie im schlamm versunken ist. eine berechtigte frage von uns, wie weit es denn nun noch so ginge, wurde, wie könnte es anders sein, unterschiedlich interprediert. Einer der locals sagte etwa 200 meter. der andere 3 kilometer!
Da waren unsere nerven schon aufgebraucht und wir haben dankend abgelehnt.
In LABUAN BAJO haben wir uns bei einem uns bekannten guide nach dieser höhle und der möglichkeit dort frei lebende phytons zu sehen, erkundigt und wurden in unserer annahme nur bestätigt, daß dort wohl kaum jemand eins der tierchen zu sehen bekommt, da der schlammige untergrund ohne anglerstiefel fast jeden zum umkehren bewegt. Somit haben die guides keinen streß, denn die dauer dieses unternehmens ist sicherlich oft recht kurz, wer will schon 3 kilometer in eine stickige höhle gehen, wo man für 3 kilometer (one-way) durch den schlamm mehr als nur eine stunde benötigt!
........nun aber auch noch ein paar positive dinge von der insel, die die portugiesen "capo des flores" (Kap der Blumen) genannt haben. Die landschaft ist wunderschön, in der gegend um RUTENG gibt es ein paar kleine kraterseen, die erst kürzlich nach einem kleineren vulkanausbruch entstanden sind und die SPIDER-WEB-RICEFIELDS. Auf dem weg nach BAJAWA kann man bei AIMERE selbstgebrannten ARAK testen
und bei der herstellung zusehen. Ein wunderschönes sehenswertes altes dorf mit dem namen BENA ist auf dem weg von BAJAWA nach NANGARORO und die küstenstraße bis ENDE ist der traum einen jeden radlers! Schließlich bleibt noch der vulkan KELIMUTU, soll bei sonnenaufgang ein unglaubliches ereignis.
Sollte jemand bei der schlangenhöhle andere erfahrung gemacht haben, bitte melden....., ansonsten rate ich jedem NICHTHÖHLENFORSCHER ab diesem nepp auf dem leim zu gehen.
Viele Grüße wieder aus Bali COCOS ![]()