Bagan mit dem tuk tuk besichtigen

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    • Bagan mit dem tuk tuk besichtigen

      Bei unserer Süd-Ost-Asien Reise sind wir gestern in Bagan angekommen.
      Bei den Vorbereitungen der Reise habe ich viel über die Möglichkeiten gelesen, wie man Bagan am besten besichtigen könnte.
      Per Fahrrad? Zu anstrengend. Die ca. 2000 Tempel und Pagoden verteilen sich auf 36 Quadratkilometer, viel zu weitläufig.
      Per EBike ? Das sind richtige Mopeds, wir haben damit keine Erfahrung und wollen auch kein Risiko eingehen, außerdem ist es uns zu mühsam, per Landkarte oder offline Karte (Maps.me oder andere) uns den Weg zu suchen.
      Doch es gibt viele tuk tuks in Bagan, als wir vor 18 Jahren zum ersten Mal hier waren, gab es nur die Pferdekutschen.....
      Über unser Hotel haben wir einen Fahrer vermittelt bekommen, der auch etwas englisch versteht und spricht. Mit dem haben wir heute am ersten Tag gute Erfahrungen gemacht. Er kennt sich bestens aus, fährt uns von Pagode zu Pagode. Sehr bequem und auch nicht viel teurer als die Mopeds zum selbst fahren. Für die nächsten 2 Tagen haben wir den Fahrer mit tuk tuk sofort wieder gebucht.

      Das besteigen der Pagoden ist mittlerweile nicht mehr zulässig.
    • Danke für den Bericht. Da sieht man wieder, wie sich alles verändert. 2001 sind wir auch noch mit dem Ochsenkarren zwischen den Pagoden gefahren und waren fast alleine.
      Da fällt mir ein, dass 2001 in Yangoon um 21:30 Uhr das Licht ausgemacht wurde. Die ganze Hauptstadt war total dunkel-

      Euch weiterhin eine gute Reise.

      :thumbup:
    • Erhard wrote:

      Danke für den Bericht. Da sieht man wieder, wie sich alles verändert. 2001 sind wir auch noch mit dem Ochsenkarren zwischen den Pagoden gefahren und waren fast alleine.
      ... 2007 waren nur noch Pferdekutschen zu haben, war auch sehr schön.

      Wir haben zusätzlich eine Radtour bei den Pagoden unternommen plus einen unvergesslichen Ballonflug

      Bagan mit Ballon, Fahrrad und Kutsche.

      Schade, dass man heutzutage nicht mehr hochsteigen kann - aber wahrscheinlich verständlich, da zu viele Touristen, - oder wie sieht's da aus heutzutage?
      VG,
      Silke
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      Berlin 2019

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      The post was edited 1 time, last by Silkenya ().

    • Silkenya wrote:

      Schade, dass man heutzutage nicht mehr hochsteigen kann - aber wahrscheinlich verständlich, da zu viele Touristen, - oder wie sieht's da aus heutzutage?
      Würde mich auch interessieren, wie viel da heute im Vergleich (zu 2011) los ist. Und wie die Länderverteilung der Touristen ist. Darf man auf keinen einzigen Tempel rauf? D.h. wenn ich so ein Bild machen will, muss ich eine Ballonfahrt buchen?



      Die Behörden in Myanmar sind nicht zimperlich. Die werden einfach irgendwann verfügt haben, dass man da nicht mehr rauf darf. Die haben ja auch damals sämtliche Bewohner, die zwischen den Tempelanlagen gelebt haben, binnen 14 Tagen abgesiedelt. Sie haben eine Staubwüste südlich des Tempelbezirks "New Bagan" genannt und den Leuten gesagt, sie sollen sich dort ansiedeln. Punkt.
      2019/08 Ulm - 2019/12 Nürnberg - 2020/02 Isaan/Angkor/Bangkok
      reiseweg.at - flickr.com/photos/nodurians/sets/

      The post was edited 1 time, last by NoDurians ().

    • Die Tempel dürfen seit ca. 2 Jahren nicht mehr bestiegen werden. Aufgänge sind durch Gitter und Schlösser gesichert.
      Gründe dafür gibt es sicher viele. Zum einen sind die Tempel und Pagoden religiöse Bauwerke, über 700 Jahre alt. Zudem wurden viele durch das Erdbeben im Jahr 2016 in Mitleidenschaft genommen.
      Wie die Besucherzahlen sich seit 2011 verändert haben, kann ich nicht sagen. Doch eins beobachten wir in den letzten Jahren vermehrt: es wird überall rücksichtslos und riskant herumgeklettert, auf der Suche nach DEM spektakulären Selfie. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das den Pagoden nicht gut bekommt.
      Eine sehr informative und aktuelle Seite habe ich dazu gefunden (ich hoffe, es ist zulässig, den link einzufügen) da sind auch Bilder von den damals noch überfüllten Tempeln zu sehen.
      bytelife.altervista.org/bagan.htm

      Den Sonnenaufgang kann man offiziell nur von einem Hügel aus beobachten. Auf der Fahrt frühmorgens dahin fragte uns unser tuk tuk Fahrer, ob wir stattdessen zu einem „secret place“ wollten. Na klar wollten wir. So geheim war der Platz dann nicht, ungefähr 50 Personen fanden sich ein. Und merkwürdigerweise wurde sogar unser Ticket überprüft. Die Tempel betritt man ja ohne Schuhe und Strümpfe. Da es morgens wirklich a...kalt war und stockdunkel, zogen wir nur die Schuhe aus. Auf der Aussichtsterrasse war dann eine weitere Aufsichtsperson, der uns bat, auch die Strümpfe auszuziehen, er hatte jedoch Mitleid und brachte uns einen Reissack, um die Füße drauf zustellen.
      Unser Fahrer erzählte uns danach, das es immer ein paar solche „geheime Tempel“ geben würde, solange, bis der Andrang dann zu viel werde, dann werden die wieder geschlossen. In unserem Fall war es eine offensichtlich neu renovierte Pagode. Ach ja, als wir wegfuhren, turnte schon wieder eine Person auf einem Vorsprung herum...
      Ob die Aussicht den Ballons aus so viel besser ist ? Die dürfen nicht mehr in der „Monument Zone“ landen. Zudem ist es ab 350 US-Dollar ein teures Vergnügen.

      Wie sich die Touristen nach Nationalitäten verteilen, kann ich nur gefühlt beantworten. Am meisten Chinesen, die treten aber auch immer gehäuft auf und reisen im Bus an. Dann viele kleinere französische Gruppen. Deutsch hört man eher selten. Die meisten besichtigen Bagan mit Elektrobikes, (was uns jedoch zu gefährlich war) einige wenige mit Pferdekutschen oder Fahrräder.
    • Gerade aus Myanmar und auch aus Bagan zurück, noch ein paar Anmerkungen zum Thema:

      Der Hauptgrund, weshalb die Pagoden nun allesamt für Touristen zum drauf klettern geschlossen sind, sollen einige Todesfälle sein, wo Touris abgestürzt sind. So wurde es uns zumindest gesagt.
      Wie Karina geschrieben hat, gibt es ein paar " Secret Places ".
      Auch wir sind, nach kurzer Diskussion darauf herein gefallen.
      Zwei junge Burmesen auf dem Moped haben gefragt, ob wir klettern wollen ;)
      Nach kurzer Diskussion, mein Mann wollte eigentlich nicht, er war schlauer als ich, haben wir zugesagt.
      Wir kamen dann an einer neu gebauten Pagode an, wo oben bereits etliche Backpacker auf den Sonnenuntergang gewartet haben.
      Das die beiden Burmesen das nicht völlig umsonst gemacht haben war mir klar, also zuckte ich meine Geldbörse und wollte ihnen einen kleinen Obulus geben. Dann haben die beiden abgewunken, nein, sie wollten kein Geld dafür, aber,- ich sollte ihnen ein Bild aus Sandmalerei abkaufen.
      Diese werden inzwischen dort überall angeboten, meist eher schlechte Qualität. Daher habe ich widerum abgewunken.
      Dann entstand daraus eine unschöne Diskussion, wie wir sie aus Myanmar eher nicht kennen.
      Der Platz oben war übrigens das Ganze nicht wert und wir haben schnell wieder das Weite gesucht.
      Somit war ich um eine Erfahrung reicher :/

      Was ich gar nicht schön fand war, dass das Ganze in Bagan schon System hatte.
      Jeden Abend fahren Burmesen, auch Frauen, zwischen den Tempelanlagen rum und sprechen einen gezielt darauf an, ob man einen guten Platz zum Sonnenuntergang sucht. Wir haben jetzt natürlich immer gleich abgelehnt.

      Es gibt einen großen Hügel für den Sonnenaufgang.
      Da wir eine Ballonfahrt gebucht hatten, konnten wir den Hügel auch aus der Luft betrachten.
      Unser Ballonfahrer meinte zu dem Hügel: das ist die Economy Klasse :roll:

      Unser Balloinerlebnis von 2011 hat sich leider nicht toppen lassen.
      Wir hatten von allen Tagen den diesigsten Tag erwischt, so dass die Sicht schlecht war und auch der Wind kam aus der falschen Richtung, so dass wir schnell von den Pagoden weg getrieben wurden.
      Man kann so etwas leider nicht planen.

      Die mystische Faszination, wie wir Bagan 2011 und 2012 erlebt hatten, wollte sich dieses Mal leider nicht einstellen.
      Zu sehr waren wir von den ersten beiden Besuchen verwöhnt.
      Jetzt waren einfach deutlich mehr Touristen da, obwohl es sich im April immer noch in Grenzen hielt, ich hatte Schlimmeres erwartet.
      Viele Pagoden waren oben mit Gerüsten versehen, das Erdbeben vor 2 Jahren hat doch einiges zerstört.
      Die Strasse nach Neu Bagan wurde gerade verbreitert, auch hier lässt sich der " Fortschritt " leider nicht aufhalten.

      Wir waren mit dem E-Roller unterwegs, was ich als nicht ganz einfach empfunden habe.
      Auf den Strassen natürlich super, das geräuschlose Fahren hat mich begeistert.
      Allerdings muss man ja auch immer wieder auf Sandwegen fahren um an die Tempel zu gelangen und da musste man schon sehr aufpassen,
      um nicht ins Schliddern zu geraten.

      Auch hier wieder mein Fazit:
      Manche Orte sollte man doch besser in Erinnerung behalten, wie man sie beim ersten Besuch kennen und lieben gelernt hat.
      Myanmar zieht mich immer wieder in seinen Bann und wir werden es nächstes Jahr wieder besuchen.
      Bagan wird allerdings nicht mehr dabei sein.
      " Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist. "
      ( Jean Paul )

      Mit der Kamera unterwegs